Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 31: Pantheon

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Es ist  wieder Zeit für die spannenden Destiny-Welten. Ich habe mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? In der Geschichte von Destiny gab es eine PvP-Karte mit dem Namen Pantheon. Daher bietet sich hier eine gute Gelegenheit, sich näher mit den Hintergründen zu befassen.

So dachte ich, es ist sicher interessant, mehr darüber herauszufinden. Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Pantheon.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter dem Begriff beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist das Pantheon?

„Wir sind der Backup-Plan, wenn die Vex beschließen, mehr Ärger im Garten zu machen.“ „Bei jedem Match sind wir zwölf, Tops.“ „Die Vex verpflichten sich, Darkness im Garten zu halten. Wer sagt, dass wir genug Waffen haben, um sie aufzuhalten?“ „Stop ‚em? Ziemlich sicher, dass unser Tod nur als Frühwarnsystem gedacht ist.“ „Beruhigend. “ – Titan und Jäger

Pantheon und das PvP

Pantheon war in Destiny 1 eine PvP-Karte für den Schmelztiegel und die Prüfungen von Osiris, die auf dem Mars stattfinden. Es ist für alle PvP-Modi verfügbar und kam mit der Erweiterung „Dunkelheit lauert“ ins Spiel.

Tief im Schwarzen Garten, in einem alten Vex-Tempel, befindet sich eine Schmelztiegel-Arena. Die symmetrischen, von Vex entworfenen Landschaften verfügen über enge Korridore und offene Durchgangsstraßen, die es den Hütern  ermöglichen, den intensiven Kampf gegeneinander auszutragen.

In Destiny 2 ist diese Map als „Konvergenz“ bekannt. Sie kam mit der Erweiterung „Forsaken“ im September 2018 ins Spiel.

Strategie

Das Pantheon war eine ausgezeichnete Sniper-Map, welche besonders bei den Prüfungen von Osiris sehr beliebt war.

Lore und Grimoire

Pantheon

„Halte nicht das für selbstverständlich, was du nicht sehen kannst. Was war, war nicht immer und mag auch niemals sein.“
– 

ARENA-BESCHREIBUNG: Pantheon
ORT: Schwarzer Garten, Mars

Tief in den endlosen Kanälen des Schwarzen Gartens befindet sich ein uralter Vex-Tempel auf einem Plateau, der von anomalen Nachrichten summt.
Da der Schmelztiegel fürchtet, dass die Geister, die dort leben, zurückkehren wollen, hat er sich dort angesiedelt, um die Ein- und Ausgänge der Vex-kontrollierten Landschaft zu studieren und Ausschau zu halten, sollten die Vex ihren Weg zurückfinden.

 

Mythologie und Geschichte

  1. Ursprünglich war Pantheon (bzw. lateinisch Pantheum) die Bezeichnung für ein allen Göttern geweihtes antikes Heiligtum. Das in der römischen Antike errichtete Pantheon in Rom ist das bekannteste Gebäude dieser Art.
  2. Heute werden auch tempelähnliche Gedächtnis- und Begräbnisstätten nationaler Persönlichkeiten als Pantheon bezeichnet, insbesondere das Pariser Panthéon, dessen Architektur an das Pantheon in Rom angelehnt ist.
  3. In der Religionswissenschaft wird der Begriff zudem für die Gesamtheit der Gottheiten in einer polytheistischen Religion verwendet (siehe Götterwelt).
Vier Götter aus der aztekischen Götterwelt

Götterwelt

Unter Götterwelt versteht man die Gesamtheit von Göttern einer Religion oder Mythologie. In den meisten polytheistischen Religionen „leben“ die Götter in einer eigenen, unsichtbaren Welt. In der Vorstellung vieler Mythologien ist die Götterwelt an einen oder mehrere den Göttern vorbehaltene Orte gebunden (zum Beispiel residieren die wichtigsten griechischen Götter im Olymp).

Der religionswissenschaftliche Begriff Pantheon ist nicht genau deckungsgleich, da er zumeist mit der Vorstellung einer Rangordnung unter den Göttern verbunden ist. Der deutsche Begriff Götterwelt ist da allgemeiner. Er wird zur Bezeichnung der Gesamtheit der Götter eines Kulturraumes verwendet, die nicht notwendig schon in der Antike als organische Struktur gedacht wurde.

Fassade des Pantheon

Pantheon in Rom

Das wohl berühmteste und noch am besten erhaltene Pantheon ist das, welches sich direkt in Rom befindet.

