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Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 4: Eris Morn

Destiny ist ein Mysterium. Ihr liebt Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln. Hier nun die Fortsetzung.

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Ist schon wieder eine Woche herum? Dann wird es Zeit, das nächste Kapitel im Destiny-Universum aufzuschlagen. In Kapitel 4 wollen wir uns dieses Mal mit einer Person beschäftigen. Destiny 1-Spielern wird sie ein Begriff sein: Eris Morn. Wer ist sie und was oder wer verbirgt sich hinter diesem Namen?

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Zunächst einmal – damit niemand im Unklaren gelassen wird – beschäftigen wir uns mit der Frage, um wen es sich bei Eris eigentlich handelt:

Eris Morn: eine kurze Biografie

Eris Morn ist ein mysteriöser Charakter aus Destiny 1. Die Veteranen unter euch werden sich sicher noch an sie erinnern. Aufgetaucht ist sie mit dem DLC  „Dunkelheit lauert“. Sie war ein Teil des ersten Einsatztrupps, der den Sohn von Oryx, Crota, besiegen sollte. Dazu musste sich der sechsköpfige Trupp in die Tiefen des Höllenschlundes auf dem Mond hinab begeben. Auf ihrer Mission wurden alle Mitglieder ihres Einsatztrupps getötet und Eris war die einzige Überlebende.

Daraufhin versteckte sie sich jahrelang in den Tunneln des Mondes, auch um die Schar zu studieren, bevor sie zur Stadt zurückkehrte um uns im Krieg gegen Oryx zu unterstützen. Seit dem Fall des Turmes durch den Angriff der Rotlegion ist Eris Morn unauffindbar.

Wusstet ihr eigentlich, dass uns Charaktere aus Destiny 2 bereits in den Grimoire-Karten aus Destiny 1 begegnet sind? Eris begegnete bereits in Destiny 1 dem Gelehrten Asher Mir, den wir als Ansprechpartner vom Planeten Io kennen:

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Geist-Fragment Eris Morn

Das Lazarett des Turms lag ruhig. Es mag sein, dass Hüter ununterbrochen im ganzen System im Einsatz sind, aber selbst im Herzen der Letzten Stadt gibt es manchmal … Stille.
Der männliche Erwachte lag auf seinem Bett wie ein zerbrochenes Objekt. Maschinen überwachten jede seiner Bewegungen und seine körperliche Verfassung. Das stete, ruhige Schlagen seines Herzens war das vorherrschende Geräusch im Raum.
Ein kleines Fenster aus Transplex war in die Wand des Raumes eingelassen. Und dort schwebte, seltsam ruhig, ein Geist. Sein einziges rotes Auge spiegelte sich in der Innenseite des Fensters. Ein konstantes, rotes Leuchten.
In der Ecke des Raumes stand ein Stuhl. Billig und mit einer Vinyl-Sitzfläche hätte dieser Stuhl ein Relikt aus dem Goldenen Zeitalter sein können. Und plötzlich knarrte er.
Denn in der Stille gab es eine weitere, mäßige Quelle des Atems im Raum.
Eris Morn setzte sich wieder auf den Stuhl und ließ die dunklen Schleier ihrer Macht wieder mühelos in die Nacht fließen. Das grüne Leuchten ihrer Gestalt war ein starker Kontrast zur sonstigen Dunkelheit.
Fast beiläufig wandte sich der Geist vom Fenster ab. Für einen Moment schauten drei Augen in eines, bevor es wieder wachsam durch das Fenster blickte.
Mit einem unerbittlichen Gesichtsausdruck blickte Eris auf den Erwachten in seinem Bett.
Sein Name war Asher Mir.
Jähzornig. Lästig. Streitsüchtig. Sie hatte sogar gesehen, wie Ikora Rey in seiner Gegenwart …. ungehalten wurde. Ihre Mundwinkel zuckten fast unmerklich nach oben. Eine verwandte Seele, wenn sie je eine gehabt hätte.
Ihr Lächeln erstarb, als ihr Blick auf seine Seite fiel. Seine Warlock-Kleidung war ihm ausgezogen worden, und so konnte sie seine nackte, blaue Brust sehen, die sich im Bett hob und senkte. Sein Arm. Sein Arm war verschwunden.
An seiner Stelle war ein Ding. Dort, wo die Mechaniken auf das Fleisch trafen, war der Anblick grausig, aber der Stil war für jeden Hüter, der im Feld war, unverkennbar: Asher Mirs Arm war ein Vex-Konstrukt.
Ihre Augen schnellten zum Geist beim Fenster. Auch er war verändert. Die unverkennbaren Linien der Vex-Technologie hatten die Hülle des kleinen Wächters überzogen und durchdrungen. Dieses rote, starrende Auge …
Sie stand auf und ging an die Seite des Bettes.
Ihre Stimme war sanft, ruhig, doch ihr Klang erfüllte die Stille des Raums.
„Ich gehe jetzt, mein alter Freund.“
Der Mann im Bett rührte sich nicht.
„Bald verlasse ich diese …“ – sie hob ihre Hände und beschwor das Lazarett, die Stadt, den Turm, die Erde – „… Lüge.“
Sie legte eine behandschuhte Hand auf den Rücken seiner blauen Hand aus Fleisch und Blut. „Ich wünschte, dass du und ich noch einmal hätten sprechen können. Doch meine Geschichte hier ist beendet. Ich habe die gerächt, die ich verloren habe. Meine Suche …“
Sie hielt inne, und unter der Binde über ihrem Gesicht schlossen sich ihre drei Augen. Für einen Moment ließ sie die dunklen Tränen, die endlos über ihr Gesicht flossen, zu. Ihre Augen öffneten sich wieder und ihre Macht loderte in der Dunkelheit.
„Ich muss einen neuen Weg durch die Nacht finden. Die Schar ist gewaltig und aus alter Zeit. Eine Macht, die weit jenseits unseres Reiches rührt. Sollten wir ihnen jemals gegenüberstehen wollen, ihrem Hass ein Ende setzen wollen, dann muss ich die Sicherheit der Stadt verlassen.“
Sie hob ihren Kopf und schaute durch das Fenster gen Horizont. Ihr Blick wanderte zur unermesslichen Weite des Walls, dem Rande der menschlichen Reichweite.
„Bleib wachsam, Schriftgelehrter Gensym. Ein Sturm zieht auf. Und ich werde nicht an deiner Seite sein, wenn er unsere Ufer erreicht.“
Mit diesen Worten und ihrer gesammelten Macht verschwand sie.
Der Raum war wieder still. Der Herzschlag des Erwachten schallte von den Maschinen wie ein Echolot. Und der Geist starrte in die Nacht, ohne mit seinem roten Auge zu blinzeln.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Thema, nämlich der Mythologie zu diesem Thema. Denn der Name Eris findet sich auch im anderswo wieder.

