Destiny 2 – Anthem und Destiny im Gameplay-Vergleich

Seit der Ankündigung von Anthem bezeichnen viele Spieler es als „Destiny-Killer“ und sehen das Ende des kompletten Franchise. Wir konnten uns innerhalb der VIP-Demo nun das erste Mal selbst einen Eindruck von Anthem verschaffen und möchten euch erklären worin sich die beiden Spiele im Gameplay unterscheiden und was Anthem anders macht als Destiny.

Unser Videobericht

Die Anthem Demo in der Vorschau

In einem früheren Beitrag haben wir bereits angemerkt das Anthem und Destiny zwar Überschneidungen in ihrer Zielgruppe haben, aber dies nicht den Tod von Destiny bedeuten muss.
Dabei konnten wir allerdings nicht auf das Gameplay von Anthem eingehen, da wir das Spiel selbst noch nicht testen konnten. Das hat sich nun geändert.

EA hat uns freundlicherweise einen Anthem Anspielcode zur Verfügung gestellt und so konnten wir uns das erste mal einen eigenen Eindruck vom Spiel machen. Dabei wurde nochmal klar wie wunderbar erfrischend das Gameplay ist und das die zahlreichen Destiny-Vergleiche nur auf Oberflächligkeiten beruhen. Wer Anthem das erste mal spielt wird schnell merken , das es eine komplett andere Richtung einschlägt !

Beide Spiele teilen sich Gemeinsamkeiten, aber verfolgen dennoch andere Ziele und sprechen demnach wohl auch verschiedene Zielgruppen an. In der Anthem VIP-Demo konnten wir alle 4 Standard Javelin-Exosuits ausprobieren. Für diese Vorschau beschränken wir uns allerdings auf den Ranger und Storm Javelin, da wir diese am meisten gespielt haben.

 

Auf ins Abenteuer

Zum Start der Demo erhalten wir einen Piloten, der bereits auf Level 10 ist und befinden uns mitten im Spiel. Eine Einleitung gab es hier nicht.Ähnlich wie auch in Destiny gibt es hier ein Piloten Level und ein extra Level für unsere Ausrüstung. Dies kann man wunderbar mit dem Power-Level aus Destiny 2 vergleichen.

Einmal angekommen befinden wir uns direkt im Social Hub des Spiel. Hier treffen wir auf NPC’s , nehmen Missionen an und Rüsten unseren Javelin für die nächste Schlacht auf. Andere Spieler , wie im Turm von Destiny 2, gibt es hier leider nicht. In der Vollversion soll es jedoch einen Multiplayer Hub für bis zu 16 Spieler geben.

Hier fällt einem direkt die wunderschöne Grafik des Spiels ins Auge. Wenn man Anthem eines anerkennen muss, dann ist es die hohe Grafikqualität und der Detailgrad der Spielwelten, die man in der Demo besuchen kann. Es kam jedoch oftmals auch zum Absturz des Spiels und manchmal waren wir Ewigkeiten im Ladenbildschirm des Spiels. Hier sollte jedoch angemerkt werden, das bei der Demo Version ungefähr 6 Wochen Bugfixing fehlen. Laut Entwickler sind diese Fehler im finalen Spiel nicht vorhanden.

 

Eine Javelin und kein Hüter

Sind wir dann endlich bereit können wir uns in unseren Anzug setzen. Hierbei ist es nochmal wichtig zu wissen, dass Anthem komplett auf eine Klassensystem verzichtet. In Destiny haben wir unsere 3 klassischen Hüter mit ihren speziellen Fähigkeiten im Fokus. Hierdurch werden ganz einzigartige Klassen mit Wiedererkennungsmerkmalen geschaffen. Allerdings trifft man hier eine endgültige Entscheidung. Wer einmal einen Warlock gewählt hat, der kann im Laufe des Spiels nicht einfach wechseln, sondern muss sich einen komplett neuen Charakter aufbauen und die ganze Story nochmal durchspielen. Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

In Anthem schlüpfen wir Anfangs in einen Ranger-Anzug. Dieser ist der klassische Allrounder und gerade für Neueinsteiger des Spiel wohl sehr empfehlenswert. Im späteren Verlauf schaltet man noch einen zweiten Javelin frei. Ich habe mich hierbei für den Storm entschieden. Dieser ist eine Art Magier-Exosuit, mit dem ich Feuerangriffe ausführen kann oder meine Gegner zu Eis verwandele. Vor dem Start einer jeden Expedition kann man die verschiedenen Javelins auswählen und bis ins kleinsten Detail anpassen.

