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Destiny 2 – Warum ihr den Jahrespass bis heute nicht verstanden habt

Mit der Schwarzen Waffenkammer erschien der erste Content aus dem Jahrespass. Nun beschweren sich viele Spieler allerdings über fehlenden Content. Doch stimmt das wirklich?

Der neue Jahrespass für Destiny 2 sollte viele Dinge besser machen und sicherstellen, dass alle Spieler genügend zu tun bekommen. Aktuell entbrennt allerdings eine Riesen-Debatte über den Content der Schwarzen Waffenkammer. Ich bin Destiny-Spieler der ersten Stunde und möchte versuchen zu erklären, warum einige von uns den Jahrespass und seine Inhalte von Anfang an nicht verstanden haben. Niemand sollte sich deswegen angegriffen fühlen. Dies ist nur eine von vielen Meinungen zu diesem Thema.

Die Anfänge der „Premium-DLCs“

Um auf das aktuelle Problem der Sache zu kommen, muss ich allerdings etwas weiter ausholen. Schon zur Ankündigung des Annual-Pass haben einige Spieler etwas völlig Falsches angenommen. Schnell hieß es:

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„Jetzt soll ich nach dem großen Forsaken-DLC also gleich nochmal 40 Euro für weitere Erweiterungen ausgeben, deren Content ich nicht einmal vollständig kenne.“

Hier haben wir den Jahrespass schon falsch wahrgenommen, denn eines ist für diese Diskussion sehr wichtig zu verstehen:
Der Annual-Pass bringt uns keine traditionellen DLCs.

Sicherlich sind alle heruntergeladenen Inhalte technisch gesehen DLCs. Doch das ist nicht was die meisten darunter verstehen.

Für die Allgemeinheit sind dies eher Inhalte, die uns komplett neue Gebiete, mit neuer Kampagne, Strikes, Raids und vielen weiteren Aktivitäten bringen. Der Nachteil daran ist jedoch, dass die Storys meistens eher halbherzig geschrieben sind oder der Content innerhalb mehrerer Wochen oder 1-2 Monaten „verbraucht“ wurde.

Wäre dies beim Jahrespass der Fall, so würde ich hinter dem wütenden Mob stehen und Bungie dafür kritisieren. Ich tue dies allerdings nicht, da uns hiermit Content für ein ganzes verdammtes Jahr versprochen wird!

Ein Versprechen für den Grind

Der Annual-Pass ist eine Garantie für alle Destiny 2-Spieler, die mehr als nur zwei Mal in der Woche Destiny spielen. Gleichzeitig sorgt er dafür, das alle, die mehr Zeit in das Spiel stecken möchten, weil sie es großartig finden, dies auch tun können. Durch den Jahrespass muss ich nicht die Angst haben, bald in einer ohnehin belanglosen Kampagnen-Story durch zu sein und dann wieder Monate auf den nächsten DLC zu warten.

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Der Content wird hier viel mehr „Stück für Stück“ ausgerollt. Somit bekomme ich, zusammen mit den Tätigkeiten, die auch ohne Annual-Pass verfügbar sind, einen Grund jede Woche, jeden Tag und jede Stunde in Destiny 2 stecken zu können, ohne dass mir die Inhalte ausgehen.

Sicherlich kann man hier kritisieren, dass der Content des Jahrespasses bzw. der einzelnen Erweiterungen keine großen Geschosse auffährt und sich schnell wiederholt. Doch dann haben wir das Spiel ehrlich gesagt nicht richtig verstanden. Destiny 2 ist ein Loot-Shooter. Hier geht es um den Grind und der ist in den wenigsten Spielen abwechslungsreich. Er beschäftigt sich vielmehr damit, bestimmten Aktivitäten wieder und wieder nachzugehen. Und zwar so lange, bis man nach Stunden endlich den gewünschten Triumph erhält oder sich über eine neue, heißersehnte Waffe freuen darf.

Endlich gibt es wieder Tätigkeiten, die eine Hürde für mich darstellen und mich somit nur mehr dazu animieren, besser zu werden und mehr Zeit in meinen Charakter zu investieren. Ich verstehe den Aufschrei wegen des Schwierigkeitsgrads der Schmieden deshalb nur teilweise.

Sicherlich ist es auf den ersten Blick blöd, wenn ich nicht sofort Zugriff auf etwas habe. Doch wo bleibt denn der Spaß, wenn ich mir rein gar nichts erarbeiten muss? Nur weil ich zusätzlich Geld ausgegeben habe, muss man es mir nun sofort schenken? Das sehe ich anders.

Es handelt sich hier schließlich um eine High-Level Aktivität! Leute, wir sind über die Jahre vielleicht einfach zu gemütlich geworden. Wir sind es wohl nicht mehr gewohnt, uns die Belohnungen auch wirklich zu verdienen. Zu diesen Belohnungen kann auch schon der Zugang zu einer Schmiede zählen.

Wir müssen weg von unserer „Schnell mal durchspielen“-Kultur und anfangen, unsere Lieblingsspiele wieder zu genießen. Sonst haben wir ein ernsthaftes Problem.

Destiny 2 as a service?

Meiner Meinung nach passt der Jahrespass viel mehr in das Bild eines „Games as a service“-Titel und sorgt kontinuierlich für ein gleichbleibendes, aber immer noch spannendes Spiel. Wir dürfen wieder Stunden und Tage an Zeit in Destiny 2 versenken und uns auf den wichtigen Grind konzentrieren, anstatt übermäßig vielen Aktivitäten hinterher zu rennen, die am Ende einfach nur abschrecken würden.

Ein Pass, drei Themen mit unterschiedlichen Herangehensweisen und regelmäßigen Möglichkeiten uns mit unserem Lieblingsspiel zu beschäftigen. Was will man mehr? Sicherlich sind es keine großen DLCs, aber als das wurden die Inhalte nie angekündigt. Bungie war immer ehrlich zu uns, was den Jahrespass angeht, und deshalb kann ich mich nicht beschweren.

Es ist eine Alternative für alle Spieler, die es sich leisten wollen. Denn eins muss man ehrlicherweise zugeben: Billig ist die aktuelle DLC- Preispolitik von Destiny 2: Forsaken nicht.

Allerdings zwingt uns niemand dazu, diese Inhalte zu kaufen und wir könnten Destiny 2 auch ohne Premium-Pass weiter spielen und genießen. Uns wird lediglich ein neuer Weg gezeigt, den wir so auch schon aus Spielen wie Battlefield, Sea of Thieves und Co. kennen. Games als Service-Spiele sind längst zum Teil unserer aktuellen Gaming-Kultur geworden. Wir müssen anfangen, uns damit kritisch auseinanderzusetzen, aber auch die Möglichkeiten zu erkennen.

Wie steht ihr zum Jahrespass? Nehmt ihr ihn als das wahr, was er ist oder hättet ihr euch mehr erwartet? Schreibt es uns gerne in die Kommentare oder auf Twitter und Facebook!


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5 Kommentare

  1. Geil, einfach nur genial geschrieben und trifft absolut meine Meinung. Weiter so! 🤘

  2. PitBull

    Richtig schön erklärt

  3. Sven

    Toller Artikel der trifft es auf den Punkt.

  4. Super geschrieben trifft den Nagel auf den Kopf…

  5. Vollkommen richtig – kann man nicht besser erklären!

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