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Destiny 2 – Unser Test zum Si-Fi Shooter

Das Warten hat ein Ende und nach unzähligen Stunden haben wir genug in Erfahrung gebracht, um euch heute endlich einen finalen Test zum Spiel zu liefern.

Nach ungefähr 2 Wochen in der Welt von Destiny 2 ist es endlich Zeit das Spiel auf die Probe zu stellen. Versprochen wird eine epische Handlung mit großen Ausmaß und viele neue Welten und Aktivitäten. Wir verraten euch im Test ob Destiny 2 dieses Versprechen auch wirklich einlösen kann oder ob sich das kleine Debakel des Vorgängers wiederholt!

 

Ghaul kommt um das Licht zu stehlen

Mit dem Titel “ Die Heimkehr“ führt uns Destiny 2 ins Spielgeschehen ein und tatsächlich fühlt es sich für Spieler die den ersten Teil gespielt haben wie eine Rückkehr an altbekannte
Orte an.

Umso mitreißender ist es dann wenn man bemerkt das eben jener Ort von der finsteren Rotledgion und ihren Anführer attakiert wird.
Dominus Ghaul,Legionär, Zerstörer von Welten… nennt ihn wie ihr wollt, doch eins ist klar: Dieser Kabal will euch an den Kragen.

Zusammen mit seiner Armee überfällt er die letzte Stadt und will das Licht des Reisenden für sich beanspruchen.Im Laufe der Handlung verliert ihr dadurch all eure Kräfte und müsst euch neu formieren um Ghaul zu besiegen. Während ihr auf einer Farm unterkommt, die sowohl als Flüchtlingslager als auch Social-Hub in Destiny 2 fungiert, verstreuen sich die
Anführer Zavala, Cayde 6 und Ikora-Rey auf 3 unterschiedlichen Planeten.

Im Vergleich zum Vorgänger sind die sind dien Charaktere diesmal wesentlich symphatischer und besitzen viel mehr Persönlichkeit. Die Handlung und ihre Protagonisten stehen viel mehr im Vordergrund und lassen den Vorgänger alt aussehen.

Die Geschichte um den Verlust des Reisenden kann durchaus mitreißen, doch mehr als eine unterhaltende, gut inszenierte, aber dennoch sehr simple Gut gegen Böse Story solltet ihr hier nicht erwarten. An einige Stellen bedient man sich leider zu sehr an den großen Vorbildern des Si-Fi Genres und selbst Paralelen zu Star Wars sind an einigen Stellen klar erkennbar.

Die Hüter übernehmen jetzt

Doch bevor wir uns in all das Getümmel stürzen müssen wir erstmal einen Helden für unser Abenteuer erstellen.Habt ihr den Vorgänger gespielt könnt ihr euren Charakter aus dem ersten Teil problemlos übernehmen. All eure Fähigkeiten und auch Ausrüstungsgegenstände werden euch dabei jedoch nicht mehr zur Verfügung stehen.

Schade ist es das Destiny 2 im Charakter-Editor nichts neues anbietet und die Vielfalt sehr gering ausfällt.Wir wählen zwischen den 3 bekannten Klassen Warlock, Titan und Jäger, die sich hauptsächlich in ihren Super-Angriffen und Perks voneinander unterscheiden.

 

Warlock

Ist die „Magier“ Klasse in Destiny 2. Neben den alten Fokus-Fähigkeiten kommt hier die Dämmerklinge hinzu. Mit dieser Fähigkeit könnt ihr die Gegner mit einen Flammenschwert angreifen und dabei schweben.Außerdem könnt ihr ein heilendes Rift erzeugen und dient somit als Supporter Klasse.

Jäger

Wer eher auf etwas schnelleres Gameplay steht sollte sich für den Jäger entscheiden.Mit dem neuen Arkus-Akrobat-Fokus kann der Jäger seine Feinde blitzschnell mit einen leuchtenden Stab verprügeln.

