Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 14: Die Neun

 

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Ist euch schon einmal aufgefallen, wie schnell eigentlich die Zeit vergeht? Schon wieder ist die Woche vorbei … Schauen wir doch einmal, was uns die neue Woche bringt. Heute Abend startet die Saison des Vagabunden und tolle neue Aufgaben erwarten uns Hüter. Für mich ist es aber wieder an der Zeit, das nächste Kapitel im Destiny-Universum aufzuschlagen. Ich habe mir, wie jede Woche, Gedanken gemacht. Dieses Mal beschäftigen wir uns in Kapitel 14 aus aktuellem Anlass mit der Frage: Was verbirgt sich hinter den Neun? Wer sind Die Neun?

Bevor wir uns aber mit dem Mythos hinter den Neun beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter der Fassade der Neun verborgen ist. Wo genau begegnen sie uns?

Die Neun

Über sie ist so gut wie nichts bekannt. Das macht sie zu den mysteriösesten Rassen im gesamten Destiny-Universum.  Sie sind die Herrscher über die Jovians, die Welten jenseits des Riffs, besser bekannt als die Monde des Jupiter. Sie sind Überlebende der Kolonien rund um den Jupiter. Diese wurden im Goldenen Zeitalter kolonisiert. Nach dem Zusammenbruch ist nicht mehr viel bekannt, da Schiffe selten bis gar keine Reisen mehr zum Jupiter und darüber hinaus unternommen haben.

Angeblich hat sich einst Osiris mit ihnen auf Europa, einem Mond von Jupiter, getroffen. Mit den Neun bringen wir seit dem Beginn der Destiny-Story Xûr, den Schwarzmarkthändler, in Verbindung. Dieser ist ein Agent der Neun. Xûr behauptet immer wieder, sein Wille sei nicht sein eigener, und er stehe in völliger Knechtschaft zu den Neun. Eine weitere Person, der wir bereits begegnet sind, ist die Botin aus den Prüfungen der Neun.

Auch Mara Sov, die Königin des Riffs, verbündete sich mit ihnen. Zu welchem Zweck ist allerdings nicht bekannt.

Grimoire

Geist-Fragment: Legenden 2

NEUN

Die Neun sind Überlebende der Kolonien um Jupiter, die einen Vertrag mit einer Alien-Macht eingingen, um ihr Überleben zu sichern.

Die Neun sind Kriegsgeister aus dem tiefen Orbit, die den Untergang in abgehärteten Tarnplattformen überstanden haben.

Die Neun sind uralte Leviathan-Intelligenzen aus den Meeren Europas oder den kohlenwasserstoff-haltigen Gruben auf Titan.

Die Neun kamen mit einer mysteriösen Transmission aus Richtung des Corona-Borealis-Superhaufens.

Die Neun sind die erstgeborenen Erwachten und ihr Verstand rast nun die Feldlinien des Jupiter-Io-Strömungskanal hinab.

Die Neun sind Geister, die die Schwarze Tiefe ohne Schiff durchstießen und auf dem zischenden Schweigen der Heliopause meditierten.

Die Neun sind Aspekte der Dunkelheit, zerbrochen nach der Zurechtweisung des Reisenden, daran arbeitend, uns von innen zu Fall zu bringen.

Die Neun ist eine virale Sprache von reiner Bedeutung.

Die Neun sind Schatten, die bei der Vernichtung einer transzendenten Form übrig blieben, ins Gewebe dessen, was ist, gebrannt.

Xûr, der Schwarzmarkthändler im Destiny-Universum, bietet jedes Mal von Freitag bis kommenden Dienstag exotische Waffen und Rüstungsteile an.

Das Mysterium hinter den Neun

Überall in der Mythologie begegnet uns sie Zahl Neun. Die Neun gilt als Zahl der Vollkommenheit, da sie dreimal die in vielen Kulturen als »göttlich« angesehene Zahl Drei enthält.