Das Mysterium hinter dem Namen Eris

Eris ist altgriechisch und steht für Streit und Zank, daher ist sie auch die Göttin der Zwietracht und des Streites. Sie ist Tochter der Nyx, einer der fünf direkt aus dem Ur-Chaos entstandenen Götter. Eris wurde auch aus der griechischen in die römische Mythologie als Discordia („Zwietracht“) übernommen.

Der Name Eris ist bekannt durch den goldenen „Apfel der Zwietracht“ (den sprichwörtlichen „Zankapfel“ oder „Erisapfel“), den die Göttin auf der Hochzeit des Peleus und der Thetis, zu der sie nicht eingeladen war, unter die Gäste warf. Auf diesem Apfel war „der Schönsten“ eingraviert.  Aphrodite, Athene und Hera begannen um den Apfel zu streiten. Auf den Rat des Zeus führte Hermes die drei zu Paris, dieser solle ihn der schönsten der drei Göttinnen geben. Paris entschied sich für Aphrodite, die ihm die schönste Frau der Welt versprach.

Es erwies sich aber danach, dass sie bereits verheiratet war: Helena, die Frau des Königs von Sparta Menelaos. Ihre Entführung durch Paris löste dann den Trojanischen Krieg aus.

Epilog

Und schon haben wir wieder des Ende des Kapitels erreicht. Ja, die Machenschaften der Eris begegnen uns häufig auch im realen Leben. Wir hoffen, dass euch auch dieser Ausflug in die Mythologie gefallen hat.

Seid dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: Nachfolgend haben wir alle bisher erschienenen Kapitel noch einmal aufgelistet.

Kapitel 1 – Die Kabale

Kapitel 2 – Die Vex

Kapitel 3 – Die Schmieden

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 4 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 5 widmen? Ihr könnt gerne wieder mitbestimmen. Schreibt uns eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!


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Über Angel_Dust

Ich bin Baujahr 71 und leidenschaftliche Zockerin, am liebsten Destiny, aber auch The Division. beide Spiele zocke ich seit Release. Wenn ich nicht gerade an der Konsole sitze bin ich Selbstständig. Mein zweites Leben ist dem Mittelalter verschrieben.

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