Allmacht

Destiny 2 – Live-Event – Saison endete mit einem spektakulären Knall

Saison 10 ist seit Samstag Abend Geschichte. Lange haben wir gerätselt, wie die Saison der Würdigen wohl enden wird. Wo viele Spieler eine kurze, aber dramatische Cutszene erwartet haben, überraschte uns Bungie mit einem aufwendigen Live-Event. Über einen größeren Zeitraum konnten wir gemeinsam Rasputins Angriff auf die Allmacht beobachten. Kurzum, die Allmacht ist nicht mehr. Alles, was ihr zu dem besonderen Event wissen müsst oder was ihr verpasst habt, lest ihr hier. Ein Gemeinschaftsartikel unserer Redakteurinnen Siare1009 und Angel Dust.

Destiny 2 Live-Event
Eine überraschend nahe Allmacht gab es zu Beginn des Events im Turm zu sehen.

Live-Event läutet das Ende von Saison 10 ein

Was war eigentlich der Anlass dieses Events? Ein kleiner Rückblick:

Die größte Bedrohung der Menschheit war in den vergangenen Monaten ganz klar die Allmacht, welche sich unaufhaltsam auf die Erde und die letzte Stadt zubewegte, mit dem einzigen Ziel, diese zu zerstören. Auf den Weg gebracht von wenigen letzten verbliebenen Kabalen, die aufgrund der steten Niederlagen ihrer Fraktion nichts mehr zu verlieren hatten und zum großen Endschlag ausholen wollten. Diese Rechnung hatten sie aber ohne Rasputin, dem Kriegsgeist gemacht. Die gesamte Saison 10 über haben die Hüter hart daran gearbeitet Rasputins Waffensysteme aufzupolieren, um es ihm zu ermöglichen die Allmacht zu zerstören. Und das tat er, auch wenn viele Hüter Zweifel an der Loyalität des Kriegsgeistes hatten. Denn, wenn wir uns erinnern. Lange Zeit schwieg Rasputin, achtete gar nicht auf uns. Verfolgte vielleicht sogar eigene Ziele.

Wie das erste Live-Event in der Geschichte von Destiny ablief: ein Augenzeugenbericht

Am Samstag, dem 6. Juni, um kurz vor 19 Uhr, (einige schon eher) begannen wir Hüter damit, uns auf dem Turm zu versammeln. Ob nun bei Zavala oder auf Ikoras Pavillion, schnell begannen wir, uns die besten Plätze zu sichern. Mit Spannung betrachteten wir die Allmacht, welche bedrohlich nah über der Stadt schwebte und die Sonne verdunkelte. In den letzten Monaten hatten die Spieler alle gemeinsam daran gearbeitet, den Kriegsgeist Rasputin bzw. seine Waffensysteme aufzuladen, um mit seiner Hilfe die Zerstörung der letzten Stadt abzuwenden. Nun war es endlich Zeit für den Angriff.

Destiny 2 Live-Event
Nicht nur die Hüter beobachteten das Geschehen

19 Uhr … los gehts oder doch nicht?

Punkt 19 Uhr richteten wir unserer Augen also gen Himmel und betrachten gespannt die Allmacht und die Umgebung. Allerdings geschah erst einmal nichts. Das verunsicherte einige Hüter. Hatte man bei Bungie etwa vergessen auf den großen roten Knopf zu drücken? Hatte Rasputin es sich etwa anders überlegt? Doch es dauerte nicht lange, bis sich am Himmel etwas veränderte. Von rechts oben über der Allmacht begann sich ein Strahlen abzuzeichnen, was sich bei genauerem hinsehen als Rasputins Geschosse entpuppte. Nach einiger Zeit konnten wir die Strahlen auch von unten links her wahrnehmen.

Destiny 2 Live-Event
Sehr gut zu erkennen sind die einzelnen Detonationen der Projektile, welche Rasputin auf die Allmacht schoss.

