Destiny – The Taken King: Gamescom 2015-Recap (Teil 1)

Die gamescom in Köln fand am gestrigen Sonntag ein jähes Ende. An insgesamt fünf Tagen konnten sich eingefleischte Gamer aus aller Welt über neue Spiele informieren, von denen sie auf der E3 schon erste Einblicke bekommen haben. Bungie war in diesem Jahr nicht nur mit Halo 5: Guardians am Start, sondern auch mit der an ein Sequel erinnernden Erweiterung The Taken King bzw. König der Besessenen. In Halle 7.1., zwischen dem Blockbuster Call of Duty: Black Ops III sowie dem Playstation-Booth, fanden sich eine Menge Hüter ein, um Näheres aus der Welt von Destiny in Erfahrung zu bringen. Natürlich war das Infobase-Team live vor Ort, um euch, die ihr vielleicht nicht die Möglichkeit hattet, in der letzten Woche nach Köln zu reisen, etwas gamescom-Flair zu vermitteln. Doch auch der Business-Bereich von Activision Blizzard in Halle 4 wartete mit einigen tollen Impressionen auf, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Dazu aber mehr im zweiten Teil.

 

Destiny-Stand, Halle 7.1.

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Wer am Donnerstag Vormittag den Stand besucht hat, der konnte in die Verlegenheit kommen, für ein Weilchen weggeschickt zu werden, denn um fast Punkt 11 Uhr schienen technische Probleme den Ablauf zu stören. Ich selbst war um 10 Uhr dort und nach einer Wartezeit von 1 ½ Stunden kam eine Mitarbeiterin heraus, um uns Verbliebenen Bescheid zu geben, dass etwas nicht stimmte und sie den Stand vorübergehend schließen mussten. Damit jedoch der Unmut darüber nicht allzu laut wurde, gab es für die Wartenden jeweils ein T-Shirt mit dem „König der Besessenen“-Aufdruck, einen Blacksmith-Shader sowie eines der allseits beliebten Engramme in Knautschball-Form. Diese Entschuldigungsmaßnahme war wiederum eine schöne Geste vom Bungie-Team, wie ich finde.

Am Freitag Vormittag jedoch war es endlich soweit: nach einer regulären Wartezeit von nicht einmal einer Stunde wurde ich eingelassen. Doch wer jetzt denkt, man würde sofort etwas vom Gameplay oder ähnlichem sehen, der musste sich leider noch gedulden. Innen ging die Schlange nämlich noch weiter, fein säuberlich mit Absperrbändern serpentinenförmig abgetrennt. Dafür waren aber mehrere Bildschirme über den Köpfen der Gamer angebracht worden, welche die Meute mit Episoden vom Guardian Radio, Fanvideos von Jahr 1 und einer offiziellen Danksagung von Bungie bei Laune halten sollten. Das funktionierte auch sehr gut und sorgte doch mal für den einen oder anderen Lacher. Als die Reihe weiterrückte, wurden um die 40 Personen in eine Art Kino eingelassen, in dem man es sich bequem machen konnte.

Das erste, was dort gezeigt wurde, war der Prolog von The Taken King, der zuvor schon auf Twitter veröffentlicht wurde – jedoch hier in Großformat und mit sattem Sound, um die düstere Atmosphäre noch besser rüberbringen zu können. Schon dabei merkt man, dass Eris Morn eine große Rolle im Kampf gegen Oryx und seinen Besessenen zukommen wird. Im Anschluss war ich Zeuge vom Gameplay der ersten neuen Story-Mission namens „The Coming War“. Der Moderator des Ganzen fragte zunächst, welche Klasse der Saal denn vorgeführt bekommen wollte und die Titan-Klasse überwiegte eindeutig. Vermutlich waren alle gespannt auf die Sonnenbrecher-Fähigkeiten, die während der Mission neben brandneuen Waffen zum Einsatz kamen. Sprachbeiträge von Commander Zavala und Eris führen die Hüter durch eine größtenteils cinematische Erkundungstour auf Phobos, wo die Kabale heimisch sind. Doch wie lange noch, wenn die dunklen Kräfte von Oryx um sich greifen?

Nach der Präsentation ging es in einen weiteren abgedunkelten Raum, in dem sich jede Menge Bildschirme befanden. Hier konnte ein jeder Mayhem Clash ausprobieren, ein neuer Crucible-Modus, bei dem sich Super- und Granatenfähigkeiten schneller als sonst aufladen. Den Charakter und die Klasse konnte man sich nicht aussuchen, wohl aber die Waffen. Ich war als Sonnenbrecher-Titan unterwegs und wählte die Omolon-Handfeuerwaffe als Primärwaffe aus. Dazu eine Häkke-Schrotflinte und den SUROS-Raketenwerfer. Am Ende ging ich aus dem Match mit 12 Kills als Zweitbeste hervor und muss sagen, dass die neue Titanen-Super ganz schön verheerend ist, da man sie auf langer wie auf kurzer Distanz einsetzen kann. Auch die Granatenfähigkeit war nicht übel, da sie mehrfach Flammenstreifen in Richtung eines Gegners aussandte. Mit den eigentlichen Waffen habe ich nur selten geschossen, da die Fokusfertigkeiten einfach zu schnell einsatzbereit und somit verlockender waren. Nach einer Runde war jedoch schon Schluss mit dem Spaß und man wurde gebeten, zu gehen. Zum Dank für’s Anspielen wurden noch T-Shirts, Red Bull und Blacksmith-Shader-Codes vergeben.

Im nächsten Teil des Destiny-gamescom-Recap erfahrt ihr dann, was die Activision-Lounge zu bieten hatte. Stay tuned!