Titan

Der Titan ist generell etwas kräftiger und eine Art Tank-Klasse. Mit ihm könnt ihr etwa ein Schild beschwören, um eure Gegner damit zu bewerfen oder euch und eure Verbündeten mit einer Schutzwand vor den Angriffen des Feindes in Sicherheit bringen.

 

Abgesehen von ihren Fähigkeiten unterscheiden sich die Klassen jedoch kaum und man sollte hier keinen Fähigkeitsbaum wie in einen großen Rollenspiel erwarten. Viel mehr definiert euch die Ausrüstung die ihr im Laufe der Handlung findet.

 

Wilkommen in einer völlig neuen Welt

Nach dem Angriff auf den Turm sieht es für die verbliebenden Hüter schlecht aus.Unsere Kräfte wurden uns beraubt und wir müssen auf der Erde in der Europäischen Todeszone dafür sorgen das wir zurück zu alter Stärke finden, um uns der Kabal-Bedrohung gegenüber zu stellen.

In Destiny 2 erkunden wir dazu 3 völlig neue Planeten und ein großes Gebiet auf der Erde. Jede dieser Welten unterscheidet sich von ihrer Tonalität grundsätzlich von der anderen.

 

Die Europäische-Todeszone ist eines der größten neuen Gebiete im Spiel und größer als Alles was Entwickler Bungie je kreiert hat. Hier finden die meisten Hüter Unterschlupf nachdem der Turm von Ghaul angegriffen wurde. In Camps formieren sie sich neu, um als Gemeinschaft stark zu werden.

 

Titan ist ein Saturn-Mond. Viel Festland werdet ihr hier nicht finden. Der Planet besteht hauptsächlich aus maschinellen Plattformen und Gewässern. Zavala hat sich hierher zurückgezogen, um den nächsten Schritt zu planen.

 

Nessus ist ein Planetoid der von den Vex in eine Art Machinenwelt transformiert wurde. Auf dem Planeten ist daher alles etwas anders als erwartet. Die Blätter sind etwa rot statt Grün und selbstverständlich werden wir hier auf viele Vex als Gegner treffen. Nessus ist ausserdem der Rückzugsort von Cayde-6.

 

IO ist ein Schwefelmond des Planeten Jupiter und dient als Rückzugsort von Ikora Rey nach dem Angriff der Rotlegion. Dieser Planet wird vorallem von den Warlocks als heilliger Ort gesehen.

So schön die Vielfalt der Planeten auch ist, umso trauriger ist es das wir auf diesen die immer wieder gleichen Gegner bekämpfen. Sicherlich sind es diesmal andere Kabal-Truppe, doch die Einheiten bleiben dieselben wie im Vorgänger.

Wir kämpfen immer wieder gegen Gefallene, Kabale, Besessene oder Vex. Sicherlich wird dies nicht so schnell langweilig, da jeder Gegnertyp seine eigenen Schwächen hat, doch gerade Destiny-Veteranen dürfte die magere Gegnervielfalt leicht enttäuschen und auch wir hätten uns hier mindestens eine neue Alien-Spezies gewünscht!

 

Viele Aufgaben für neugierige Hüter

Wer die Hauptquest nach ca. 7-10 Spielstunden durchspielt hat brauch keine Angst haben, dass das Spiel an dieser Stelle vorbei ist. Von Anfang an und gerade im Endgame bietet Destiny 2 jede Menge Aktivitäten!

Ihr könnt etwa kleine Adventures beginnen in denen ihr mehr zur Hintergrundgeschichte einiger Charaktere erfahren könnt oder ein Patrouillen-Mission erledigen. Diese fallen aber im Vergleich eher langweilig, generisch und austauschbar aus. Die Patrouillen erinnern oftmals an die „Hol- und Bring“ Aufgaben aus vielen anderen MMO’s.

Für mehr Abwechslung sorgen dagegen die Öffentlichen-Events. Hier startet meist auf der Karte eine Aktivität und wir müssen dabei zum Beispiel einen Punkt verteidigen oder Gefallene beim Extrahieren von Glimmer stören.

