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Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 12: Niobe

Destiny ist ein Mysterium. Ihr liebt Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Namen und Geschichten? Eine Geschichte in Kapiteln.

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Wie im Fluge vergehen die Wochen.  Erneut haben wir eine Woche hinter uns gebracht und sicher habt ihr euch auch den Scharlach eingefangen. Nun ist es an der Zeit, das nächste Kapitel im Destiny-Universum aufzuschlagen. In Kapitel 12 beschäftigen wir uns mit der Frage: Wer verbirgt sich hinter Niobe?

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Bevor wir uns aber mit dem Mythos hinter Niobe beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal wer oder was diese Niobe überhaupt ist.

Niobe-Labore

Den Begriff Niobe verbinden wir im Destiny-Universum hauptsächlich mit den Niobe-Laboren der Schwarzen Waffenkammer. In ihnen wurden zahlreiche Dinge und Funktionen für Exos entwickelt. Weiterhin auch raffinierte Methoden, um die Waffen selbst noch tödlicher zu machen. Die Schwarze Waffenkammer ist Teil des Jahrespasses, den man mit dem DLC „Forsaken“ erwerben konnte. Hierbei geht es darum, die verschollenen Schmieden der Schwarzen Waffenkammer zu finden und zurückzuerobern. Dabei treffen wir auf Ada-1 als Ansprechpartnerin. Über die Tagebucheinträge erfahren wir, dass Ada-1 im Niobe-Labor aus einem Menschen erschaffen wurde.

Das Mysterium hinter Niobe

Niobe, Mittelfigur der Niobidengruppe, Zinkguss 1860/1865 im Schlosspark Neustrelitz nach der römischen Kopie einer Statue aus der Zeit um 330/320 v. Chr.; Original in Florenz

Niobe findet sich in der griechischen Mythologie wieder. Dort ist sie bekannt als Tochter des Tantalos und der Dione.

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Niobe gebar dem thebanischen Königs Amphion, dessen Gemahlin sie war, sieben Söhne und sieben Töchter. Stolz auf diese Nachkommenschaft beschloss sie, sich über die Titanin Leto zu stellen, welche nur zwei Kinder, Apollon und Artemis, geboren hatte, und hinderte daher das Volk an deren Verehrung für die beiden.

Die zu tiefst gekränkte Titanin wandte sich an ihre Kinder. Apollon und Artemis töteten auf Wunsch ihrer Mutter an einem Tage erst alle Söhne und dann alle Töchter mit Pfeil und Bogen. Niobe bat die Zwillinge ihr die jüngste Tochter zu lassen, doch dieser Wunsch blieb unerfüllt, die Tochter brach tot in ihren Armen zusammen. Die Eltern konnten diesen Jammer nicht überleben: Amphion tötete sich mit einem Schwert, und Niobe erstarrte vom ungeheuren Schmerz über den Verlust. Anschließend wurde sie durch einen Wind nach Phrygien auf die Spitze des Berges Sipylos versetzt. Doch auch der Stein hörte nicht auf, Tränen zu vergießen.

Der Mythos wird so von Ovid in seinen Metamorphosen erzählt. Die sieben Söhne der Niobe tragen dort die Namen Ismenus, Sipylus, Phaedimus, Tantalus, Alphenor, Damasichthon und Ilioneus, während die Namen der sieben Töchter unbekannt sind.

Niobe wird als eine Form einer Vegetations- oder Erdgöttin interpretiert, deren Sprösslinge von den versengenden Pfeilen des Sonnengottes dahingestreckt werden.

Atridenfluch

Das legendäre Geschlecht der Atriden, oder auch Tantaliden genannt, umfasst Tantalos und seine Nachkommen, darunter insbesondere den König Atreus von Mykene und die aus Homers Ilias bekannten Helden Agamemnon und Menelaos.

Der Fluch der Atriden bezeichnet die Prophezeiung, dass sich in jeder Generation ein Mörder gegen die Sippe wenden und bis zur fünften Generation alle Nachkommen des Tantalos in eine unheilvolle Folge von Gewalt und Verbrechen stürzen werde.

Hintergrund

Tantalus von Gioacchino Assereto, 1630/1640 (Auckland Art Gallery, Neuseeland)

Der Halbgott Tantalos war bei den Göttern wegen seiner Klugheit beliebt und wurde zu diesen eingeladen. Er feierte mit ihnen, wurde jedoch schnell übermütig, prahlte und stahl den Göttern Nektar und Ambrosia, welches ihnen Unsterblichkeit verlieh. Außerdem stahl er einen goldenen Hund in seinem Haus, den er zuvor im Zeustempel gestohlen hatte. Er leugnete diese Tat natürlich.

Als die  Götter zu einem Festmahl des Königs Tantalos geladen waren, versuchte er, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen: Er tötete Pelops, seinen jüngsten Sohn, und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren, jedoch so, dass sie seine Tat nicht erkennen sollten.

Zwar aß Demeter einen Teil der Schulter, doch die anderen Götter bemerkten die Gräueltat. Sie warfen die Stücke des getöteten Pelops in einen Kessel, und die Moire Klotho zog ihn in bekannter Schönheit hervor. Der bereits verzehrte Schulterknochen wurde von den Göttern durch einen aus Elfenbein ersetzt.

In Folge seiner Tat verstießen die Götter Tantalos in den Tartaros (griechische Unterwelt) und peinigten ihn dort mit ewigen Qualen, den sprichwörtlich gewordenen „Tantalosqualen“. Homer schildert dies in seiner Odyssee. 

Früchte und Wasser sind ihm greifbar nah, bleiben aber unerreichbar. Zu Hunger und Durst gesellte sich die ständige Angst um sein Leben, da über Tantalos’ Haupt ein mächtiger Felsbrocken schwebte, der jeden Moment herabzustürzen und ihn zu erschlagen drohte.

Epilog

Das Ende dieses Kapitels ist erreicht. Wir hoffen, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben. Neid, Lug und Trug, sogar Mord begegnet uns in dieser Mythologie. Die Verbindung zwischen Ada-1 und dem Niobe Lab liegt klar auf der Hand, wenn man sich die Tagebucheinträge durch liest. Allerdings stirbt hier nicht die Tochter, sondern die Mutter …

Seid dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 12 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 13 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt uns eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!


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Über Angel_Dust

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Ich bin Baujahr 71 und leidenschaftliche Zockerin, am liebsten Destiny, aber auch The Division. beide Spiele zocke ich seit Release. Wenn ich nicht gerade an der Konsole sitze bin ich Selbstständig. Mein zweites Leben ist dem Mittelalter verschrieben.

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