Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 30: Athenäum

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Destiny 2: Saal des Imperators im Raid
„Was uns in den Athenäum-Katalogen bleibt, ist ein geeigneter Ersatz für alle Kräfte dieses Systems. Ich habe lediglich vergessen, wie ich sie erreichen kann. Bin nicht mehr der, der ich einst war. Ich brauche dich.“ — Imperator Calus

Das erste Eisenbanner der neuen Saison endet heute Abend. Wie hat es euch gefallen?

Nun ist aber wieder Zeit für die spannenden Destiny-Welten. Ich habe mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? In der Geschichte der Kabale gibt es die so genannten Athenäum-Welten. Das hatte ich bereits im Mythologie-Artikel zur Menagerie angeschnitten. Ich bin mal so gut und hänge euch den Link zum Nachlesen noch einmal an:

Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 28: Menagerie

Deshalb dachte ich, es ist sicher interessant, mehr darüber herauszufinden. Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Athenäum.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter dem Begriff beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist das Athenäum?

Kaiserlicher Garten im Destiny 2 Universum
„Die Athenäum-Welten liegen vor dir. Alles, was vom alten Imperium übrigblieb — und verlorenging. Gemeinsam werden wir sie wiederentdecken. Als wahre Kabale.“ — Imperator Calus

Athenäum-Welten

Die Athenäum-Welten des Kabal-Reiches sind riesige planetarische Aufbewahrungsorte für Wissen und Technologie. Die Gewölbe enthielten Technologien vieler Arten, die die Kabale entweder in ihr Reich aufnahmen oder eroberten. Der Tresorraum war voll von furchterregender potenzieller Technologie, darunter empfindsame Anomalien, gedankengetriebene Realitätszerstörer und tragbare Weltendgeräte. Unabhängig davon, ob die Kabale sie verloren oder an anderer Stelle eingesetzt hatten oder nicht.

Es gab Gewölbe, in denen Artefakte und Texte aufbewahrt wurden. Die großen Athenäum-Welten waren über das gesamte Muttersystem verteilt.

In diesen Gewölben befanden sich außerdem Technologien und Waffen aus unzähligen indoktrinierten Welten. Und nach ihrer Abwesenheit in der Roten Schlacht zu urteilen, hat Dominus Ghauls Legion sie alle entweder vergessen oder verloren.

Für die Navigation in den Athenäum-Welten waren erfahrene Guides erforderlich. Natürlich waren das Guides, die dem Imperator Calus treu ergeben sind. Er hat allerdings seit langer Zeit nichts mehr von ihnen gehört.

Raid-Rüstung aus der siebenten Saison von Destiny 2
„Nichts. Nichts kann uns aufhalten. Du und ich, wir werden die Säulen der Existenz von den verlorenen Athenäum-Welten zurückholen.“ —Imperator Calus

Die Krone des Leids kam von einer der Athenäum-Welten, einem Archiv der Schar.

Die Kabale, die ich kannte, waren erstklassige Sammler. Mit der Ausdehnung unseres Imperiums trafen wir auf Spezies mit atemberaubenden technologischen Fähigkeiten. Wir absorbierten ihre Kreationen – und ihre Kulturen. Nichts, was von Nutzen war, entkam unserem Griff und alles, was wir fanden, wurde in den großartigen Athenäum-Welten katalogisiert und archiviert. Fühlende Anomalien, gedankengesteuerte Realitätszerstörer, transportable Weltenvernichter. Unsere Kammern waren zum Bersten gefüllt, wie auch wir, mit den Artefakten in ihnen.

Calus, Imperator der Kabale

Destiny 2: Kunstvolle Leviathan-Emblem

Lore

MCXVII, bevorstehend. 
Aufgenommen vom Schriftgelehrten Ixolt

Der Schatten der Erde, der mit den Schatten der Eliksni und der Erwachten ein kleines, aber gewaltiges Team von Verbündeten gefunden hatte, bekannte dem Kaiser, dass er das Ende der Welt einläuten wolle, um seine Suche voranzutreiben. Die Schatten müssen einen Teil des verlorenen Wissens über die Athenäum-Welten des Imperiums zurückerobern. Der Kaiser stimmte dem Ausflug zu Recht zu und genehmigte ihn.

Was folgt, ist ein Bericht über die Rückgewinnung der Athenäum-Welt X:

Die Schatten der Erde, der Eliksni und der Erwachten trafen auf dem Eisplaneten ein, auf dem sich Kaiser Calus‘ Athenäum-Welt X befand, dessen Name bis heute verloren gegangen ist. Dieser Planet ist ein Aufbewahrungsort für kostbares, uraltes Wissen, das vom Kaiser gesammelt wurde. Er wurde aufgrund seiner feindlichen Umgebung ausgewählt, die als integriertes Verteidigungssystem für Eindringlinge und Diebe diente.

