Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 25: Gambit

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

„Nichts tötet einen Hüter schneller … als ein anderer Hüter. Woo! Macht euch bereit, böse Jungs zu sein!“ – Der Vagabund

Und schon wieder ist eine Woche rum. Das letzte Eisenbanner von Saison 6 ist Geschichte, am Freitag gab’s die letzte Einladung der Neun bei Xûr und nun heißt es warten. Am 4. Juni erscheint der letzte Teil des Erweiterungspasses. Ich bin schon riesig gespannt darauf, was uns da erwarten wird! Um euch die Zeit bis dahin etwas zu vertreiben, gibt es natürlich auch in dieser Woche wieder ein neues Kapitel aus der Rubrik Mythologie. Ich habe mich also wieder hingesetzt und nachgedacht. Was könnte euch interessieren? Viele von euch fragen sich sicher, was es immer mit diesem Gambit auf sich hat. Ich habe etwas nachgeforscht und bin auf einige interessante Dinge gestoßen. Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Gambit.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter Gambit beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist Gambit?

Gambit

Gambit ist ein beliebter Spielmodus im Destiny 2-Universum. Ansprechpartner hierfür ist der Vagabund, welchen ihr im Anbau des Turms findet. Das Gambit startet auf dem Schiff des Vagabunden, der Ausgestoßenen. Das Ganze ist ein Hybrid-Modus, also eine Mischung aus PvP und PvE. Alles beginnt damit, dass sich zwei Teams zu je vier Mann im Schiff des Vagabunden  gegenüberstehen und anhand von Gesten zunächst mal „Nettigkeiten“ austauschen können. Der Vagabund gibt noch einige Anekdoten zum Besten und dann geht’s auch schon los …

PvE

Durch einen Teleporter gelangt ihr auf eine zufällige Spiel-Map. In der Mitte des Geschehens befindet sich die Bank, in welche die Motes gebunkert werden, die eure Gegner fallen lassen. Sind davon 75 Stück deponiert, gilt es den dann erscheinenden Urzeitler zu besiegen. Das Team, welchem dieses als erstes gelingt, gewinnt diese Runde. Das Ganze zieht sich über insgesamt drei Runden.

PvP

Sobald ein Team 25, 50 und 75  Motes gesammelt und sie bei der Bank abgegeben hat, erhält es die Möglichkeit, ein Portal zu öffnen und für 30 Sekunden einen eigenen Spieler in den Bereich des gegnerischen Teams zu schicken.

Dieser Eindringling kann das gegnerische  Team wie im normalen PvP bekämpfen und so zusätzlich für Chaos und Verwirrung sorgen.  Zahlen über den Köpfen der Gegenspieler zeigen euch an, wie viele Motes sie bereits mit sich führen. So kann man gezielt die Spieler mit den meisten Motes zur Strecke bringen. Natürlich verläuft das nicht einseitig, denn auch das Gegnerteam kann euch mit einem Eindringling ärgern.

Sobald der Urzeitler auf dem Feld ist, öffnet sich das Gegnerportal alle 40 Sekunden, denn man will euch natürlich davon abbringen, den Urzeitler zu vernichten. Jeder Kill, den der Eindringling an eurem Team vornimmt, heilt den Urzeitler.

Gambit Prime

Eine Neuerung, welche mit dem Saison-Pass eingeführt wurde, ist Gambit Prime. Gambit Prime basiert im Großen und Ganzen auf dem klassischen Gambit. Auch hierbei treten zwei Vierer-Teams gegeneinander an. Das Ziel ist das gleiche: Partikel sammeln (100 Stück), deponieren, Urzeitler beschwören.  Aber auf dem Weg dahin gibt es jede Menge Hindernisse, die man dem gegnerischen Team vor die Füße werfen kann oder auch selbst abbekommt. Liefert man beispielsweise 5, 10, 15 oder sogar 20 (nur beim Gesetzloser Sammler-Rüstungs-Set) Partikel gleichzeitig bei seiner eigenen Bank ab, spawnen auf der gegnerischen Seite Blocker, die verhindern, dass gegnerische Spieler ihre Partikel abgeben können. Diese Blocker müssen zuerst ausgeschalten werden. Habt ihr mehr als zwei davon an eurer Bank, verliert ihr kontinuierlich bereits deponierte Motes!

Natürlich öffnet ihr auch hier ein Portal, um das Gegnerteam zu infiltrieren.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich Rollen zu zu weisen. Über den Modus Abrechnung könnt ihr euch spezielle Rüstungen zulegen, die im Prime absolut sinnvoll sind. Es gibt vier verschiedene Funktionen: Der Sammler sammelt und deponiert die Partikel, die ihm der Drescher vorarbeitet, indem er rasch die Gegner erledigt. Der Wächter passt auf die Bank auf und kümmert sich um Blocker und Eindringlinge, während der Eindringling hauptsächlich die Infiltration des Gegnerteams übernimmt. Alle vier zusammen können im Team ordentlich abräumen, wenn jeder seine Funktion ernst nimmt.