Es handelt sich dabei um ein zur Kirche umgeweihtes antikes Bauwerk in Rom. Als römisch-katholische Kirche lautet der offizielle italienische Name Santa Maria ad Martyres (lateinisch Sancta Maria ad Martyres).

Nach einer seit dem Mittelalter gebräuchlichen Namensform Sancta Maria Rotunda wird das Bauwerk in Rom umgangssprachlich auch als La Rotonda bezeichnet.

Schnittdarstellung der Rotunde des Pantheon, James Ferguson, A History of Architecture in All Countries, London 1893

Architektur

Das möglicherweise bereits unter Kaiser Trajan um 114 nach Christus begonnene und unter Kaiser Hadrian zwischen 125 n. Chr. und 128 n. Chr. fertiggestellte Pantheon hatte mehr als 1700 Jahre lang, gemessen am Innendurchmesser, die größte Kuppel der Welt. Es gilt allgemein als eines der am besten erhaltenen Bauwerke der römischen Antike. Das Pantheon besteht aus zwei Hauptelementen:

  • einem Pronaos mit rechteckigem Grundriss und Tempelfassade im Norden
  • und einem kreisrunden, überkuppelten Zentralbau im Süden.

Ein Übergangsbereich vermittelt zwischen beiden Gebäudeteilen, die sich ergebenden Zwickel der Schnittstellen wurden für Treppenhäuser genutzt.

Blick in die Kuppel des Pantheon

Erbaut auf dem Marsfeld, war das Pantheon vermutlich ein allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum. Der Historiker Cassius Dio berichtet, dass dort Statuen des Mars und der Venus sowie weiterer Götter und eine Statue des als Divus Iulius unter die Götter aufgenommenen Caesar aufgestellt waren. Welche Götter insgesamt hier verehrt werden sollten, ist jedoch umstritten, zumal nicht restlos geklärt ist, ob das Pantheon seiner Urbestimmung nach ein Tempel oder ein imperialer Repräsentationsbau war, der trotz seiner der Sakralarchitektur entlehnten Elemente säkularen Zwecken diente.

Die Weihe der Kirche

Am 13. Mai vermutlich des Jahres 609 wurde das Pantheon in eine christliche Kirche umgewandelt und der heiligen Maria sowie allen christlichen Märtyrern geweiht. In ihr werden vor allem an hohen Feiertagen Messen gefeiert.

Die Kirche wurde am 23. Juli 1725 von Papst Benedikt XIII. zur Titeldiakonie erhoben. Papst Pius XI. übertrug diese am 26. Mai 1929 an die 400 Meter entfernte Kirche Sant’Apollinare alle Terme Neroniane-Alessandrine. Santa Maria ad Martyres trägt den Titel einer Basilica minor und ist der Pfarrgemeinde Santa Maria in Aquiro angeschlossen. Das Gebäude gehört dem italienischen Staat und wird vom Ministerium für Kulturgüter und Tourismus unterhalten.

Der Einfluss des Pantheon auf die Architekturgeschichte, vor allem in der Neuzeit, ist enorm. Der Begriff Pantheon wird heute auch allgemein auf ein Gebäude angewendet, in dem bedeutende Persönlichkeiten bestattet sind, was von der späteren Nutzung des römischen Pantheon herrührt.

Grundriss des unter Hadrian fertiggestellten Pantheon

Baugeschichte

Das Pantheon ist der Nachfolger eines Tempels, den Konsul Agrippa nach seinem Sieg bei Actium von 27 bis 25 v. Chr. zu Ehren seines Freundes und Förderers Augustus am selben Ort hatte errichten lassen. Dieser Vorgängerbau war bereits als Rundbau angelegt und hatte etwa die gleichen Ausmaße und dieselbe Ausrichtung wie das heute zu sehende Gebäude. Er wurde während eines Feuers im Jahr 80 n. Chr. beschädigt und unter Kaiser Domitian restauriert. Eindeutige Spuren dieser Maßnahme konnten nicht nachgewiesen werden. Möglicherweise sind Spuren des zugehörigen Fußbodenniveaus zwischen dem des ersten und dem des heutigen Gebäudes erhalten.