Eine Reise mit der Neun durch die Mythologien

1. Ägypten und die Neunheit von Heliopolis

Unter dem Begriff Neunheit (oder Enneade) von Heliopolis, werden die neun Schöpfergottheiten der heliopolitanisch-kosmologischen Kratogonie („kosmologische Entstehung der weltlichen Herrschaft“) zusammengefasst. Die Schöpfungsgeschichte von Heliopolis ist eine der ältesten ägyptischen Mythen zur Entstehung der Welt.

Götter der Neunheit im Totenbuch des Ani: Isis und Nephthys (4. v. l.), Nut, Geb, Tefnut, Schu und Atum (2. v. r.)

Nun, die kosmologische Verkörperung des Urwassers, aus dem die Welt entstanden sei, gehört nach der altägyptischen Mythologie nicht zu den „weltlichen Schöpfergottheiten“. Das Prinzip des Nun verkörperte auf weltlicher Ebene die Gottheit Atum, der als Schöpfungsgott die „Dreiheit“ des „irdischen Nichts“ sowie die Zweigeschlechtlichkeit symbolisierte.

Die heliopolitanische Kosmogenie der weltlichen Schöpfung versteht Atum daher als Lichtgott, der als Sonne während seines ersten Sonnenaufgangs das irdische Leben noch in sich trug. Aus ihm heraus entstanden durch Trennung die göttlichen zwei Geschlechter Schu und Tefnut.

Quelle: Wikipedia

2. Die neun Welten der nordischen Mythologie

Entstanden ist der Kosmos in der Vorstellung der Wikinger als sich im Ginnungagap („gähnende Leere“) das Eis von Niflheim mit dem Feuer aus Muspelheim verband. Daraus entstand der Urriese Ymir. Es gibt neun Welten, die an den Zweigen der Weltenesche Yggdrasil befestigt sind bzw. Sitz ihrer drei Wurzeln sind:

Muspelheim, Niflheim, Midgard, Asgard, Vanaheim, Ljosalfheim, Jotunheim, Svartalfheim und Hel.


Muspelheim: Muspelheim ist in der Altnordischen Mythologie das Feuerreich im Süden. Es ist der Gegenpol zum Eisreich Niflheim im Norden. Nach der Schöpfungsgeschichte sind beide Welten im ewigen Weltengrund Ginnungagap durch den Willen Fimbultyrs entstanden. In Muspelheim herrscht der Riese Surt; es ist die Heimat der Feuerriesen.

Niflheim: Niflheimr, die dunkle Welt, ist in der germanischen Mythologie eine eisige Welt im Norden, die von Reif- und Frostriesen bewohnt wird. Auch der Fluss Hvergelmir entspringt in diesem Reich. Sie steht im Gegensatz zu Muspelheim, dem Feuerreich im Süden.

Midgard: Midgard, die Heimat der Menschen, ist der nordischen Mythologie nach in der Mitte der Weltenesche gelegen. Sie wird von acht Welten umgeben. Diese Welten werden als Himmelswinde (Nord, Ost, Süd und West) bezeichnet. Sie setzen sich zusammen aus vier hellen und vier dunklen Winden, die vermutlich Tag und Nacht bezeichneten. Midgard wird eingegrenzt vom großen Weltenmeer, in dem die Midgardschlange ihr Unwesen treibt. Durch eine Regenbogenbrücke ist Midgard mit Asgard, dem Sitz der Götter, verbunden.

Asgard: Asgard ist in der nordischen Mythologie der Sitz der Götter (Asen). Er befindet sich in der Himmelsebene der Weltenesche Yggdrasil, die wiederum in einzelne Bereiche unterteilt ist.
Asgard wird auch als Himmelreich bezeichnet, das sich aus 12 prunkvollen mit Edelsteinen und aus Gold bestehenden Palästen zusammensetzt. An den Decken sollen sich die strahlenden Schilde der Helden befinden und die Gitter der Paläste aus goldenen Speeren.

Vanaheim: Vanaheimr (eingedeutscht Wanaheim) ist der Wohnort der Wanen (Vanir), der Götter der Fruchtbarkeit. Nach der Gylfaginning (Kap. 23) und Vafþrúðnismál (Strophe 39) ist Vanaheimr der Ort, an dem Njörðr aufgewachsen ist. Vanaheimr wird ebenfalls in der Ynglinga saga kurz erwähnt.