Ränge 

Gambit umfasst ein Ranking-System namens Ruchlosigkeit, das dem Rangsystem im Schmelztiegel sehr ähnlich ist. Ruchlosigkeits-Punkte werden durch das Abschließen von Beutezügen für den Vagabunden und das Abschließen von Gambit-Matches verdient. Gewinne bringen mehr Punkte als Verluste. Nachdem der maximale Ruchlosigkeits-Rang erreicht wurde, kann der Rang zurückgesetzt werden, um einzigartige Belohnungen zu erhalten.

Mehr zum Vagabunden könnt ihr in diesem Artikel erfahren.

Gambit in der Mythologie

Wenden wir uns nun aber einer anderen Art Gambit zu. Der Begriff „Gambit“ ist in verschiedenen Zusammenhängen zu finden.

Etymologie und Wortbedeutung

Der Ausdruck Gambit wurde erstmals 1561 im Werk des Spaniers Ruy López de Segura benutzt. Das Wort stammt aus dem Italienischen, wie Ruy López angibt, und ist anscheinend einem Fachausdruck des Ringsports entlehnt – im Sinne von dare il gambetto (ein Bein stellen). Nach der Verwendung durch Ruy López wurde der Begriff später in andere Sprachen übernommen.

Im Englischen hat der Ausdruck Gambit zusätzlich eine übertragene Bedeutung angenommen. Gemeint ist eine riskante und trickreiche Strategie bzw. eine geschickte Eröffnung eines Gesprächs oder einer Verhandlung, um einen Vorteil zu erlangen.

Vereinzelt kommt es im Deutschen, in der Regel als Übersetzung aus dem Englischen, zu einer Verwendung der übertragenen Bedeutung. Dann ist auch die allgemeinere Floskel „ein geschickter Schachzug“ möglich.

Schach

Unter einem Gambit versteht man beim Schach eine Eröffnung, bei der ein Bauer (bzw. mehrere Bauern) oder eine Leichtfigur für eine taktische oder manchmal auch strategische Kompensation dem Gegner preisgegeben wird.

Die Intention lässt sich einfach zusammenfassen: „Der Gambitspieler versucht um den Preis eines Opfers schon in der Eröffnung das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden“.  Für das geopferte Material wird gewöhnlich ein Tempogewinn und Entwicklungsvorsprung erzielt.

 

 

Comic

Gambit, auf dem Varianten-Cover von Astonishing X-Men # 4 (Oktober 2018). Kunst von Adi Granov.

Gambit (Remy Etienne LeBeau) ist eine fiktive Figur, die in amerikanischen Comic-Büchern erscheint, die von Marvel Comics veröffentlicht werden, häufig in Verbindung mit den X-Men .Die Figur wurde von dem Schriftsteller Chris Claremont und dem Künstler Jim Lee geschaffen. Der Charakter wurde vom Künstler Mike Collins gezeichnet und trat zum ersten Mal in Uncanny X-Men Annual # 14 (Juli 1990) und Uncanny X-Men # 266 (August 1990) auf. 

Gambit gehört zu einer Unterart von Menschen, den Mutanten, die mit übermenschlichen Fähigkeiten geboren werden. Gambit hat die Fähigkeit, mental reine kinetische Energie nach seinen Wünschen zu erschaffen, zu kontrollieren und zu manipulieren.

Er ist auch unglaublich sachkundig und geschickt im Werfen von Karten, im Nahkampf und im Einsatz eines Bō- Stabs. Es ist bekannt, dass Gambit Spielkarten und andere Objekte mit kinetischer Energie auflädt und sie als explosive Projektile verwendet.

Wolverine: „Bist du Remy LeBeau?“ Gambit: „Schulde ich Ihnen Geld?“ Wolverine: „Nein.“ Gambit: „Dann bin ich Remy LeBeau.“

Er war Teil einer Diebesgilde, bevor er Mitglied der X-Men wurde. Angesichts seiner Geschichte vertrauten nur wenige X-Men Gambit, als er sich der Gruppe anschloss. Es gab immer wieder eine Quelle des Stresses zwischen ihm und seinem immer wieder verliebten Interesse und seiner späteren Frau Rogue. Dies wurde noch verschärft, als Gambits Verbindungen zu Bösewicht Mister Sinister enthüllt wurden, obwohl einige seiner Teammitglieder akzeptieren, dass Gambit ehrlich um Erlösung bemüht ist.

Gambit wird oft als „Mann der Damen“ dargestellt und hat im Laufe der Jahre eine verletzlichere Seite von sich gezeigt, besonders wenn es um Rogue geht. Gambit ist weiterhin sehr stolz auf sein Erbe in Louisiana und spricht mit einem Cajun-Akzent.

Epilog

Und da ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Jaaaa, nun, wenn man Gambit richtig betrachtet, hat es sehr viel mit dem Schachspiel gemeinsam. Auch im Gambit des Vagabunden ist die richtige Strategie und Taktik spielentscheidend und bereits der Anfang kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Mythen aufzudecken.

Seid also dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 25 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 26 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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