Destiny 2 ist erfolgreich wie nie zuvor

Das Game hat bereits eine lange und erfolgreiche Geschichte hinter sich, doch der Erfolgslauf von Destiny 2 geht unvermindert weiter. Dabei hatte der Entwickler Bungie zuletzt für Ärger gesorgt. In der 15. Season hatten die Programmierer einen neuen Ausrüstungsgegenstand hinzugefügt. Damit erzielten die Jäger einen ungewöhnlichen Spielstil.

Doch nicht alle von uns waren davon begeistert. Nun hat Bungie reagiert und die sogenannten „Radiant-Dance-Machines“ wieder deaktiviert. Dem Erfolg des Games tat dieser Fehltritt keinen Abbruch. Die Userzahlen auf Steam steigen weiterhin kontinuierlich an.

Zwar waren die Schuhe ein mächtiger Gegenstand für die Jäger-Klasse, doch sie kamen eben nicht besonders gut an. Das ist erstaunlich, schließlich kannten wir sie bereits aus Destiny. Doch sie haben in der Zwischenzeit ihren Zweck verändert.

Ursprünglich verliehen sie eurem Charakter noch mehr Bewegungsgeschwindigkeit, wenn ihr ein Visier benutzt habt. Doch in Destiny 2 sorgten sie dafür, dass ihr die Fähigkeit zum Ausweichen öfter benutzen konntet. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ihr in der Nähe eines Gegners seid.

Problem gelöst

Doch der neue Gegenstand verursachte Probleme mit anderen Gegenständen. Das sorgte vor allem im PvP-Modus für Probleme. Bungie hat die Gamer nun erhört und die Radiant-Dance-Machines-Schuhe im PvP- und im Gambit-Modus deaktiviert. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich ist Bungie ein höchst erfolgreiches Studio. Die Superhits der letzten Jahre geben den Machern recht.

Bungie kann in seiner Geschichte auf zahlreiche Meilensteine zurückblicken. Das schaffte jenes Vertrauen, das notwendig war, um Destiny auf die Beine zu stellen. Immerhin investierte der Game-Verlag Activision gewaltige 500 Millionen Dollar in das Game. Das ist doppelt so viel, wie ein teurer Kino-Blockbuster aus Hollywood kostet.

Künstliche Intelligenz nimmt Rücksicht

Dieses Risiko hat sich rückblickend gelohnt, denn Destiny spielte seine enormen Kosten schon am ersten Verkaufstag wieder ein. Bungie beschäftigt heute rund 750 Angestellte und setzt dabei auf die neueste Technologie.

Dabei machte der Entwickler eine Erfahrung, die viele Hi-Tech-Unternehmen heute für ihre Produkte einsetzen. Beim Programmieren des Superhits Halo für Microsoft, stellte Bungie fest, dass Menschen nur dann gerne mit einer Künstlichen Intelligenz interagieren, wenn diese in ihrem Verhalten Menschen ähnelt.

Schließlich reicht es schon lange nicht mehr, wenn die Künstliche Intelligenz einfach nur Rechenaufgaben oder automatisierte Tasks übernimmt. Sie kann mittlerweile die menschliche Wahrnehmung imitieren und damit in verschiedenen Spielen gegen menschliche Gegner antreten. In 2016 gewann eine KI sogar gegen den Weltmeister in Go. Interessanterweise ist dies bei anderen Spielen, wie Poker, noch in weiter Ferne, da es als Spiel mit sogenannten „unvollständigen Informationen“ gilt, die sich dem Blickfeld entziehen.

Das Season-Modell entpuppt sich als Erfolg

Der Einsatz von hoch entwickelter Technologie in Kombination mit innovativen Programmierern macht sich für Bungie weiterhin bezahlt. Destiny 2 ist mittlerweile so erfolgreich wie nie. Pünktlich zum 4-jährigen Jubiläum hat sich das erfolgreiche Game auf Steam als eines der spielerstärksten etabliert. Damit trotzt Destiny 2 zahlreichen Unkenrufen im Netz, denn die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Interessanterweise lockt gerade das stellenweise verhasste Season-Modell mehr Zocker an. Doch seit Destiny 2 auf Steam umgezogen ist, steigt seine Popularität immer weiter an. Waren bei der Season 13 im Februar 2021 noch rund 132.000 Spieler gleichzeitig mit dabei, so stieg die Zahl in der Season 14 bereits auf rund 158.000. Die neue Season 15 erlebte gar 178.000 Teilnehmer gleichzeitig. Diese Zahlen wurden bisher nur zweimal übertroffen.

Regelmäßig in den Top 10

Beim Release der Erweiterung „Beyond Light“ waren im November 2020 unglaubliche 242.000 Zocker mit dabei, die Wiedereröffnung des Kult-Raids „Gläserne Kammer“ im Mai 2021 ließen sich rund 188.000 nicht entgehen. Damit befindet sich Destiny 2 auf Steam regelmäßig in den Top-10-Games. In Spitzenzeiten schafft es das Game sogar in die Top-5.

Die Gründe für den Boom liegen auf der Hand. Einerseits ist Destiny 2 seit rund zwei Jahren im Free-2-Play-Modus spielbar. So kann sich jeder Interessierte schnell einen eigenen Eindruck verschaffen. Andererseits setzt Destiny 2 verstärkt auf eine Mischung aus Nostalgie und neuen Inhalten. Das kommt offensichtlich gut an.

Frische Inhalte sind oftmals kostenlos, gute Beispiele dafür sind der aktuelle Dungeon und die „Gläserne Kammer“. So bekommen wir in jeder Season neue Ausrüstung und manchmal sogar Exotics aus dem Season Pass. Die Story überrascht mit neuen Wendungen und folgt damit dem Serienprinzip.

Zuletzt enthüllte Bungie die nächste Erweiterung „Witch Queen“. Diese hat schon jede Menge Hype erzeugt und verpasste Destiny 2 einen ordentlichen Verkaufsschub. Damit sollte die Zukunft fürs Erste gesichert sein.