Im Jahr 110 brannte das Pantheon infolge eines Blitzschlages erneut ab. Die Forschung schreibt den Wiederaufbau traditionell Kaiser Hadrian zu und datiert dessen Errichtung auf die Jahre zwischen 118 und 125. Jüngste, noch nicht eingehend diskutierte Forschungsergebnisse lassen aufgrund von Ziegelstempeln eine Bauzeit bereits von 114 bis 119 n. Chr. möglich erscheinen, also einen Baubeginn noch unter Hadrians Vorgänger Trajan.

Wer als Architekt dieses größten und vollkommensten Rundbaus des Altertums in Frage kommt, steht nicht fest. Die Zuweisung der Bauplanung an den Architekten Apollodor von Damaskus, den leitenden Architekten Trajans, der für zahlreiche Großbauten dieses Kaisers verantwortlich zeichnete, ist umstritten. Einhellig wird davon ausgegangen, dass Hadrian den Tempel eingeweiht hat.

Die evangelische Französische Kirche in Potsdam (französisch Temple de Potsdam) ist ein Spätwerk des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Im Edikt von Potsdam (1685) hatte der Große Kurfürst den aus Frankreich geflohenen Hugenotten eine neue Heimat in Preußen angeboten. 1752/53 wurde die Kirche für die allmählich wachsende französisch-reformierte Gemeinde Potsdams errichtet. Seit der starken Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg ist sie die älteste erhaltene Kirche im historischen Stadtgebiet.

Das Pantheon als architektonisches Vorbild

Bereits in der Antike entstanden Bauten, die sich an der Architektur des Pantheon orientierten, wie zum Beispiel der noch unter Hadrian errichtete Zeus-Asklepios-Tempel im Asklepieion von Pergamon.

Ab der frühen Neuzeit wurde der Einfluss des Pantheon auf die Architekturgeschichte besonders stark. Es wurde zum Prototyp für zahllose Kuppelbauten von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert, zum Beispiel:

  • die Villa La Rotonda bei Vicenza, Architekt: Andrea Palladio, um 1590
  • den Petersdom in Rom: Michelangelo und Giacomo della Porta, 1560–1600
  • den Invalidendom in Paris, Architekt: Jules Hardouin-Mansart, um 1690
  • die Klosterkirche St. Blasien im Schwarzwald, Architekt: Pierre Michel d’Ixnard, 1772
  • die Kirche Sainte-Geneviève (das spätere Panthéon) in Paris, Architekt: Jacques-Germain Soufflot, um 1780
  • das Kapitol in Washington (mit Stahlkuppel), Architekt: William Thornton, um 1800
  • die Kirche St. Stephan in Karlsruhe, Architekt: Friedrich Weinbrenner, um 1810
  • die Rotunde der University of Virginia, Architekt: Thomas Jefferson, um 1820
  • das Alte Museum in Berlin, Architekt: Karl Friedrich Schinkel, um 1830
  • die Kirche St. Petrus in Gesmold, Architekt: Emanuel Bruno Quaet-Faslem, 1836
  • der Berliner Dom, Architekt: Julius Raschdorff, um 1900.
  • die Oberdischinger Dorfkirche „Schwäbisches Pantheon“
Das Panthéon (griechisch παν pan „alles“ und θεός theós „Gott“) auf dem Hügel der heiligen Genoveva in Paris (5. Arrdt.) ist die nationale Ruhmeshalle Frankreichs und die Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten. Das Gebäude wurde als Kirche der mächtigen Abtei Sainte-Geneviève geplant, im Auftrag von König Ludwig XV. in den Jahren 1764 bis 1790 von dem Architekten Jacques-Germain Soufflot (1713–1780) und seinen Schülern errichtet, nach der Vollendung aber von den Führern der Revolution umgewidmet und zu einer säkularen Gedenkstätte erklärt.

Sein striktes Raumprogramm war auch Vorbild für die Revolutionsarchitektur gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Auch die von Albert Speer geplante Große Halle in Berlin weist deutliche Bezüge zum Pantheon auf.

Epilog

Und damit ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels wieder erreicht. Ich hoffe sehr, euch erneut ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Das Pantheon ist also ein fantastisches architektonisches Bauwerk. Auch die PvP-Karte entspricht einem Bauwerk, einem Tempel. Kein Wunder also, dass die Vex sich auch an dieser architektonischen Leistung versucht haben. Somit finden sich auch hierbei wieder Parallelen zu unserem Destiny Universum.

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Destiny-Mythen für euch aufzudecken.

Seid also wieder mit dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 31 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 32 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

Weitere Beiträge
Eisenbanner – Lord Saladin lässt die Wölfe wieder frei