Destiny 2 – Anbieter von Cheating-Tools muss nach Entwickler Klage schließen

Es kommt selten vor, dass sich konkurrierende Entwickler zusammenschließen. Doch hin und wieder kämpfen sie für das gleiche Ziel. Wie auch im Falle Bungie („Destiny 2„) und Riot Games (u.a „League of Legends“ und „Valorant“). Denn diese beiden Entwickler ziehen nun gegen einen Anbieter von Cheating-Tools vor Gericht und konnten sogar erste Erfolge erzielen.

Darum geht’s

Cheater sieht keiner gerne. Sie kaufen sich oft Tools von dubiosen Websites, mit welche die Spielmechaniken umgangen werden kann. Dadurch haben sie einen nicht vorgesehen Vorteil im Spiel.

No way Cheater!
Bleibt fair und nutzt keine Cheats!

Nun schließen sich zwei etablierte Entwickler (Riot Games und Bungie) gegen den Anbieter „GatorCheats“ zusammen. Dieser Anbieter ermöglicht seinen Kunden, einen Zugang zu Cheating-Tools verschiedener Online-Games, u.a auch Destiny 2.

Klage bereits eingereicht

Bereits am vergangen Freitag, dem 8. Januar 2021, ging eine gemeinsame Klage der Entwickler beim „Central District of California Court“ ein- so das Magazin Polygon. In dieser fordern die Anwälte der beiden Kläger:

  • Schadensersatz für die entstandenen Schäden. Diese belaufe sich nach Angabe der Entwickler auf mehrer Millionen Dollar.
  • GatorCheats.com soll stillgelegt werden, so dass keine weiteren Cheating-Tools verkauft werden können.
  • Alle zugehörigen Accounts und Websites sollen ebenfalls ihren Betrieb einstellen. Dabei beziehen sich die Anwälte auf Social-Media-Account und Partnerseiten.

Die komplette Anklageschrift könnt ihr natürlich auch selber einsehen. Der Betreiber von GatorGames, Cameron Santos, wird zudem zivilrechtlich angeklagt.

Was sind das für Cheats?

Tools von GatorGames werden weder von Bungie noch von Riots Anti-Cheat-Programmen erkannt. Sogar Riots Sicherheitsprogramm „Vanguard“, welches als sehr gründlich beim Erkennen von Schummeltools gilt, kann mit den Cheats ausgetrickst werden.

Riot gegen Cheating-Tools - Valorant
Auch Valorant plagen Probleme mit Cheatern (Bildquelle: playvalorant)

Verkauft wird das volle Programm. Von Aimbots (automatisches Zielen) bis Wallhacks (Gegner durch die Wände sehen) ist alles dabei. Im Spiel können Cheater diese dann individuell anpassen.

Die Preise für solche Tools sind ebenfalls alles andere als billig. Mit einer monatlichen Pauschale von 90 Dollar oder einem lebenslangen Abonnement von 500 Dollar können Cheater sich dort mit dem Paket „Gatorant“ Schummelsoftware für Valorant ersteigern.

Destiny 2 Tools sind deutlich billiger. Sie kosten bei einer drei monatigen Nutzung 100 Dollar und bei einem lebenslangen Abo 200 Dollar.

Die Preise werden ebenfalls als Grund in der Anklage aufgeführt. Denn durch die Cheats haben die Marken Destiny 2 und Valorant einen massiven Imageschaden erlitten, welcher mehrer Millionen betragen soll. GatorGames soll dabei bis zu einer sechsstelligen Summe an Einnahmen kassiert haben.

Valorant und Destiny 2
Wie stark beeinflussen Cheater das Spielerlebnis?

Nun müssen die ehrlichen Hüter und Agenten erst einmal abwarten, und auf ein Urteil der Richter und Jury zu ihre Gunsten hoffen.
GatorsGames selbst musste bereits auf die Klage Bungies und Riots reagieren. Die Internetseite ist nun offiziell offline (stand: 13. Januar 2021).

Wie steht ihr zu Cheatern und den Anbietern hinter den Tools? Wie groß sind die Schäden für Destiny 2 und Valorant? Teilt uns eure Gedanken doch gerne auf Twitter oder Facebook mit oder nutzt doch einfach die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag. Wir freuen uns auf eurer Feedback.

Bis dahin bleibt cheatfrei!

Habt ihr das schon gelesen?

Quelle(n): WinFuture / Polygon / playvalorant / Scribed / mein-mmo