Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 23: Der Jadehase

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Die Zeit vergeht wieder einmal wie im Fluge. Schon wieder ist eine Woche rum. Heute endet das Schwelgerei-Event und ich hoffe, ihr hattet damit genau so viel Spaß wie ich. Mann, was werde ich die ganzen Granaten vermissen … Aber genug davon. Für mich ist es jetzt erstmal wieder an der Zeit für das nächste Kapitel über das Destiny-Universum. Ich habe mich wieder hingesetzt und nachgedacht. Was könnte euch interessieren? Das Thema des heutigen Kapitels lautet: Der Jadehase. Was oder wer ist es? Wo begegnet uns der Begriff?

Bevor wir uns aber mit dem Mythos hinter dem Jadehasen beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist der Jadehase?

Der Jadehase

Der Jadehase ist ein exotisches Scout-Gewehr, welches die meisten von euch sicher bereits seit Destiny 1 kennen. Es besticht durch die folgenden Perks:

  • Schicksal aller Narren: Verkette Körpertreffer, um für euren nächsten Präzisionsschuss Bonusschaden zu erhalten und damit Munition ins Magazin zurückwandert.
  • Polygonlauf: Für Rückstoß-Verringerung optimierter Lauf. • Erhöht Stabilität
  • Panzerbrechende Geschosse: Geschosse verursachen zusätzlichen Schaden bei den Schilden der Kämpfer und durchdringen Ziele überdurchschnittlich. • Erhöht Reichweite leicht
  • Zen-Moment: Mit dieser Waffe verursachter Schaden erhöht ihre Stabilität.

Wie so viele Waffen des Dunklen Zeitalters ist der Jadehase aus hastig wieder zusammengebastelter – und oft kaum verstandener – Technologie aus dem Goldenen Zeitalter hergestellt worden: In diesem Fall aus kinetischen Antriebssysteme für geringe Atmosphäre, die in den lunaren Niederlassungen verwendet wurden. Sogar das Gehäuse der Waffe ist aus den Bollwerken der Erstes Licht-Installierung herausgeschnitten.

Lore

„Was für einen irrsinnigen Plan führst du diesmal im Schilde?“

Hast du dich jemals gefragt, wer du warst, bevor du wiederbelebt wurdest? Spürst du lähmende Angst, wenn du an den kalten, erbarmungslosen Griff des Todes denkst? Hast du das Bedürfnis, stundenlang mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden zu liegen und kommst deshalb nicht weiter im Leben?

Von den Machern von „Lunal“ gibt es jetzt extra starkes Immortalia: ein revolutionäres Kampfelixier, das dir die lähmende Furcht vor deinem zweiten Leben nimmt. Immortalia bekämpft Antriebslosigkeit, Zynismus und Beklommenheit. Mögliche Nebenwirkungen sind plötzliches Tanzen, würziges Auftreten und Massen-Heldentum.

Das Führen von düsenbetriebenen Gelände-Fahrzeugen sollte nach der Einnahme von Immortalia unterlassen werden.


Die Mythologie und die Geschichte hinter dem Jadehasen

In der chinesischen Mythologie ist der Jadehase (jap. Tsuki no Usagi) der Begleiter der Mondgöttin Chang’e. Sie leben in einem Palast namens “Guanghan Gong”.

Pareidolie: Umrisse eines Hasen mit Mörser auf dem Mond

Der Jadehase wird auch als Hase im Mond bezeichnet.

Der Hase im Mond ist in der Folklore eine Gestalt, die auf der Basis der Pareidolie in dem charakteristischen Aussehen der Mondoberfläche wahrnehmbar ist. Diese Figur ist in verschiedenen Kulturen insbesondere der ostasiatischen Folklore verbreitet, wo sie in Verbindung mit einem Mörser oder Stampfbottich auftritt. In diesem stellt er das Lebenselixier der Göttin her. Der Mörser symbolisiert dabei den Neumond, der die Mondsichel gebiert.

 

 

Der weiße Hase auf dem Mond bereitet das Elixier der Unsterblichkeit (kaiserliche Gewandstickerei, 18. Jahrhundert).

Geschichte

Die früheste Erwähnung eines Hasen auf dem Mond findet sich in den Chuci, einer Anthologie chinesischer Gedichte aus der Zeit der Streitenden Reiche der Han, der zufolge ein Hase gemeinsam mit einer Kröte (beide uralte Fruchtbarkeitssymbole) auf dem Mond unablässig damit beschäftigt ist, pfundweise Unsterblichkeit verleihende Kräuter zu stampfen.

Bronzespiegel aus der Tang-Dynastie mit der Mondgöttin und dem Mondhasen

Überlieferung

In der buddhistischen Śaśajâtaka (Jataka-Erzählung Nr. 316), beschlossen ein Affe, ein Otter, ein Schakal und ein Hase am Tag des Vollmondes (Uposatha) ein Werk der Nächstenliebe zu vollbringen.

Als nun ein alter Mann  (der verkleidete Jadekaiser) um Nahrung bettelte, sammelten die Affen Früchte von den Bäumen, der Fischotter Fische, der Schakal stahl eine Eidechse und eine Kanne Milchquark. Aber der Hase, der allein Gras zu sammeln verstand, bot stattdessen seinen eigenen Leib und warf sich in das Feuer, das der Mann entzündet hatte. Jedoch der Hase verbrannte nicht. Der alte Mann offenbarte sich als heiliger Sakka und sprach überaus bewegt von der gezeigten Opferbereitschaft:

„Wer sich selbst vergisst, wird, und sei er die niedrigste Kreatur, den Ozean des ewigen Friedens erlangen. Mögen alle Menschen aus diesem Beispiel lernen und sich zu Taten des Mitleids und Erbarmens bewegen lassen.“

Er verlegte, angerührt von der Tugend des Hasen, dessen Bild auf den Mond, dass es jedermann sähe. Es soll noch heute den Rauch zeigen, der aufstieg, als der Hase sich ins Feuer warf.

Die Chinesen verzierten während des Mondfestes die Kuchen mit dem Bild des Hasen. Sie räucherten vor seinen Bronzefiguren und befestigten bei Vollmond ein farbiges Plakat mit seinem Bild, das sie ehrfürchtig grüßten und daraufhin zeremoniell verbrannten.

Epilog

Und da ist das Ende dieses Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Wer hätte nicht gern so einen treuen, niedlichen Begleiter? Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich Wolkenformationen betrachte und mir dann überlege, was sie darstellen könnten. Warum dann nicht auch einen Hasen auf dem Mond?

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Mythen aufzudecken.

Seid also dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 23 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 24 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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