Destiny – Die Legende von Xur

Hallo Hüter,

Jeden Xur Day, ich meine Freitag (;-)), kommt unser Lieblingsverkäufer zum Turm, dem sozialen Mittelpunkt von Destiny.

Xur, der seltsam aussehende Händler mit den Tentakeln im Gesicht und den leuchtenden Augen, verkauft exotische Waffen und Rüstungen. Leider lässt sich nicht vorhersagen, was er dabei hat, denn der Agent der Neun lässt nichts durchblicken.

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Exotische Items sind die besten im gesamten Spiel, jedoch sind sie auch schwer zu bekommen. Es besteht aber auch bei bestimmten Aktivitäten im Spiel die Chance darauf, dass das ein oder andere Schmuckstück droppt.

Schließt ihr zum Beispiel eine der wöchentlichen Dämmerungsstrikes ab, habt ihr eine gute Chance darauf, ein Exo-Item zu bekommen.

In den beiden Raids des Spiels habt ihr ebenfalls eine passable Chance, wenn ihr die Bosse besiegt, mit einer Exo-Waffe oder -Rüstung belohnt zu werden, bzw. habt ihr im Atheon-Raid auch die Möglichkeit, dass in der sogenannten „Exo-Kiste“ eben auch tatsächlich Exo drin ist.

Dies bedeutet nicht, dass ihr sonst keine Chancen habt. Natürlich können diese auch im PvP oder den Strikes droppen, allerdings ist die Chance dort um einiges geringer.

Ich denke, viele unter euch denken sich das gleiche wie ich, nämlich das es Waffen gibt, die seltener sind als andere. Nehmen wir doch nur mal den Exo-Raketenwerfer „Gjallarhorn“, er wird als die beste Waffe im Spiel bezeichnet. Viele sind sogar der Ansicht, dass er der Schlüssel zum Sieg ist, vor allem in den Raids. Ich hatte das große Glück, ihn bei meinem ersten Atheon-Raid mit gerade einmal 40 Spielstunden zu bekommen, während einer meiner Kumpels über 900 Spielstunden investieren musste. Eine weitere Bestätigung dafür, dass diese Waffe wirklich so gut ist, wie alle denken, ist für viele, dass Xur sie seit dem Release nur ein Mal dabei hatte und das war zwei Wochen nach Veröffentlichung des Spiels.

Jeden Freitag, wenn Xur im Turm erscheint, ist die Destiny-Community voller Erwartung, was er dabei hat und viele versuchen es dennoch vorher in Erfahrung zu bringen.

Für viele Spieler ist Xur eine der wenigen, wenn nicht sogar die letzte, Hoffnung, noch die letzten fehlenden exotischen Waffen und Rüstungen für ihre Sammlung zu bekommen. Die meisten hoffen natürlich auf das heiß ersehnte „Gjallarhorn“.

Gjallarhorn 1

Es gab eine ganze Zeit lang einen japanischen Spieler mit dem Namen „megamenexe4“ oder ganz einfach „megamen“. Er hat Monate damit verbracht, die Destiny-Daten nach Infos zu Loot, Missionen und Erweiterungen zu durchsuchen. Während seiner Suche konnte er sehr genau wöchentlich, und das vor Xurs Erscheinen, bekannt geben, was unser Agent der Neun in seinem Inventar mit sich führt. Dies machte ihn bei den Gamern sehr beliebt, denn viele wussten nun schon vorher, ob es sich lohnt, zu warten oder nicht und ob man die schwer verdienten Seltsamen Münzen besser für den nächsten Besuch spart oder nicht.

Nach nun sechs Monaten hat Bungie die beliebte Suche von „megamen“ und anderen sogenannten „Data-Miners“ beendet und der ganzen Sache einen Riegel vorgeschoben. Auch wenn das Inventar von Xur nicht zufällig ist, „megamen“ wurde von Bungie ungewollt in Rente geschickt und ist seither stumm, also müssen Gamer weltweit doch wieder voller Spannung auf den Freitag warten.

„megamen“ postete als letztes:

„Sorry. We can not use data-mining and glitch, Bungie has changed the Destiny system.“

Die Vermutung ist, dass es eine neue Version von Xur im Spiel gibt, welche von Bungie manuell gesteuert und ausgestattet wird. Bestätigt wurde das jedoch nicht direkt. Die bittere Wahrheit ist allerdings, dass außer Bungie niemand weiß, wie Xur funktioniert. Jedoch gibt es auch hierzu eine Menge Theorien.

Einige vermuteten sogar, Xur würde die „Warlock“-Klasse hassen, da er vier Monate nach Release immer die gleiche Ausrüstung für eben diese dabei hatte. Dies war auch der Grund dafür, dass „Warlock“ Spieler die „Operation: Tötet Xur“ ins Leben riefen. Die Titanen und Jäger wollten ihn verteidigen, mehr als Worte kamen dabei jedoch auch nicht zum Vorschein.

Im Februar postete Bungies Community Chief, David „Deej“ Dagues auf Bungie.net:

„The Inventory of Xur is governed by the same chaos that influences all the loot drops.“

Alles was wir wissen ist, dass Xur letzte Woche das Maschinengewehr „Donnerlord“ dabei hatte. Somit war nun jede Exo-Waffe des Spiels mindestens einmal in seinem Inventar. Wir wissen auch, dass er keine konsolenexklusiven Waffen, wie z.B. den „Falkenmond“ für Playstation, verkaufen kann oder Waffen wie die „Vex Mythoclast“, welche es im Atheon-Hard-Raid geben kann, verkaufen wird.

Mythoclast Falkenmond

Ich persönlich denke, dass jedes exotische Item eine bestimmte prozentuelle Dropchance hat, soll heißen, dass manche eine höhere Chance als andere haben, wobei es den Anschein hat, dass das „Gjallarhorn“ mitunter die geringste Chance zu haben scheint. Gerüchten zufolge wurde Xur so bearbeitet, dass er jedes Item mindestens ein Mal dabei hat, bis zur Veröffentlichung von“Haus der Wölfe“, welches nun seit Dienstag erhältlich ist. „Donnerlord“ wurde nur zwei Wochen vorher in Xurs Inventar gepackt. Zufall?

Hopson selbst sagte in einem Interview: „The way people interact with randomness is amazing.“

Auf die Frage, ob Xur wirklich „random“ ist, schwieg er jedoch, er verzog keine Miene. Bungie möchte, dass darüber spekuliert wird und sie die Community immer wieder aufs Neue fragen, ob es so ist oder nicht.

Xur ist für die meisten Spieler der beste NPC im gesamten Destiny-Universum, nicht weil er so mysteriös aussieht, oder so cool und unantastbar wirkt. Nein, sondern weil niemand sonst im Spiel solche Auswirkungen auf die Spieler hat wie er. Man könnte ihn auch als den Weihnachtsmann von Destiny bezeichnen, und jedes Wochenende ist Weihnachten.

In diesem Sinne, guten Loot euch allen.

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