Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 20: Rattenkönig

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Schon wieder ist die Woche vorbei. Erst die Arkuswoche und heute Abend startet das Frühlingsevent „Die Schwelgerei“ in Destiny 2. Begebt euch auf Wunsch von Eva Levante in den Grünforst und genießt die Erneuerung des Frühlings. Ich werde mir das natürlich auch anschauen, denn es hört sich nach sehr viel Spaß an! Aber genug geredet. Es ist Zeit für das nächste Kapitel in unserer Serie über das Destiny-Universum. Seit nunmehr 20 Wochen gibt’s diese Reihe hier nun schon, eine gefühlte Ewigkeit und ein Grund zu feiern, was meint ihr? Und natürlich habe ich mir auch diese Woche wieder Gedanken gemacht. Dieses Mal beschäftigen wir uns in Kapitel 20 mit der Frage: Was verbirgt sich hinter dem Begriff Rattenkönig?

Bevor wir uns aber mit dem Mythos hinter dem Rattenkönig beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist der Rattenkönig?

Der Rattenkönig

Der Rattenkönig (engl. Rat King) ist eine exotische Pistole aus Destiny 2. Diese Pistole könnt ihr nur über die exotische Quest „Des Rattenkönigs Freunde“ erhalten.

Falls ihr sie noch nicht euer Eigen nennt, haben wir hier einen Guide für euch:

So geht die Quest, ein Guide.

Diese Perks machen die Waffe so besonders:

  • Rattenmeute: Diese vollautomatische Waffe wird stärker, wenn Verbündete in der Nähe sie auch ausgerüstet haben. Bis zu 6-mal stapelbar.
  • Kleinkaliber: Dual-Stärke-Lauf. • Erhöht Reichweite • Erhöht Stabilität
  • Taktisches Magazin: An dieser Waffe wurden mehrere taktische Verbesserungen vorgenommen. • Erhöht Stabilität leicht • Erhöht Nachladetempo • Erhöht Magazingröße leicht
  • Ungeziefer: Wenn ihr nach einem Kill sofort nachladet, werdet ihr für kurze Zeit unsichtbar.
  • Glatter Griff: Diese Waffe ist leichter zu halten und Zielen ist leichter. • Erhöht Stabilität leicht • Erhöht Handhabungstempo leicht

Lore

„Wir sind klein, doch wir sind viele.“

Die Geschichten werden von Kind zu Kind weitergegeben. Sie werden in den Straßen und auf den Spielplätzen geflüstert, wie es einer guten Legende gebührt.

„Wage es nicht, dich jenseits der Mauer und den Augen des Turms zu begeben“, warnen sie die Eltern, gespickt mit den belehrenden Geschichten des Jungen, der viele Tode sterben musste.

Wildnis. Hunger. Krankheit. Ganoven. Lebendige Albträume. Und so weiter, und so weiter. Doch die Kinder haben ihre eigenen Wahrheiten. Für sie ist der Junge nie gestorben. Sie nennen ihn den „Rattenkönig“. Die Kinder glauben, dass er die Vergessenen unter ihnen aus der Stadt und in großartige Abenteuer führen wird. Sie sagen, dass er und seine Bande von Außenseitern die Welt gerettet hatten.

Doch Kinder sagen viele Dinge und die Vorhut bleibt bei ihrer Haltung zu dem Thema: Es gibt keinen Rattenkönig und auch keine Bande von Außenseitern. Daran glauben die Ältesten. Ich glaube an etwas anderes.

Rattenkönig im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg. Hochgeladen und unter freundlicher und ausdrücklicher Genehmigung der Museumsverwaltung unter GFDL abgelegt.

Die Mythologie dahinter

Als Rattenkönig werden mehrere an den Schwänzen verknotete oder verklebte Ratten bezeichnet. Dieses seltene Phänomen soll vor allem unter Hausratten auftreten.

Als Ursache für die Entstehung geben manche Quellen an, dass sich die Schwänze einer ganzen Anzahl von Tieren verknoten und die Tiere anschließend durch Blut, Schmutz und Exkremente zusätzlich an Beinen und Flanken verkleben. In der Folge sollen die Tiere untrennbar an den Schwänzen verwachsen, die vielfach gebrochen sind.

Allerdings wird diese Spekulation von der Fundlage nicht gestützt. Ohne Verknotung lebend zusammenklebende Ratten und zusammengewachsene Ratten sind nicht dokumentiert. Fast alle Funde sind nur an den Schwänzen verknotet.

Rattenkönig aus Dellfeld im Zoologischen Museum Straßburg (gefunden 1895).

Vorstellung vom Rattenkönig in der Geschichte

Eine erstmalige Erwähnung eines Rattenkönigs reicht bis ins Jahr 1610 zurück. Bevor die Menschen einen Rattenkönig aus biologischer Sicht erklären konnten, rankten sich viele Geschichten um so ein, doch gewissermaßen abstoßendes, Rattenbündel.

Im Mittelalter stellte man sich vor, das Gruppen von Individuen immer von einem König regiert werden. Aus diesem Grunde wurde auch einer Rattenschar ein König zugewiesen, dem man natürlich alle königlichen Würden wie dem Zepter, einer Krone und einem purpurnem Mantel zu wies. Der Schwanzknoten wurde dann zum Thron, auf dem der König Hof hält.

Unabhängig davon löste dieser Rattenkönig aber keine Bewunderung, sondern Angst und Schrecken aus. Denn in historischer Zeit galt der Rattenkönig als extrem böses Omen und verkündete etwa den Ausbruch einer Krankheitsepidemie. Meistens traf ein solches Ereignis auch ein, da Rattenkönige öfter dann auftreten, wenn zu viele Ratten existieren und entsprechend wenig Platz für neue Baue ist. Entsprechend der Anzahl der Ratten steigt dann auch die Gefahr eines Krankheitsausbruchs, etwa der Pest, deren Erreger, Yersinia pestis, durch Rattenflöhe übertragen wird.

Frühneuzeitliche Abbildung eines Rattenkönigs

 

Sehr eindrucksvoll wird das Ganze im Epos „Der Rattenfänger von Hameln“ dargestellt:

In des Bürgermeisters Keller sitzt der Satan in Gestalt eines ries’gen Rattenknäuels mit unendlich vielen Beinen, hundert Köpfen, tausend Schwänzen.

 

 

 

 

 

Rattenkönig aus Dellfeld im Zoologischen Museum Straßburg (gefunden 1895)

Austellungsobjekte

Wer Lust hat, sich das Ganze einmal in natura anzusehen, der wird hier fündig:

  • Mauritianum, Altenburg: 32 mumifizierte Individuen, gefunden 1828
  • Hamburg, Zoologisches Institut der Universität Hamburg (Alkoholpräparat)
  • Göttingen, Zoologisches Museum der Universität Göttingen (Alkoholpräparat und Röntgenaufnahme)
  • im Museum von Nantes: 9 Individuen, gefunden 1986
  • auch im Museum von Straßburg: 10 Individuen, gefunden 1895
  • ebenfalls im Museum von Châteaudun: 7 Individuen, gefunden 1899
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/

Epilog

Und da ist das Ende dieses Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Wer kennt nicht die Sage vom Rattenfänger von Hameln? Hierbei handelt es sich um die Geschichte eines Mannes, dem Rattenfänger, der von der Stadt Hameln bezahlt wurde, sie von einer Rattenplage zu befreien. Laut der Sage nahm er aber nicht die Ratten, sondern die Kinder mit sich …

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Mythen aufzudecken.

Seid also dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 20 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 21 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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