Unbekannte Kreaturen

Auf dem Weg zum Inneren Heiligtum des Planeten, in dem das Wissen der Athenäum-Welt aufbewahrt wurde, wurden die Schatten von einer undokumentierten Spezies einheimischer Tiere verfolgt. Deren natürliche Fähigkeiten als Raubtier erwiesen sich für die Begleiterseele des Schattens der Erde als unerwartet schwächend. Der Schatten, der symbiotisch auf seine Begleiterseele angewiesen war, wurde dadurch geschwächt und das Trio wurde gezwungen, unter einem großen Monolithen ein Biwak aufzustellen, als ein Sturm auf sie fiel.

Der Kampf

Die Kreaturen, die bisher an den Rändern der Sicht des Trupps lauerten, krochen unter dem Schutz des immer stärker werdenden Sturms näher und führten einen Angriff durch. So begann eine blutige Schlacht, in der die drei Schatten ein halbes Dutzend Kreaturen mit bescheidenem Erfolg zurückschlugen und in der der Schatten der Eliksni im Kampf fiel.

Der Schatten der Erde über dieses Opfer später:

„Er kannte den Einsatz unserer Mission und bot uns gerne sein Leben an, um uns zu helfen, es zu vollenden. Dies ist ein Opfer, zu dem wir Schatten bereit sind.“

Zu diesem Zeitpunkt konnten die Schatten der Erde und der Erwachten auf das Innere Heiligtum zugreifen und Hunderte von Jahren verlorenen Wissens enthüllen, das für den großen Kaiser Calus und seine Loyalisten zurückgefordert wurde.

+ Der Schreiber, der an diesem zukünftigen Datum angestellt ist, muss hier weitere Einzelheiten angeben, wenn die verlorenen Geheimnisse dieser (und anderer) Athenäum-Welten geborgen werden. Löschen Sie diese Fußnote bei der Aktualisierung dieser Historie.

Quelle: Das Buch der Chroniken, Destiny-Lore

Destiny 2: Die Menagerie

Mythologie und Geschichte

Das Athenäum (Athenaion) ist eigentlich ein Heiligtum der Göttin Athene. Sie wurde dann aber eine von Kaiser Hadrian um 135 in Rom errichtete Unterrichtsstätte, die Fächer der allgemeinen Wissenschaften, den so genannten artes liberales (heute englisch immer noch Liberal Arts), umfasste. Sie wird auch Auditorium des Hadrian genannt. Hier lasen auch Schriftsteller ihre Werke öffentlich vor.

Kaiser Hadrians Auditorium

Es wird vermutet, von Kaiser Hadrian finanziert worden zu sein. Gebaut etwa 123 AD als Schule zur Förderung von Kultur und Geisteswissenschaften.

Im Zuge der Ausgrabungen für den Bau der Metro-Linie wurden zwischen 2007 und 2011 die Überreste von Hadrians Athenäum auf der Piazza Madonna di Loreto in der Nähe der Piazza Venezia freigelegt.

Concorso Fotografico Nazionale Comuni-Italiani.it

Der antike Kunstkomplex verfügt über drei Säle mit grauem und gelbem Marmorboden, mehreren Marmorsitzen und 42 Fuß hohen Gewölbedecken. Hier versammelten sich die Intelligenzen, Gelehrten, Dichter und Politiker Roms, um Debatten, Reden, Rhetorikunterricht, Gedichtrezitals und Gedichtwettbewerbe zu hören.

Ursprünglich war der antike Kunstkomplex zweistöckig, wurde aber nach einem Erdbeben 847 AD verschüttet und teilweise zerstört. Die Ausgrabungen haben fünf Jahre gedauert. Die vollständige Wiederherstellung des Auditoriums ist abgeschlossen und ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ausgrabungen des Athenaeum: Blick auf den Korridor zwischen Mittel- und Südhalle.

Athenäum oder Athenaeum (altgr. „Tempel der Athene“, „Universität“) ist auch die Bezeichnung für:

Bauwerke

Das Bukarester Athenäum (rum. Ateneul Român) steht in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Das Gebäude wurde in den Jahren 1885 bis 1888 nach den Plänen des französischen Architekten Albert Galleron erbaut. Mehrere Architekten gaben nachfolgend dem denkmalgeschützten Athenäum sein heutiges Aussehen.

Ateneul Român

Der Baugrund war ursprünglich für einen Zirkus mit Manege vorgesehen. Danach sollte das Gebäude Sitz der 1863 gegründeten Literarischen Gesellschaft „Ateneul Român“ werden. Mangels finanzieller Mittel wurde nach einem Spendenaufruf das Gebäude zur Konzerthalle umgestaltet. In den Jahren 1919 bis 1920 war das Athenäum Sitz des Abgeordnetenhauses. 1924 hat man bei einem Umbau im Keller einen Kinosaal und zwei Rundräume angelegt. Das Konzerthaus beheimatet inzwischen die Staatsphilharmonie George Enescu.

Athenäum (Bukarest)

Spätantike und mittelalterliche Hochschulen

Ein Athenaeum befand sich in Konstantinopel, auch Universität von Konstantinopel (eine weitere gab es in der Stadt Nimes, heute Frankreich). Die Universität von Konstantinopel. auch als die Magnaura-Hochschule bekannt, war eine höhere Bildungseinrichtung, die in der Spätantike entstand. Obwohl von kaiserlicher Seite wiederholt ordnend eingegriffen wurde, handelte es sich nicht um eine staatliche Einrichtung, sondern um ein Konglomerat von privaten, voneinander unabhängigen Stiftungen.

