Destiny 2 – Spieler „verbummeln“ Reisenden durch Modding

Zwar sind durch Transmog und Co. individuelle Anpassungen im Destiny-Universum möglich geworden, doch einiges geht nach wie vor nicht. Da wäre zum Beispiel das Anbringen von Bärten an männliche Hüter oder das Tragen von mehreren Exotics statt nur einem. Letzteres und noch mehr ist nach 4 Jahren Destiny-Sequel zwei gewieften Spielern durch Game-Modding gelungen.

Verschwundener Reisender und der vollkommen exotische Hüter

Eine veränderte Version von Destiny 2 geht auf die Kappe von zwei Spielern, von denen einer der Community bereits bekannt sein dürfte: Ginsor und montague. Ersterer ist immer wieder im Gespräch, wenn es um Datamining geht. Er hat sich für ein ungewöhnliches Projekt mit montague zusammengetan, das unter dem Namen „Destiny Modded“ läuft – zumindest postete letzterer im Oktober einen Screenshot mit diesem Schriftzug, um die Kooperation zu teasern.

Was haben die beiden da fabriziert?, möchte man sich fragen. In den vergangenen Monaten tauchten von den Zweien immer wieder Twitter-Postings auf, die ungeahnte Möglichkeiten in Destiny aufzeigten. So ließ montague eines schönen Tages einfach den Reisenden verschwinden und fragt Ginsor, wo er ihn gelassen haben könnte:

Ein anderes Beispiel kommt erneut von montague. In dem Bild sieht man einen „Warlock“, der sich nicht nur vieler Exotics bedient, sondern auch welche von anderen Klassen trägt. Obendrein besitzt er noch einen legendären Umhang, um sich als Jäger zu tarnen. „Maximales Transmogrifizieren“ könnte man das nennen.

Modding macht viele exotische Gegenstände auf einmal tragbar.

Ginsor wiederum machte sogar vor Emblemen im Spiel nicht Halt und erschuf kurzerhand sein eigenes. Wer genau hinsieht, erkennt vielleicht die Figur des „Hackerman“:

Die Frage aller Fragen: Ist dieses Modding überhaupt legal?

Das, was Ginsor und montague dort geschaffen haben, ist eigentlich nichts weiter als ein Experiment. Denn nach Bungies Gebrauchsrichtlinien für Destiny 2 ist es nicht erlaubt, am Spiel herumzubasteln und dies geschäftlich zu vertreiben. Beide Gamer haben auch nicht die Intention, dieses Modding öffentlich zu verbreiten, da ihnen die Konsequenzen bekannt sein dürften. Das Original-Statement dazu:

There’s no way this stuff will ever be made public by me or mont. We likely give some more background for this in the near future, but nothing more.

TheGamePost – Destiny 2 Players Have Modded The Game And Removed The Traveler

Im Endeffekt ist dieses Unterfangen legal, so lange es nicht an andere gewerblich zugänglich gemacht wird. Die beiden werden höchstens ein paar Hintergrund-Infos durchblicken lassen, aber nichts, was ihnen oder Bungie schadet. Was diese Möglichkeit aber zeigt ist, dass es im Bereich der Modifikation für Charaktere, die Skybox und sogar Interfaces noch viel Spielraum gibt. Die Sache ist nur, inwiefern Bungie dieses Potenzial in Zukunft nutzen wird.