Rasputin schickte immer mehr Mengen rot-leuchtender Projektile in Richtung des Kabel-Schiffes, welche langsam aber sicher mit diesem kollidierten. Nach und nach schien die Allmacht immer mehr Treffer abzubekommen. In ihrer Mitte, also in ihrem Kern veränderte sich die Farbe, was ein Indiz für die baldige Vernichtung war. Allzu lange mussten wir nun nicht mehr warten bis sie plötzlich mit einem gewaltigen Knall explodierte. Eine Explosion dieser Größenordnung gab es im Destiny-Universum bislang nicht, was das Ganze um so spannender machte.

Destiny 2 Live-Event

Die Überreste des ehemaligen Prunkstücks der Rotlegion bewegten sich in Form eines riesigen, brennenden Wracks in Richtung Erde. Mit einer gewaltigen Druckwelle kam sie in einiger Entfernung zum Turm auf dem Boden auf und erschütterte den Turm. Die Detonation war dermaßen gewaltig, dass wir diese im Turm deutlich zu spüren bekamen. Eindrucksvoll kann man nun das brennende Ungetüm und eine enorme Rauchwolke am Horizont beobachten, wenn ihr euch nach dem Spawn einmal um 180 Grad dreht.

Destiny 2 Das brennende Wrack der Allmacht
So spektakulär sieht die Absturzstelle aus. Eine dicke Rauchwolke steigt aus dem brennenden Wrack heraus.

Ein kleiner Kratzer am Turm, eine weitere Niederlage für die Kabale

Nun ist die Allmacht zerstört und eine weitere Gefahr abgewendet. Zwar ist der Turm nicht ganz unbeschadet davon gekommen, aber dieser Kratzer ist nichts im Vergleich zu dem, was hätte passieren können. In der Nähe von Zavalas Aussichtspunkt prangt nun ein Krater. Ihr könnt diesen inspizieren und ein Emblem abgreifen. Dieses nennt sich „Seraph-Flügel“. Bereits vor dem Event wurde dieses in den Datenbanken gefunden und laut der Beschreibung mit Rasputins Angriff in Verbindung gebracht. Dieses Emblem steht allen Hütern zur Verfügung unabhängig davon, ob sie das Event live verfolgt haben oder erst später zum Turm reisten.

Destiny 2 Seraph-Flügel
Seraph-Flügel. Dieses Abzeichen könnt ihr erhalten, wenn ihr den Krater in der Nähe von Zavala inspiziert.

Das Ganze könnt ihr gerne auch im Zeitraffer ansehen, denn auf dem offiziellen Destiny-Twitter-Account wurde ein tolles Video dazu hochgeladen:

Wie kam das Event bei den Hütern an?

Die Meinungen zum Event sind tatsächlich überwiegend positiv ausgefallen. Einzig allein die Länge wurde etwas bemäkelt. Viele sind der Ansicht das man das Ganze durchaus etwas weniger hätte in die Länge ziehen müssen. Denn insgesamt dauerte das Spektakel fast zwei Stunden.

Wir haben euch einmal auf Twitter gefragt wie ihr das Event bewerten würdet. Folgt dem Link zu den Antworten:

Auch Bungie selbst gab bereits Feedback dazu ab:

Vielen Dank! Ja, wir hören uns Feedback an. Dies war unser erster Versuch, so etwas zu tun. Es gibt viel zu lernen und zu verbessern, wenn wir so etwas jemals wieder tun.

Lars Bakken

Fazit von Angel_Dust

Sicher hätte man die Wartezeit durchaus etwas kürzer gestalten können. Aber: Es handelt sich hierbei um das erste Live-Event überhaupt in der Geschichte Destinys. Außerdem baute das Ganze eine enorme Spannung auf. Denkt einfach mal an einen Raketenstart, wie lange diese doch heute immer noch dauern. Ich persönlich fand es sehr interessant und gelungen. Gerade die gewaltige Explosion hat es mir angetan. Und ja, etwas fehlte mir tatsächlich. Ein Alarm oder auch die energische Stimme Rasputins aus den Lautsprechern.

Liebe Hüter, wie war euer Eindruck? Habt ihr teilgenommen? Wart ihr live dabei? Oder hat euch das Ganze so gar nicht interessiert? Wir sind neugierig auf eure Meinungen dazu. Schreibt uns. Entweder direkt in die Kommentare unter diesem Beitrag oder besucht uns ganz einfach auf Facebook oder Twitter.

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