Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 28: Menagerie

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Und noch immer gibt es viel Neues zu entdecken. Das gilt auch hier und so habe ich mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? Da wir uns ja in dieser Saison mit der „Menagerie“ befassen, dachte ich, es gibt sicher einen Grund, mehr darüber herauszufinden. Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Menagerie.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter dem Begriff Menagerie beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist eine Menagerie?

Menagerie im Destiny-Universum

Die Menagerie ist eine brandneue Herausforderung für einen 6-Spieler-Trupp. Dazu begebt ihr euch in ein noch unbekanntes Gebiet auf der Leviathan.

Imperator Calus hat ein Labyrinth voller Herausforderungen in seinen verborgenen Kammern erstellt. Ähnlich einem Zoo werdet ihr in den verschiedenen Kammern auf die unterschiedlichsten Gegner treffen. Diese hält der Imperator dort zu seinem Vergnügen.

Ziel ist es, die Gegner in diesen Kammern rasch zu eliminieren. Das ganze ist also wie ein Hordenmodus aufgebaut, beinhaltet jedoch auch Mechaniken, die es zu lernen gilt.

Der Imperator schickt euch zunächst auf die Suche nach dem Kelch der Opulenz. Durch den Kelch der Opulenz, den es zusammenzusetzen gilt, erhaltet ihr dann unerahnten Reichtum in Form von Loot, welchen ihr nach dem erfolgreichen Siegen in den  jeweiligen Kammern bekommt. Durch vorher im Kelch platzierte Runen entscheidet ihr, welchen Loot ihr erspielt.

Der Kelch kann mit der Zeit mit allerlei Perks aufgewertet werden und euch dadurch besseren Loot verschaffen.

Calus‘ Menagerie erinnert an die Athenäum-Welten der Kabale. Schauen wir uns das mal kurz an:

Die Athenäum-Welten

Eine Überlieferung besagt, dass die Kabale Technologien in Tresoren an einem Ort gespeichert haben, den sie „Athenäum-Welten“ nannten. In den Gewölben befanden sich Technologien aller indoktrinierten Arten des Kabalenreiches.

Wörtlich genommen wären „riesige Athenäumwelten“ im Grunde genommen Bibliotheken in Planetengröße, vermutlich mit dem gesammelten Wissen all derer, die von Kabalen in ihrem endlosen Expansionskrieg erobert wurden.

Als Ghaul Imperator Calus ins Exil schickte, wurden die Gewölbe entweder vergessen oder waren verloren. Jetzt hofft Calus, uns zu benutzen, um die Tresore und all die Geheimnisse und Technologien, die darin liegen, zurückzugewinnen.

Dazu passt diese Passage von Imperator Calus zur Raid-Ausrüstung des Warlocks:

Insignien-Schatten-Robe:

Ein bisschen kühner. Ein bisschen mehr Fokus. Du bist fast bereit … einen Schatten zu werfen. – Calus, Kaiser der Kabale

„Die Kabale, an die ich mich erinnere, waren Sammler auf höchstem Niveau. Als unser Imperium größer wurde und wir auf Arten von erstaunlichem technologischem Können trafen, nahmen wir das, was sie schufen, zusammen mit ihrer Kultur auf. 

Nichts Nützliches ist uns jemals entgangen, und alles, was wir fanden, haben wir in den großen Athenäum-Welten katalogisiert und archiviert. Empfindliche Anomalien, gedankengetriebene Realitätszerstörer, tragbare Weltendgeräte. Unsere Gewölbe wurden fett, und wir auch, durch die Artefakte, die sie beherbergten.

Keine dieser Waffen wurde im Roten Krieg eingesetzt. Das bedeutet nur, dass Ghaul und seine Rote Legion sie verloren haben – oder sie woanders eingesetzt haben. Welcher Feind könnte diese Reaktion widerlegen? Ich weiß es nicht. 

Die loyalistischen Hausmeister, die ich persönlich auf jeder Athenäum-Welt stationiert habe, haben sehr lange geschwiegen. Ohne sie würde es Leben kosten, die Funktionen der darin verborgenen Technologie neu zu entdecken.

Ein Schatten ihres Wächterstammes wäre der ideale Krieger-Wissenschaftler, um diese Welten aufzusuchen und ihre Geheimnisse neu zu entdecken.“

– Calus, Kaiser der Kabale

 

Weiteres erfahren wir aus der Raid-Rüstung des Jägers:

Schattenreiter-Rüstung

„Ein bisschen schneller. Ein bisschen tödlicher. Du bist fast bereit … einen Schatten zu werfen.“ – Calus, Kaiser der Kabale

„Die Kabale, die ich kannte, schätzte Wissen über alles. Natürlich haben sie es getan. Ich war ihr Vorbild.