An den Öffentlichen-Events nehmen meist mehrere Hüter teil und durch einen speziellen Kniff lässt sich hier eine heroische Phase aktivieren mit der das Event schwieriger wird.Dadurch erhaltet ihr meist besseres Loot.

Durch das neue Meilensteine-System bekommt man zudem jede Woche eine Liste von neuen Aktivitäten die zu erledigen sind. Destiny 2 fühlt sich dadurch wesentlich frischer an und selbst nach der Hauptquest hat man dadurch das Gefühl noch etwas erledigen zu können.

Die Ladezeiten im Spiel sind leider immer noch so lang wie bereits im Vorgänger, doch ihr müsst während des Erlidegens von Aufgaben nicht immer zurück in den Orbit, sondern könnt alle Aufgaben direkt auf einen Planeten erlediegen und euch mit der Karte einen super Überblick beschaffen.

Man muss jedoch Lust auf das Grinden haben, denn auch wenn viel Aufwand in die World-Quest nach der Handlung und in die Nebenaufgaben gesteckt wurde, so sind sie dennoch recht simpel und dienen nur als Beiwerk um an neue Ausrüstung zu kommen. Wer darauf keine Lust hat wird nach der Hauptmission warscheinlich enttäuscht.

Auf ins Gefecht: Zeit für PvP und die Strikes

Alte Destiny-Hasen werden es wissen. Erst mit der richtigen Ausrüstung geht das Spiel so richtig los. Habt ihr Level 20 erreicht könnt ihr eure Kraft nur noch durch das Power-Level stärken. Dieses setzt sich aus dem Durchschnittswert eurer aktuellen Ausrüstung zusammen.Seid ihr im Besitz von guter Ausrüstung könnt ihr euch in die Strikes wagen.

Dies sind einzele Ko-Op Missionen mit einen hohen Schwierigkeitsgrad. Im Strike kommt es meist sehr auf die Zusammenarbeit mit euren Verbündeten an und nach dem Bezwingen eines Bossgegner wartet erneut bessere Ausrüstung auf euch.

Die Strikes sind zwar abwechslungsreich, jedoch sind die bisherigen Bosskämpfe eher langeweilig und sehr leicht vorhersehbar gewesen.

Etwas mehr kreativität in den verschiedenen Bossphasen hätte hier nicht geschadet! Im Dämmerungsstrike, der wöchentlich wechselt, könnt ihr euch dann so richtig beweisen, da diese besonders knackig und schwer sind!

Seit ihr einmal allein so könnt ihr durch Guided-Gaming bei anderen Clan-Mitgliedern mitspielen. Dabei legt ihr einen Schwur ab das Spiel nicht zu verlassen. Solltet ihr dies tun werdet ihr eine Weile vom Guided-Gaming ausgeschlossen.

Wir fanden es sehr traurig, dass das System hier keine Unterschiede zwischen richtigen Austritt und Serverproblemen macht. Wir sind durch Probleme aus der Party geflogen und bekamen dafür direkt eine 30-minütige Sperre für das Guided-Gaming.

Wie auch im Vorgänger ist der PvP-Modus in Destiny 2 ein Higlight und macht sehr viel Spaß, sofern man begriffen hat das man dort mehr als sonst als Team funktionieren sollte. Einzelgänger haben hier kaum eine Chance zu gewinnen.Dazu kommt es vorallem durch die längere Time-To-Kill und dadurch das es im PvP nur noch 4 gegen 4 Spieler-Matches gibt.

Ärgerlich ist das wir keinerlei Möglichkeit haben eine Karte oder den Spielmodus auszusuchen. Wir werden also völlig zufällig in einen Modus wie etwa Team-Deatmatch, Bomben-Entschärfung, Survival oder Countdown geworfen. Warum man den Spieler diese Möglichkeit nicht gibt ist schleierhaft und zählt zu den negativen Aspekten des Spiels.

