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Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 22: Dorn

Destiny ist ein Mysterium. Ihr liebt Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Namen und Geschichten? Eine Geschichte in Kapiteln.

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Und wieder ist eine Woche vergangen. Nicht mehr viele Wochen und die neue Saison startet. Was uns da wohl alles erwarten wird? Für mich ist es jetzt erst mal wieder an Zeit für das nächste Kapitel in unserer Serie über das Destiny-Universum. Ich habe mich wieder hingesetzt und nachgedacht. Was könnte euch interessieren? In der vergangenen Woche bin ich hinter die Geheimnisse des Vagabunden gekommen und bin in seine Geschichte eingetaucht. In dieser Woche bewegen wir uns gar nicht so weit weg davon. Denn in diesem Artikel gehe ich dem Mythos der Dorn (oder „Thorn“) auf den Grund. Was sich wohl für Geheimnisse hinter dieser Waffe verbergen?

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Bevor wir uns aber mit dem Mythos hinter der Dorn beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist die Dorn?

„Auf einen Feind loszugehen, bedeutet, ihn nicht als ebenbürtig zu betrachten, sondern als Objekt – ohne Geist oder Bedeutung.“ – 13. Einsicht, 7. Buch der Trauer

Die Dorn, die vorher eine Rose war

Die exotische Handfeuerwaffe Dorn ist eine der Waffen der Trauer. Die Waffe ist glatt, dunkelschwarz, mit vielen Spitzen oder „Dornen“, die die Seiten schmücken und zur Vorderseite der Waffe zeigen. Die Geschosse ähneln auch kleinen Dolchen oder „Dornen“. Die Dorn kennen die meisten von euch sicher noch aus Destiny 1, denn dort konnte man sie zum ersten Mal erspielen. Auch jetzt in Destiny 2 ist sie wieder ein Bestandteil des Inventars und ebenfalls über eine Quest zu erlangen. Schauen wir uns nun doch einmal die Hintergründe dieser Waffe näher an.

Rezyl Azzir

Die Dorn gehörte ursprünglich einem Hüter. Er nannte sich Rezyl Azzir. Im Laufe der Zeit wird seine Art Titan genannt werden. Ein Haufen Muskel sowie Macht und Metall. Sein Kragen war aus Pelz und Zähnen gefertigt. Bekleidet war er in prunkvoller, goldener, geätzter Panzerung, mit Schultern, die von Trophäen bedeckt waren. Das war bevor die Stadt, wie wir sie aus dem Destiny-Universum kenne, „Die Letzte Sichere Stadt“ war.

Quelle: https://imgur.com/user/LillianRei

Der Name Rezyl Azzir ging im Laufe der Zeit verloren. Viel später aber hinterließ er als Dredgen Yor einen tiefen Eindruck. Dafür bekannt, mehr als jeder andere die Dunkelheit zu bekämpfen und letztendlich vernichten zu wollen, feuerte er mit Vorliebe nur mit einer einzigen Handfeuerwaffe, der Rose.

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Allerdings beschäftigte Rezyl sich ähnlich wie Toland dermaßen intensiv und leidenschaftlich mit der Bekämpfung der Dunkelheit, dass er schließlich selbst von ihr korrumpiert wurde und sich zum Teil mit ihrer Macht erfüllte. Letztendlich führte es dazu, dass sich auch seine Waffe veränderte und zu einem weitaus dunklerem Werkzeug wurde, der Dorn.

Zerfressen von der Dunkelheit begannen Rezyl und seine Rose mutwillig Unschuldige zu ermorden und ihr Licht zu verzehren. Seitdem hungerten die beiden nach dem Licht anderer Hüter. Die Dorn wurde an Xyor, die Unverheiratete gebunden. Sobald sie getötet wird, wird die Bindung entfernt und Hüter können die Dorn ohne Korruptionsrisiko sicher verwenden. Das ist aber ebenfalls Teil einer anderen Geschichte.