Wir haben Gewölbe mit Artefakten und Texten in den großen Athenäumwelten aufbewahrt, die über das Muttersystem verteilt sind.

Schriften über die erhabene Geschichte des Imperiums und seiner vielseitigen Menschen.

Texte über den riesigen Kopf, gefangen und ausgestreckt.

Schriften über die Taten des Willens, die von Licht und Reisender-Überlieferung ermöglicht werden.

Texte über…..  na ja, Theorien über die Dunkelheit.

 

Es ist so wenig geschrieben, abgesehen von dem, was aus den Träumen der Würmer aufgezeichnet wurde.

In den Gewölben befanden sich Technologien und Waffen aus unzähligen indoktrinierten Welten. Und nach ihrer Abwesenheit in diesem Roten Krieg zu urteilen, hat Dominus Ghauls Legion sie alle entweder vergessen oder verloren. Für die Navigation in den Athenäum-Welten waren erfahrene Guides erforderlich: Guides, die mir treu ergeben sind. Ich habe seit langer Zeit nichts mehr von ihnen gehört.

Ein Schatten ihres Wächterstammes wäre der ideale Schatzsucher, um diese Depots zu plündern und dem falschen Reich die Geheimnisse zu entlocken, die mir zu Recht gehören.

– Calus, Kaiser der Kabale

Mehr zu den Athenäum-Welten erfahrt ihr bald in einem weiteren Beitrag aus dem Mysterium Destiny.

Menagerie in der Geschichte

Die Menagerie ist eine historische Form der Tierhaltung und als solche der Vorläufer des zoologischen Gartens. Dieser entwickelte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Der Begriff Menagerie stammt aus dem Französischen und ist, dem bäuerlichen Wortschatz entlehnt, seit dem 17. Jahrhundert als Bezeichnung für eine höfische Tierhaltung belegt. Die Encyclopédie méthodique von 1782 definiert Menagerie als „établissement de luxe et de curiosité“. Erst später wurde der Begriff auch auf Wanderausstellungen (Wandermenagerie), die durchs Land zogen und auf Jahrmärkten gastierten, übertragen.

Die höfische Menagerie im Schlosspark von Versailles zur Zeit Ludwigs XIV.

Höfische Menagerien

Eine höfische Menagerie war direkt an den Hof eines Aristokraten oder eines Herrschers angegliedert. So befand sie sich meist im Garten eines größeren Anwesens oder auch, ähnlich wie Fasanerien und Orangerien, in einem Schlosspark.

Die höfischen Menagerien unterscheiden sich von zoologischen Gärten dadurch, dass sie von Adeligen getragen und nicht primär wissenschaftlich ausgerichtet waren. Sie dienten zur Demonstration von Macht oder Reichtum und gaben der adeligen Gesellschaft die Möglichkeit zur Zerstreuung. Nur vereinzelt wurden sie auch zu Orten wissenschaftlicher Studien. Zoologische Gärten hingegen waren in den meisten Fällen Gründungen des Bürgertums und wurden von Verantwortlichen getragen, die einen wissenschaftlichen und pädagogischen Anspruch vertraten.

Der 1827 in Berlin publizierte „Plan der Pfaueninsel mit den Ansichten ihrer Gebäude“ .
Plan der Pfaueninsel mit 12 Teilansichten (Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte CC

Mittelalter

Bereits im Mittelalter gab es höfische Menagerien. Die wohl bedeutendste war die königliche Menagerie im Tower of London, die 1235 unter Heinrich III. von England (1207–1272) ihren Anfang nahm. Unter anderem hielt Heinrich einen Elefanten.

Spätmittelalter

Im 16. Jahrhundert begann auch die italienische Aristokratie, in den Gärten ihrer Residenzen am Rande der Städte exotische Tiere zu halten. Dazu gehörte vor allem auch die Villa von Kardinal Scipione Borghese (1577–1633) bei Rom. Das Wildgehege König Manuels I. von Portugal im Schloss zu Ribeira in Lissabon wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Europa bestaunt. Zum einen auch wegen der kolossalen Dickhäuter, die Manuel aus Indien zu importieren pflegte und von denen der Elefant Hanno und Dürers Rhinozeros als Geschenke an Papst Leo X. berühmt wurden.

