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Destiny 2 – Scharlach und Valentin – Die Liebe hält Einzug

Das Scharlachevent und der Valentinstag stehen vor der Tür. Was das beides miteinander zu tun hat, das habe ich für euch zusammengetragen.

Heute Abend startet aktuell die Scharlachwoche, das Valentinstagsevent im Destiny-Universum. Was aber ist der Valentinstag? Warum ist er ein Tag der Liebenden? Und was hat das mit dem Scharlach-Event gemeinsam? Dem bin ich auf den Grund gegangen, denn ich bin eine hoffnungslose Romantikerin.

Das Scharlach-Event

Der Turm ist festlich geschückt, alles ist in der Farbe Rot bzw. Scharlach gehalten. Pünktlich zum Valentinstag am 14. Februar, startet heute Abend die Scharlachwoche, DAS Valentins-Event in Destiny. Ein ebenfalls gerne wiederkehrendes Event seit Destiny 1. Es geht darum, zusammen als Paar, Aktivitäten zu starten um einzigartige Prämien zu kassieren. Alle Infos hierzu findet ihr im folgenden Artikel, also alles zu den Belohnungen, Startzeit und so weiter:

Alle Infos zur Scharlachwoche zusammengefasst

Was aber hat die Scharlachwoche nun genau mit Valentin und dem Valentinstag zu tun? Das habe ich mir angesehen und das, liebe Leser, ist schon immer eine Geschichte der Liebe gewesen, aber lest selbst.  Nur wenige wissen, worauf dieser, mittlerweile schon fast als selbstverständlich betrachtete Brauch zurückzuführen ist. Ich habe für euch die passenden Infos zum Tag der Liebe zusammengestellt.

Englische „Valentine“-Grußkarte aus dem Jahr 1876

Der Valentinstag – Die Geschichte einer alten Tradition

Die Medien sind zu diesem Zeitraum voll mit Aktionen rund um den Valentinstag. Es wird Werbung für Blumen und Pralinen gemacht, Gedichte und Liebesbeweise werden in den Himmel gelobt – am Valentinstag gehört das einfach alles dazu. Viele halten den Valentinstag für eine Erfindung von Floristen und Juwelieren – aber das ist er nicht!

Valentin von Terni

Die Tradition des Valentinstages beruht nach heutiger Ansicht in erster Linie auf der Legende von Priester Valentin. Dieser war im 3. Jahrhundert nach Christus Bischof der italienischen Stadt Terni. In seiner Funktion als Priester soll Valentin Verliebte christlich getraut haben, darunter auch Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Den so von ihm frisch vermählten Paaren soll er zudem Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.

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Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Außerdem muss man wissen, dass das Christentum zu Zeiten von Priester Valentin verboten war. Insbesondere das Vornehmen von Trauungen nach christlichen Ritualen wurde als ein extremes Verbrechen angesehen. Aufgrund seiner christlichen Verfehlungen wurde Valentin auf Befehl des römischen Kaisers Claudius II. am 14. Februar 269 enthauptet. War Valentins Handeln zu Lebzeiten noch illegal, so wurde er später als Märtyrer heiliggesprochen, denn nur knapp 40 Jahre nach Valentins Tod wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben.

Der Hl. Valentin von Terni, Illumination einer mittelalterlichen Handschrift

Das römische Fest Lupercalia

Das Christentum wurde im Jahre 311 nach Christus offiziell von Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erklärt und musste sich erst etablieren. Das Volk musste dazu gebracht werden, den neuen Glauben anzunehmen und den dazugehörigen Gott zu verehren. Damals waren die Machthaber der Ansicht, dass es leichter geht, wenn dem Volk althergebrachte heidnische Feiertage und liebgewonnene Gewohnheiten nicht verboten, sondern einfach in den neuen Glauben übernommen werden.

Lupercalia

Ein sehr schönes Beispiel dazu war das römische Fest Lupercalia, welches auf den 14. Februar fiel. In Gedenken an die römische Göttin Juno, Schutzpatronin der Ehe und Frau des höchsten Gottes Jupiter, gingen junge Mädchen in den Juno-Tempel, um sich für die passende Partnerwahl ein Liebesorakel zu holen. Die Männer des Volkes zogen an diesem Tag Lose, auf denen Namen lediger Frauen geschrieben waren. Die gelosten Pärchen gingen am 14. Februar miteinander aus und bei manchen soll der Funke der Liebe übergesprungen sein. Bereits verheiratete Männer schenkten ihren Frauen an Lupercalia Blumen, um ihre Liebe zu bekräftigen.

Um diesen traditionellen Feiertag künftig für sich vereinnahmen zu können, musste das Christentum einen Heiligen finden, der von seinem Wirken her in etwa mit den Bräuchen von Lupercalia übereinstimmte und dem man gleichzeitig das Datum, den 14. Februar, zuschreiben konnte. Dieser Heilige war Priester Valentin, der am 14. Februar hingerichtet wurde und mit seinen guten Taten für die Liebenden der Göttin Juno sehr nahe kam.

So kam es, dass der römische Brauch und die Legende des Bischofs Valentin unseren heutigen Brauch vom Tag der Liebenden am 14. Februar geprägt haben.

Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / „Rome (Italy), Padlock at Ponte Palatino — 2013 — 3“ / CC BY-SA 4.0

Poesie zum Valentinstag 

Court of Love

Die erste Beschreibung des 14. Februar als jährliches Fest der Liebe erscheint in der Charter of the Court of Love. Die Charta, angeblich von König Karl VI. von Frankreich im Jahre 1400 in Mantes-la-Jolie herausgegeben, beschreibt große Festlichkeiten, bei denen Mitglieder des königlichen Hofes zugegen waren. Dazu gehörten ein Festmahl, Wettbewerbe zu Liebesliedern und -poesie, Turnierkämpfe und Tanz. Es existiert keine weitere Aufzeichnung des Hofes, und keine der in der Charta genannten Persönlichkeiten waren in Mantes-la-Jolie dabei, außer die Königingemahlin Isabeau de Bavière, die sich alles wahrscheinlich nur erwünschte, während sie auf die Pest wartete.

1383 veröffentlichte der britische Dichter Geoffrey Chaucer sein Werk “Parliament of Foules” (Parlament der Vögel). Das Gedicht, das wohl zur Valentinsfeier am englischen Königshof veröffentlicht wurde, beschreibt die Partnersuche der Vögel. Damals war der Glaube verbreitet, dass die Paarungszeit der Vögel regelmäßig im Februar ihren Lauf nahm. Diese romantischen Bräuche aus der Tierwelt (die “Vogelhochzeit”) nahmen sich bald auch die Menschen zum Vorbild, um ihre eigene Liebe zu zelebrieren und in Ehren zu halten. Der ursprünglich religiöse Charakter des Gedenktages, an dem der Heilige Valentin von Terni hingerichtet worden sein soll, rückte derweil in den Hintergrund.

Das älteste erhaltene Werk zum Valentinstag ist ein Rondeau von Herzog Karl von Orléans aus dem 15. Jahrhundert an seine Frau. Karl schrieb diese Zeilen während der Gefangenschaft im Tower of London nach der Schlacht von Azincourt im Jahre 1415.

„Je suis desja d’amour tanné,
Ma tres doulce Valentinée,“

„Ich bin schon krank vor Liebe,
meine süße Valentine,“

– Karl von Orléans: Rondeau VI, Zeilen 1–2

 

 

In englischer Sprache gelten die Paston Letters als ältestes Werk zum Valentinstag, die Margery Brewes ihrem künftigen Ehemann John Paston 1477 widmete:

 „my right well-beloved Valentine“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in William Shakespeares Hamlet (1600–1601) singt Ophelia:

„To-morrow is Saint Valentine’s day,
All in the morning betime,
And I a maid at your window,
To be your Valentine.
Then up he rose, and donn’d his clothes,
And dupp’d the chamber-door;
Let in the maid, that out a maid
Never departed more.“

„Auf morgen ist Sankt Valentins Tag,
Wohl an der Zeit noch früh,
Und ich, ’ne Maid, am Fensterschlag,
Will sein eu’r Valentin.
Er war bereit, thät an sein Kleid,
Thät auf die Kammerthür,
Ließ ein die Maid, die als ’ne Maid
Ging nimmermehr herfür.“

– William ShakespeareHamlet (1600–1601), Aufzug 4, Szene 5

Das Fest des heiligen Valentinus und Frühlingsbräuche

Seit dem 15. Jahrhundert wurden in England sogenannte Valentinspaare gebildet. Diese Paare schickten sich dann kleine Geschenke oder Gedichte. Englische Emigranten nahmen diese Tradition mit in die USA und führten sie dort weiter. Nach dem 2. Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten das Valentinstag-Prozedere mit nach Deutschland. In Nürnberg wurde 1950 der erste Valentinsball veranstaltet und der Valentinstag in Deutschland offiziell eingeführt.

Das Taipei 101 am Valentinstag 2006

Allgemein bekannt wurde der Valentinstag durch die vor dem 14. Februar verstärkt einsetzende Werbung der Floristik- und der Süßwarenindustrie. Weltweit gibt es die verschiedensten Bräuche und Zeremonien, aber eines haben sie alle gemeinsam. In allen Bräuchen rund um die Erde geht es um die Liebe. Nachfolgend noch ein paar Beispiele.

  • In Deutschland gehören Blumen nach wie vor zu den häufigsten Geschenken am Valentinstag. Allein zum Valentinstag 2018 transportierte die Lufthansa Cargo 800 Tonnen roter Rosen nach Deutschland.
  • In Italien treffen sich die Liebespaare meist an Gewässern oder auch Brücken. Dort wird oft ein sogenanntes „Liebesschloss“ angebracht. Darauf schreiben die Liebenden ihre Initialen, manchmal auch das Datum. Auf große Schlösser kleben die Paare oft sogar ein Foto. Dann werfen sie ihre Schlüssel ins Wasser und wünschen sich dabei etwas. Obwohl die Wünsche danach nicht geäußert werden sollen, wünschen sich die meisten die ewige Liebe gefunden zu haben.
  • In Portugal wird der Valentinstag Dia dos namorados genannt und bedeutet so viel wie „Tag der Liebenden“ oder „Tag der Verliebten“.
Der Valentinstag – hättet ihr’s gewusst? Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich bestimmte Traditionen und Bräuche über Jahrhunderte hinweg verändern und weiterentwickeln.  Was sagt ihr dazu? Kitsch? Romantik? Oder doch nur Geldschneiderei?  Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare, bei Facebook und Twitter.

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Über Angel_Dust

Ich bin Baujahr 71 und leidenschaftliche Zockerin, am liebsten Destiny, aber auch The Division. beide Spiele zocke ich seit Release. Wenn ich nicht gerade an der Konsole sitze bin ich Selbstständig. Mein zweites Leben ist dem Mittelalter verschrieben.

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