Das alles aber war Yor nicht genug. Er tötete jeden Menschen, den er finden konnte, aus reiner Mordlust heraus. Seine neue Waffe war ihm dabei stets ein treuer Gefährte. Das trieb er solange fort, bis hin zu jenem Tag, an dem ein anderer mächtiger Hüter und ein ehemaliger Freund von Yor sich entschloss, den abtrünnigen Hüter zu jagen und zur Strecke zu bringen. Sein Name war Jaren Ward und er führte eine einzigartige Handfeuerwaffe, Das Letzte Wort.

Quelle: https://www.ishtar-collective.net

Am Ende kam es zu einem Duell zwischen den beiden, in dessen Verlauf  Yor Ward mit seiner Waffe, der Dorn, tötete. Doch Jaren Ward hatte einen Schüler, ein junger Hüter namens Shin Malphur. Dieser ergriff die Waffe seines Mentors und brachte Dredgen Yor schließlich Jahre später zur Strecke und sicherte die Waffe der Dunkelheit – so zunächst die Geschichte. Tatsächlich aber wurde Yors toter Körper niemals gefunden. Daher hält sich der Mythos, dass er noch immer da draußen, in den Schatten der Dunkelheit, lauert und darauf wartet, sich seine geliebte Waffe zurückzuholen.

Zu diesem Thema erscheint in Kürze ein weiterer Artikel, in dem ich näher auf Yor, Ward, Malphur und seiner Jagd nach den Schatten von Yor eingehen werde.

Quelle: Destiny-Grimoire, Destiny 2-Lorebücher, Bungie

 

Lore – Grimoire

Dorn

„Auf einen Feind loszugehen, bedeutet, ihn nicht als ebenbürtig zu betrachten, sondern als Objekt – ohne Geist oder Bedeutung.“
– 13. Einsicht, 7. Buch der Trauer

Dorn war einmal die Waffe eines Helden, bevor sie durch dunkle Praktiken verändert wurde. Sein zerklüftetes Gestell deutet auf eine unheilvolle Wahrheit hin: eine machtvolle Verbindung zu den unaussprechlichen Hexereien der Schar.

Die Legende des Dorn ist mit dem Aufstieg und Fall von Dredgen Yor verbunden, ein Hüter, an dessen Namen man sich nur noch mit Ekel und Schmach erinnert. Man glaubte, er sei zerstört worden … doch Gerüchte über seine Existenz kursieren immer noch in der Wildnis.

Geist-Fragment Dorn

„Die Rose.“

Der Ehrenmann stand da. Und die Menschen schauten ihn an. Denn er war ein Leuchtfeuer. Fleischgewordene Hoffnung. Und doch nur ein Mann. Und in dieser Wahrheit lag eine große Verheißung. Wenn ein Mann sich der Nacht entgegenstellen kann, dann kann es jeder.

In seiner starken Hand hielt der Mann eine Rose. Und seine Aura leuchtete hell.

Als der Mann weiterreiste, erinnerten sich die Menschen. Er verbreitete Hoffnung. Doch der Mann hatte eine geheime Furcht. Seine Gedanken waren dunkel. Und Traurigkeit kroch aus seinem tiefsten Inneren hervor. Er war schon seit solch langer Zeit ein Held, aber Stolz hatte ihn auf den Pfad der Trauer und des Kummers geführt.

Langsam aber sicher wurde das Flüstern der Schatten eine Stimme, ein dunkler Ruf, der mit Ruhm lockte, der sogar das hellste Licht verführen könnte. Er wusste, dass er schwach wurde, aber dennoch verlangte es ihn danach.

An seinem letzten Tag setzte er sich nieder und sah sich den Sonnenuntergang an. Seine letzten Gedanken, von reinem Herzen, wenn auch nicht Körper, klammerten sich an die flüchtige Hoffnung, dass auch wenn sie durch den Mann, zu dem er werden würde, leiden werden, sich die Menschen doch an den Mann erinnern würden, der er einst gewesen war. Ob dies seine Wahl war oder Bestimmung, das weiß nur das Schicksal.

In der kalten Abendluft, als die Nacht die Dämmerung verschlang, hörte der Ehrenmann zu existieren auf. An seiner statt gab es einen anderen.