Im Bild: Byzanz, Konstantinopel, Istanbul – eine einzige Stadt wird zum Zentrum dreier Weltreiche. SENDUNG: ORF2 – DI – 11.07.2017 – 22:35 UHR. Foto: ORF/BBC/Anna Cox. 

Geschichte des Athenaeums Konstantinopel

Am 27. Februar 425 stellte der oströmische Kaiser Theodosius II. die Lehrtätigkeit in Konstantinopel per Gesetz (CTh 14,9,3) unter staatliche Aufsicht. Damals existierten „Lehrstühle“ für Philosophie, Recht, Medizin, Geometrie, Arithmetik, Astronomie, Musik, Rhetorik und andere Fächer. Nunmehr sollte es nur noch 31 Dozenten der studia liberalia geben, die staatlich besoldet wurden, Amtstracht tragen und korporiert sein mussten. Nur sie durften im auditorium Capitolii lehren. 15 dieser Dozenten waren für Lateinische Sprache und 16 für Griechische Sprache vorgesehen. Hinzu kamen noch ein Professor für griechische Philosophie sowie zwei für Römisches Recht (die Sprache der Juristen war Latein). Somit war die Hohe Schule mindestens zweisprachig – ebenso wie die Verwaltung des spätantiken Oströmischen Reiches. Erst seit etwa 600 wurde in Konstantinopel entsprechend dem Bedeutungsverlust des Lateinischen nur mehr griechische Literatur gelehrt.

  • Die Bezeichnung „Universität“ ist nicht zeitgenössisch und eigentlich irreführend, da es sich bei den Hohen Schulen von Konstantinopel auch nach 425 eher um Einrichtungen in antiker Tradition handelte als um etwas, das der westeuropäischen Universität vergleichbar gewesen wäre. Denn neben den besonders privilegierten 32 Dozenten gab es auch weiterhin viele andere Lehrende in der Stadt.
  • 425 wurde auch die Bibliothek großzügig vom Kaiser gefördert, so dass sie schließlich 120.000 Werke umfasst haben soll. Im Jahre 849 reformierte Regent Bardas die Struktur der Hohen Schule – wobei sehr wahrscheinlich ist, dass es sich eigentlich um eine Neugründung handelt, da die Tradition der ersten Einrichtung im 8. Jahrhundert weitgehend erloschen zu sein scheint. Überhaupt waren viele Gründungen personenbezogen und bestanden nur bis zum Tod der jeweiligen Lehrenden.

Diese Bereiche konnten studiert werden

Die Universität umfasste die Bereiche Medizin, Philosophie, Recht und Forstwissenschaft. Gleichzeitig gab es im mittelalterlichen Konstantinopel Kunst- und Wirtschaftsakademien sowie „Technische Hochschulen“ und Bibliotheken, die sich über die ganze Innenstadt verteilten. Nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen im Jahr 1453, werden die Hohen Schulen nicht mehr erwähnt.

Trivia

  • Ist der Titel einer Zeitschrift, die von den Brüdern August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel herausgegeben und in Berlin gedruckt wurde. Zwischen 1798 und 1800 erschienen insgesamt sechs Hefte. Es bildete das zentrale literarische Organ der Frühromantik in Jena.
  • Der Athenaeum Club ist einer der renommiertesten britischen Clubs in London. Ursprünglich war der 1824 unter anderem von John Wilson Croker und Thomas Lawrence gegründete Club primär für Künstler, Literaten und Wissenschaftler gedacht. Dementsprechend ziert das Clubemblem auch der Kopf der griechischen Weisheitsgöttin Athene. Die Aufnahme war daher auch nicht in gleichem Maße wie bei anderen Clubs an Geburt, Stand oder Vermögen geknüpft als vielmehr an die eigenen Leistungen des Applikanten in seiner jeweiligen Fachdisziplin. Dementsprechend hat das Athenaeum im Laufe seiner fast zweihundertjährigen Geschichte über fünfzig Nobelpreisträger hervorgebracht, davon mindestens einen in jeder Disziplin. Berühmt ist der Club auch für seine mehr als 80.000 Bände umfassende Bibliothek. Im Laufe der Zeit wurde die wissenschaftlich-künstlerische Ausrichtung freilich durch die verstärkte Aufnahme von Politikern, Bischöfen und Adeligen etwas verwässert.
  • Athenaeum Grand Hotel in Athen, Griechenland. Es befindet sich in fünf Gehminuten Entfernung vom belebten Viertel Koukaki.

Quellen: Wikipedia

Epilog

Und damit ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Das Athenäum ist also in jedem Fall ein Ort, in dem gelernt, gelehrt und philosophiert wurde. Passt irgendwie zu Calus, oder? Egal ob Sammelobjekte oder Schriften in Bibliotheken, der Sinn dieser Welten ist hierbei derselbe. Es ist im Prinzip eine Archiv bzw. eine Bibliothek!

Und in diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Destiny-Mythen aufzudecken.

Seid also wieder mit dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 30 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 31 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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