Ljosalfheim: Die Heimat der Lichtalfen. Über sie herrscht der Gott Freyr. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Ljosalfheim und Alfheim (die Wohnung Freyrs) identisch sind und Ljosalfheim eigentlich Teil Asgards ist.

Jotunheim: Jötunheim ist das Land, das den Reifriesen von Odin und seinen Brüdern während der Schöpfung gegeben wurde. Mit seinem Hauptsitz Utgard war dies eine der neun Welten, die vom kosmischen Baum Yggdrasil abgeschirmt wurden.

Svartalfheim: Schwarzalbenheim (auch Schwarzelfenheim; nord. Svartalfheim) ist das Zwergenreich. Es bezeichnet die Heimat der Naturgeister, die mit der Materie verbunden sind. Der Name Alben bezeichnet in der Nordischen Mythologie die Zwerge und Gnome. Im heutigen Sprachgebrauch findet man diese Bezeichnung noch im Wort Albtraum, früher auch „Albdruck“. Auch heute noch gibt es Menschen, die sich bei schlechten Träumen von einer Art Gnom bedrückt fühlen. Früher ging man davon aus, dass ein Alb auf der Brust des Träumenden sitzt und diesen beengt.

Hel (Totenreich): Hel ist die Unterwelt, die unter den Wurzeln der Esche Yggdrasil liegt. Sie kann nur über den Todesfluss Gjöll erreicht werden. Die goldene Brücke, die zur Unterwelt führt, wird von der Riesin Modgrudr bewacht. Von hier aus führt der Weg zur Burg der Hel. Wer einmal in Hel angekommen ist, kann nicht mehr wiederkehren. Der Eingang wird von dem Höllenhund Garm bewacht, der die Seelen zwar hindurch schreiten lässt, aber ihnen den Rückweg versperrt. Hels Burg besteht aus großen Sälen, die aber dunkel und kalt sind, da kein Sonnenstrahl hindurchdringt. Die Wände bestehen aus Schlangen. Durch den Rauchabzug bilden sich Wolken, die giftigen Regen ablassen. Die Burg ist von wilden Flüssen mit Untiefen und scharfkantigen Felsen umgeben.

Quelle: drangur.de

3. Die Neun Musen der Griechen

Die Musen sind in der griechischen Mythologie die Schutzgöttinnen der Künste. Die Überlieferung der uns bekannten Musen stammt von Hesiod.

Hesiod hat die Zahl der Musen in seiner Theogonie auf neun festgelegt. Nach ihm sind sie die Töchter der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, und des Zeus, und auch die von ihm genannten Namen sind kanonisch. Sie werden Mnemoniden oder olympische Musen genannt.

Original des sogenannten „Musensarkophags“ (zweites Jahrhundert n. Chr.), gefunden an der Via Ostense, heute im Louvre, Paris
  1. Klio, die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel)
  2. Euterpe, die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte)
  3. Melpomene, die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz, wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule)
  4. Erato, die Liebevolle und Sehnsuchtweckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier)
  5. Terpsichore, die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier)
  6. Urania, die Himmlische, ist die Muse der Astronomie (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab);
  7. Thalia, die Festliche, die Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab, denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr)
  8. Polyhymnia, die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut, manchmal die Leier)
  9. Kalliope, die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel)

4. Weitere Mythen zur Neun

  • Bei den Kelten steckte in der Neun das ganze Universum. Drei mal Drei (die göttliche Zahl) ergab für sie einen Absolutheitscharakter. Darin ist die Fünf enthalten, welche Zeit und Raum erfasste, sowie die Vier als Anzahl der Himmelsrichtungen.
  • Einer ins Frühmittelalter zurückgehende Einteilung der himmlischen Wesen der christlichen Mythologie in neun Ordnungen gehen die Neun Chöre der Engel zurück.
  • In der chinesischen Zahlensymbolik steht die Neun für den Drachen.

 

Epilog

Und schon ist das Ende dieses Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Seid dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 14 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 15 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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