Gleiches Fleisch. Gleiche Knochen. Und doch grundverschieden.

Der erste und einzige seiner Art. Der einzige Ahne und der letzte Nachkomme, der den Namen Yor trägt.

In den ersten Augenblicken als neues Wesen, sah er auf seine Rose hinunter und erkannte zum ersten Mal, dass sie keine Blüten hatte: nur die gezackte Absicht wütender Dornen.

Quelle: Bungie

 

Die Mythologie hinter der Dorn

Mit der Dorn oder dem Dorn kann man recht vieles in Verbindung bringen. Ich werde hier einige Ansätze davon einmal näher erklären.

Dorn in der Natur

Zunächst findet man Dornen natürlich in der Botanik, als Teil von Pflanzen, der wohl bekannteste Dorn ist an einer Rose zu finden.

Nordische Mythologie

Bölthorn

In der nordischen Mythologie ist einiges zu finden, was sich mit Dornen beschäftigt. So zum Beispiel Bölthorn. Der Begriff selbst ist altnordisch und steht für „Dorn des Verderbens„, „Schadensdorn„, Unglücksdorn„. Er ist ein Riese (Jötunn) der nordischen Mythologie. Bölthorn gehört zu den Riesen, die bereits vor der Schöpfung der Welt lebten.

Weiterhin findet sich in der nordischen Mythologie das Svefnthorn.

Svefnthorn

Oder auch „Schlafdorn „.

Es ist ein Symbol. Dieses findet man in einigen nordischen Sagen und in magischen Formeln, die lange nach der Wikingerzeit aufgezeichnet wurden.

Das Svefnthorn wurde verwendet, um einen Gegner in einen tiefen Schlaf zu versetzen, aus dem derjenige lange nicht erwachen würde.

Auch der neunte Spruch aus dem Huld-Manuskript, einem frühneuzeitlichen Buch isländischer Zaubersprüche, verweist zum Beispiel auf das Svefnthorn und lautet:

„Dieses Zeichen würde auf Eiche geschnitzt und unter den Kopf desjenigen gelegt werden, der schlafen soll, damit er erst aufwachen kann es ist weggenommen. “

Quelle: norse-mythology.org

Ein Schneider mit seinem Werkzeug: Schere, Nadel, Garn und Dorn für die Bearbeitung von Pelzen (spätmittelalterliche Federzeichnung)

Dorn als Werkzeug

Der als Werkzeug verwendete Dorn ist ein lang auslaufender Stift mit Griff, der zum Erweitern von Löchern benutzt wird (im Unterschied zu der zum Herstellen von Löchern verwendeten Ahle). Dieser findet unter anderem im Schuhmacherhandwerk und dem Schneiderhandwerk Anwendung.

Andere Dorne gibt es auch in der Metallverarbeitung an der Richtplatte, mit denen ein aufgelegtes Werkstück verspannt werden kann. Dorne dienen auch zum Kalibrieren von Bohrungen in verformbaren Werkstücken, die dazu auf den Dorn geschoben werden.

Als Spanndorn dienen sie als Aufnahme für Werkzeuge oder Werkstücke, welche z. B. mit Elektrowerkzeugen oder Werkzeugmaschinen in eine Drehbewegung versetzt werden sollen.

 

Epilog

Und schon ist wieder das Ende dieses Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Die Dorn, mythenumrankt – genau wie ihr Träger Rezyl Azzir. Die Dunkelheit ist eine Verlockung, der nur wenige wiederstehen können. Und wer weiß, vielleicht existiert Dredgen Yor ja tatsächlich noch da draußen? Nehmt euch vor ihm in Acht … Oder nutzt eure Dorn, doch passt nur gut auf, daas ihr nicht der Dunkelheit verfallt …

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Mythen aufzudecken.

Seid also dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 22 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 23 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!


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Über Angel_Dust

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Ich bin Baujahr 71 und leidenschaftliche Zockerin, am liebsten Destiny, aber auch The Division. beide Spiele zocke ich seit Release. Wenn ich nicht gerade an der Konsole sitze bin ich Selbstständig. Mein zweites Leben ist dem Mittelalter verschrieben.

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