Wer einen speziellen Spielmodus mit seinen Freunden spielen möchte wird hier also eher enttäuscht.

 

Die Soundkulisse des Master-Chiefs

Egal in welcher Situation: Der Soundtrack unterstreicht die Stimmung des Spiels und gehört definitiv zum Höhepunkt von Destiny 2. Streifen wir etwa gerade durch die zerstörte Stadt der Hüter und hören dabei eine epische Orchester-Musik, dann ist das wahrlich ein Gänsehaut-Moment.

Bungie hat hier keine Kosten und Mühen gescheut und das merkt man dem Spiel auch an. Man kann hier an die alte Halo-Zeit anknüpfen und tatsächlich weiß man an manchen Stellen nicht ob man noch Destiny spielt oder schon Halo.

Zusammen mit der grafischen Pracht von Destiny 2 heben sowohl Sound als auch Leveldesign das Spiel auf eine völlig neue Ebene und machen es zu etwas unvergesslichen.
Auch wenn man ganz klar sagen muss, dass sich grafisch im Vergleich zum Vorgänger nicht viel getan hat. Die Texturen sind jedoch wesentlich schwärfer und Effekte wirken insgesamt etwas wuchtiger.Ein Destiny 1.5 ist es deswegen noch lange nicht!

 

Das Leben danach: Leviathan-Raid und DLC’s

Abgegrundet wird das Gesamtpaket durch die Raids des Spiels. Im regelmäßigen Abstand sollen große neue Inhalte ins Spiel eingefügt werden. Der Leviathan-Raid ist bereits online und beeindruckt durchaus mit gewaltigen Sound, einer wunderschönen Optik und einen angenehmen Schweirigkeitsgrad.

Die Handlung rückt hierbei jedoch etwas in den Hintergrund und es geht viel mehr danach die Aufgaben zu erledigen, um an die begeehrte Ausrüstung zu kommen und den Raid-Boss zu besiegen.

Die Raids werden wohl wieder ein Highlight des Spiels werden, doch für Solospieler bieten sie leider nichts, da ihr zwingend in einen Team von 6 Hütern sein solltet und eine Absprache zur Bewältigung der Aufgaben einfach nötig ist.

Damit die weitere Zukunft gesichert ist erscheinen im Laufe der Zeit auch DLC’s zum Spiel. Die erste Erweiterung trägt den Namen „Fluch des Osiris“ und soll bereits im Winter 2017 erscheinen. Behaltet also immer im Hinterkopf, dass ihr für dieses Spiel noch mehr Geld ausgeben werdet!

 

Unser Fazit: Das spät eingelöste Versprechen

Destiny 2 ist in vielerlei Hinsicht besser als sein Vorgänger. Die Handlung ist gewaltiger inszeniert, es gibt mehr Cutscenes und die Charaktere haben mehr Persönlichkeit als zuvor. Das Guneplay funktioniert einwandfrei und noch nie hat sich ein Konsolen-Shooter besser angefühlt. In diesen Bereich macht Bungie niemand etwas vor. Es bleibt jedoch eine simple Geschichte um den Kampf zwischen Gut und Böse.

Wer hier mehr erwartet wird definitiv enttäuscht werden. Schade ist es auch das man weder eine neue Hüterklasse noch neue Gegner zu sehen bekommt. Hier hätten wir uns mehr Abwechslung gewünscht. Wer auf das Grinden nach der Hauptstory nicht steht, der wird es wohl auch in Destiny 2 nicht mögen.

Wer jedoch schon vom ersten Teil begeistert war und sich immer gedacht hat: „Mensch jetzt dreht doch mal noch an ein paar Schrauben und gebt mir ne gute Handlung“ der wird mit dem Spiel durchaus zufrieden sein.

Destiny 2 ist das was der erste Teil werden sollte und weiß zu beeindrucken! Es ist das spät eingelöste Versprechen aus dem Jahre 2013 und ein guter Grundstein für weitere Ableger der Reihe!  Die dürften dann ruhig noch etwas drauflegen!


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