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Destiny 2 – Als Bungie Gamedesign verlernte…

Vor etwas mehr als einen Monat erschien Destiny 2 und schon jetzt geht dem Spiel die Puste aus. Das hat einen speziellen Grund den Bungie anerkennen sollte.

Einst gab es eine Zeit da war Bungie für die Shooter Revolution auf der Xbox bekannt und galt als einer der besten Shooter Entwickler für die Konsolen. Gunplay beherschen sie noch immer, doch mit Destiny und dem Nachfolger stehen sie vor einen Problem, dass sie anscheinend nicht ganz so einfach lösen können.

Der glorreiche Aufstieg von Bungie und dem Master -Chief

Als Entwickler für Apple’s Macintosh begann Bungie’s Karriere als Underdog der Industrie. Erst später folgten mit Myth und Marathon 2 die ersten Spiele für den heimischen Spiele-PC.

Im Jahre 2000 gab es dann jedoch den völligen Richtungswechsel nachdem der US-Riese Microsoft Bungie übernahm. Vorbei waren die Zeiten als kleiner Entwickler. Für Bungie begann nun die Zeit als Teil der Microsoft Game Studios und somit auch eine Veränderung und Umdenken. Zu dieser Zeit fokusierte Microsoft nämlich viele Ressourcen auf den Aufbau der Xbox Marke und die Veröffentlichung der Direct X Box – die später nur als Xbox bekannt wurde.

Unter Microsoft entwickelte Bungie eine der erfolgreichsten Shooter-Marken für die Xbox. Mit Halo gelang Bungie im Jahr 2001 der kommerzielle Durchbruch und auch ihre Zukunft war hierdurch gesichert. Die Abenteuer des Master-Chiefs, seiner Truppe und Cortana begeisterten Millionen von Spielern und das nicht zuletzt durch das das wunderbare Design, das erschaffene Universum und nicht zuletzt das Gunplay. Selten fühlte sich ein Shooter auf einer Konsole so gut an und die Steuerung so präzise. Wer mit den Master-Chief Aliens wegballerte der hatte einfach Spaß daran und das war eindeutig Bungies verdienst.

Trotz dem Erfolg der Halo Reihe trennten Bungie und Microsoft sich 2007. Die Halo Marke blieb bei Microsoft und wird seitdem von dem internen Studio 343 Industries weitergeführt und Bungie ging 2010  eine Partnerschaft mit dem Publisher Activision ein und stellte sich einer neuen Herrausforderung: Destiny!

Destiny war geboren

Mit Destiny stand Bungie wieder am Anfang und erneut vor der Aufgabe ein eigenes, glaubwürdiges Universum zu entwickeln. Mit Publisher Activision im Rücken hatten sie dazu die entsprechenden Mittel, das Budget und eine riesen Marketing-Kampange.

Bereits in der Beta konnte man feststellen das Bungie nichts verlernt hat und das Gameplay von Destiny perfekt für die Konsolen ist. Auch das Artdesign des Spiels, die Umgebungen ,Charaktere und Welten gehörten nicht zum Problem des Spiel.

Die Probleme der Marke Destiny sind ganz andere, die sich jetzt leider auch in Destiny 2 wiederfinden. Destiny hatte zwar seit Tag 1 ein solides Gameplay Gerüst, jedoch fehlte es den Spielern an Tiefe. Die Handlung war ziemlich vorhersehbar, die Charaktere öde und langweilig und der Content im Endgame fehlte. Zwar konnte man sich aufgrund des soliden Gameplays eine treue Fanbase aufbauen, die Destiny auch heute noch bis zum Tod verteidigen, doch eine fader Beigeschmackt bliebt trotzdem.

Bungie hatte schlichtweg noch keine Erfahrung mit einen Online-Shooter im MMO Bereich gemacht. Genau das versprach der Publisher Activision jedoch in zahlreichen Marketing Kampangen – ein Marke die genug Stoff für 10 Jahre liefert.

Fehler der Vergangenheit

Schaut man nun auf Destiny 2, so könnte man sagen das Bungie Gamedesign verlernt hat oder vergessen hat den Spielern klar zu kommunizieren für was ihr Spiel steht.

In Halo wussten sie noch genau was sie tun, da sie auf jahrelange Erfahrung zurückblicken konnten. Sie wussten von vorn bis hinten wie die Mechaniken im Spiel gestalltet werden müssen, damit am Ende eine tolle Spielerfahrung herrauskommt.

Destiny 2 bietet zwar viele Verbesserungen in der Inszenierung der Handlung, bei den Charakteren und auch beim Content, jedoch hat es Bungie immer noch nicht geschafft das Spiel so zu gestallten, dass Hardcore-Spieler auch dranbleiben.

Dies liegt vor allen an einen groben Fehler im Gamedesign. Habt ihr das Endgame erreicht so geht es nur noch um euer Lichtlevel. Dieses könnt ihr ab einen bestimmten Punkt nur noch mit den wöchentlichen Aufgaben im Spiel erhöhen, da ihr nur dort die mächtige Ausrüstung bekommt die ihr benötigt. So kämpft ihr euch also durch Strikes, Raids, erledigt Herrausforderungen und Flashpoint Aktivitäten und das Woche für Woche. Klingt erstmal toll. Doch leider fehlt hier (aktuell) die Abwechslung!

Was passiert jedoch wenn ihr die wöchentlichen Aufgaben erledigt habt? Richtig. Nichts! Destiny 2 ist eher für Casual-Gamer Design wurden oder eher für Spieler die nur 1-2 mal in der Woche Zeit für das Spiel haben. Ihr setzt euch hin, arbeitet die Aufgaben Woche für Woche ab und dann bietet euch das Spiel rein gar nichts mehr.

Destiny 2 ist für den arbeitenden Papa der nur Abends oder am Wochenende Zeit hat, für all diejenigen die nicht zu viel Zeit ins Spiel investieren können, da ihr Privatleben vorgeht.Das wäre im Prinzip auch völlig ok,denn nicht jeder hat die Zeit für das Spiel.

Spieler die darüber hinaus noch mehr Zeit in das Spiel investieren werden nicht belohnt und das ist einer der größten Fehler die im Gamedesign passieren können: Spieler für ihr Mühe auch noch zu bestrafen. Daher ist es klar das viele dem Spiel bereits jetzt den Rücken zu drehen, denn diese Spieler sagen sich “ Warum das Ganze? Bring doch eh nichts“

Anders als damals bei Halo scheint Bungie noch nicht wirklich angekommen zu sein, im Genre zu experimentieren und zu schauen wo die Reise mit dem „Casual-Konzept“ hingeht.

Es bleibt nur zu hoffen, dass das Live Team diese Fehler bemerkt und mit Content dafür sorgt das auch die treue Fanbase in Destiny 2 wieder belohnt wird, denn ansonsten wird Bungie in diesen Genre wohl nie wirklich ankommen.

 


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