Renaissance und Barock

Zu einer regelrechten Blüte kamen die Menagerien, seit Ludwig XIV. (1638–1715) im Schlosspark von Versailles in den Jahren 1663/64 einen Komplex aus Gehegen für exotische Tiere anlegen ließ. In dieser Menagerie wurden ab 1664 exotische Tiere gehalten. Von 1668 bis 1681 lebte hier der Elefant Ludwigs XIV.

Der von Jean Nicolas Jadot entworfene und 1759 erbaute Pavillon der Menagerie des Habsburger Hofes, des heutigen Tiergartens Schönbrunn in Wien.

Architektur

Der Gehegekomplex in Versailles war fächerförmig um einen Platz herum angeordnet, in dessen Mitte ein Pavillon mit Kuppeldach stand.

Die rund um ein symmetrisches Rondell mit Zentralbau gestaltete Barockanlage wurde zum Vorbild vieler anderer höfischer Menagerien  So zum Beispiel auch für die 1752 entstandene Menagerie im Schlosspark von Schönbrunn. Die Menagerie von Schönbrunn besteht als einzige bis heute. Sie hat sich allerdings zu einem wissenschaftlich orientierten, modernen Tiergarten entwickelt. Aufgrund der örtlichen Kontinuität wird der heutige Tiergarten Schönbrunn vielfach als ältester Zoo der Welt bezeichnet.

Schloß Weissenstein, Grundriß und Gartenplan, „General Grundriß des Hoch – Gräfflichen Schönbornischen Schloß Weissenstein ob Pommersfelden sampt denen darzu gehörigen stallungen der Menagerie u. des Gartens“. – Kupferstich v. I.N. Steidlin n. S. Kleiner, 1738, 28 x 55 Thieme – B. XX, 452 ff. – Blatt 1 der berühmten Folge. . Zeigt den Grundriß der Schloß- und Gartenanlagen, darüber ein Seitendurchschnitt.

Höfische Menagerien aber folgten in ihrer Architektur nicht unbedingt nur dem französischen Vorbild. Später entstanden auch Menagerien im englischen Gartenstil, wie etwa die Menagerie des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770–1840) auf der Pfaueninsel in Berlin-Wannsee. Die Leidenschaft vieler Fürsten für die Haltung exotischer Tiere ging jedoch mit der Zeit zurück. Auch durch den Aufstieg des Bürgertums wurden die höfischen Menagerien allmählich verdrängt und die bürgerlichen zoologischen Gärten traten an ihre Stelle.

Johann Geyer: Das Innere einer Tierbude, 1835; Öl auf Leinwand, 56,3×70,3 cm; Museum der bildenden Künste, Leipzig

Wandermenagerien

Seit etwa Mitte des 18. Jahrhunderts zogen in Mitteleuropa so genannte Wandermenagerien mit ihren Tierbuden von Ort zu Ort und befriedigten die Sensationslust der Bevölkerung, indem sie dieser exotische Tiere zur Schau darboten. Die Wandermenagerien sind von den höfischen Menagerien zu unterscheiden. Ihre Betreiber, die Menageristen, gehörten zum fahrenden Volk und damit zu den gesellschaftlichen Außenseitern. Erst später gelangten einige durch ihre Tierschauen zu Ansehen und Reichtum. Teilweise führten sie sogar große Tiere wie Elefanten oder Giraffen mit sich und erregten dadurch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung, die solche Tiere nicht kannte.

  • Eine der bedeutendsten Wandermenagerien in Europa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die der niederländischen Brüder van Aken.
  • Die Darbietungen des Berliner Tierschaustellers Garnier wurden in ganz Europa bekannt, als in den Jahren 1819 und 1820 zwei Elefanten aus seiner Menagerie durch Kanonenkugeln getötet wurden. Der Elefant Baba zum Beispiel war zwischen 1824 und 1840 so populär, dass die Wandermenagerien ihre Dickhäuter zuweilen unter demselben Namen vorführten.
  • In den USA kam die Menagerie Van Amburgh zu großer Berühmtheit, zumal sie eine der wenigen war, die den Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) überlebte. Ende des 19. Jahrhunderts machte P. T. Barnum den Elefanten Jumbo mit einer Tournee durch die Vereinigten Staaten weltberühmt.

Quelle: https://de.wikipedia.org

Epilog

Und da ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Mythen aufzudecken.

Seid also dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium-Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 28 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 29 widmen? Das Destiny-Universum ist noch voller weiterer Geheimnisse. Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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