Mit jeden einzelnen Anzug kann man verschiedene Loadouts erstellen und sie sehr detailverliebt an die eigene Spielweise anpassen. So kann man sich Mission für Mission seinen passenden Javelin aussuchen und ist jedoch an keinen der Anzüge auf ewig gebunden, sondern lediglich für die Dauer einer kompletten Expedition. Die Auswahl trifft man hier übrigens immer einzeln. Im Free-Roam können wir die Welt frei erkunden und ansonsten wählen wir jede Mission auf der Karte einzeln aus. Das kommt dem Prinzip aus Destiny 1 ziemlich nahe.

 

Gameplay der besonderen Art

Nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen haben geht es nun endlich in unsere erste Mission. Hier waren in der Demo klassiche Nebenmissionen und eine Art Strike anspielbar.
In den normalen Missionen ging es hauptsächlich darum mit unseren Freelancer-Trupp auf Jagd zu gehen, fiese Gegner zur Strecke zu bringen, Punkte zu kontrollieren und andere zu retten. Wir bewegen uns dazu innerhalb der Spielwelt mit unseren Javelin fort und fliegen den größten Teil der Zeit durch die Gegend, ballern Gegner aus der Luft ab und lassen jede Menge Zeug in die Luft fliegen. Anthem bietet ein sehr schnelles, direktes und vertikales Gameplay. Die Bewegungen sitzen nach einiger Zeit und es wird zur völligen Selbstverständlichkeit, dass wir in der Luft fliegen und zusammen mit unserem Team alle Gegner ins Visier nehmen.

Hier unterscheiden sich Destiny und Anthem wohl am stärksten. Wo Destiny mehr „Boots on the Ground“ – Gameplay bietet, setzt Anthem auf eine völlig andere Spielweise.
Auch das Gunplay bekommt hier durch die verschiedenen Javelin-Fähigkeiten eine völlig andere Bedeutung . Sicherlich kann das Spielgefühl der Waffen nicht mit den Shooter-Veteranen von Bungie mithalten, doch das muss es auch gar nicht, da es gut genug ist und wir primär sowieso eher unsere Fähigkeiten einsetzen als die ganze Zeit auf Gegner zu schießen. Beides lässt sich super miteinander kombinieren und wird zusammen zu einem großten Teil des Gameplays von Anthem. Dazu gesellen sich Spezialangriffe die es ordentlich krachen lassen!

Dadurch enttstehen bombastische Kämpfe , bei denen uns fast immer etwas um die Ohren fliegt und wir sind darauf bedacht unsere Fähigkeiten richtig einzusetzen. Kombinieren wir diese und zünden unseren Gegner an, nachdem wir ihn vorher eingefrohren haben, so teilen wir automatisch mehr Schaden aus.

Ein weiteres Highlight war die Festungs-Mission im Spiel. Wie oben bereits erwähnt kann man dies am ehesten mit den Strikes aus Destiny vergleichen. Wir kämpfen uns über ca. 20 Minuten durch verschiedene Gebiete und Gegner-Horden, um dann am Ende, nach dem Ausführen einiger Mechaniken, zu einem Bossgegner zu gelangen. Bei diesen hilft kein einfgaches Geballern, sondern wir müssen uns eine kleine Taktik überlegen und gleichzeitig noch mit den anderen Gegner fertig werden, die uns nebenbei das Leben zur Hölle machen.

 

Fazit

Anthem und Destiny sind zwei komplett andere Spiele. Das steht spätestens nach dem Anspielen der VIP-Demo fest. Sicherlich spielen beide in einem Sience-Fantasy Setting und in beiden Spielen geht es primär darum zu grinden und immer besseren Loot zu erhalten, doch das Gameplay beiden Spiele spricht eine komplett unterschiedliche Sprache.

Destiny ist für all die Shooter Freunde , die den Grind lieben aber sich auch gerade wegen den besonderen Klassen und Waffen immer wieder einlöggen um neue Abenteuer zu erleben.
Antehm bietet hingegen ein vertikales Gameplay für Freelancer, die Action lieben und es gar nicht abwarten können mit den verschiedensten Fähigkeiten der Javelins herumspielen zu können.

Zwei Spiele, die einzigartig sind, im Geiste verwandt und dennoch so verschieden und fazinierend zu gleich. Ich wünsche Anthem einen erfolgreichen Launch, denn gute Spiele können wir immer gebrauchen!

 

Wir seht ihr das ? Werdet ihr Anthem eine Chanche geben und Destiny trotzdem weiterspielen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare oder auf Twitter.

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