Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 32: Lord Saladin

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Es ist wieder Zeit für die spannenden Destiny-Welten. Ich habe mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? Wir alle kennen natürlich Lord Saladin. Er ist unser Held des Eisenbanners und Eiserner Lord. Aber er hat auch einen Namensvetter. Eine gute Gelegenheit also, sich näher mit den Hintergründen zu befassen.

So dachte ich, es ist sicher Interessant, mehr darüber herauszufinden. Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Saladin.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter dem Begriff beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist Saladin?

Der Eiserne Lord

Lord Saladin ist ein Titan, Hüter und einer von zwei bekannten Überlebenden der ursprünglichen Eisernen Lords.

Die meisten seiner Kameraden kamen in einem Kampf um die Eindämmung der SIVA-Epidemie ums Leben und Saladin widmete sein Leben der Aufrechterhaltung der Pestlande, um sicherzustellen, dass SIVA nie wieder auftaucht. Er kämpfte gleichzeitig um den Schutz der Letzten Sicheren Stadt vor Bedrohungen.

Hier könnt ihr noch mal den Artikel zu SIVA nachlesen:

Mysterium Destiny – Kapitel 7: SIVA

Mit der Zeit gründete er das Eisenbanner, um die Erinnerung an die gefallenen Eisernen Lords am Leben zu erhalten und die neuen Hüter auf die Weise der Alten auszubilden.

Als das Gefallenen-Haus der Teufel SIVA aufdeckte und auf das Kosmodrom losließ, arbeitete Saladin mit dem jungen Wolf zusammen, um die Bedrohung durch SIVA endgültig zu beenden und eine neue Generation von Eisernen Lords heranwachsen zu lassen.

Geburt der Eisernen Lords

Saladin wurde von seinem Geist während des dunklen Zeitalters gefunden und erzogen. Zu diesem Zeitpunkt war der größte Teil der Menschheit zerstreut und lebte unter der rücksichtslosen Herrschaft anderer Lichtträger, die Kriegsherren geworden waren.

Saladin freundete sich mit drei anderen Auferstandenen an, die dem Weg der Kriegsherren nicht folgten: Radegast,  Jolder und Perun. Gemeinsam unter Radegasts Führung versteckten sie sich vor den Kriegsherren in isolierten Gemeinschaften, fürchteten andere Lichtträger und stellten sich nur gelegentlich gegen die unterdrückerischen Herrscher.

Kampf gegen die Kriegsherren

Als die Bergbaugemeinde, in der sie sich aufhielten, von fünf Kriegsherren angegriffen wurde, kämpften Saladin und die anderen gegen sie und töteten sie auch. Aber die Zivilisten, bei denen sie Schutz suchten, wurden alle umgebracht, um die Kämpfe sicherzustellen. Als sie die Leichen begruben, hörte Saladin zu, wie Radegast erklärte, sie könnten nicht länger in Angst vor den Kriegsherren leben. Sie müssten Hüter des Volkes werden und gleichgesinnte Auferstandene versammeln, um ihnen zu helfen. Während Jolder und Perun vorschlugen, Bretomart und Deidris zu rekrutieren, teilte Saladin Radegast mit, dass er nur ihm vertraue. Zusammen erklärten sie sich zu Eisernen Lords und gelobten, die Herrschaft der Kriegsherren zu beenden.

Lord Saladin und Lady Efrideet

Saladin und der „Drache“

Irgendwann, nachdem Saladin Efrideet für die Eisernen Lords rekrutiert hatte, begegneten sie einem Ahamkara, der Wünsche erfüllen konnte. Saladin wollte gegen einen Drachen kämpfen, der die Kreatur in einen riesigen Drachen verwandelte, die Feuer spuckte. Während Efrideet zurückblieb und mit ihrem Gewehr auf die Kreatur schoss, näherte sich Saladin mit seiner eisernen Streitaxt dem Drachen wie ein alter Ritter. Er verwundete die Kreatur mehrmals, während er den Flammen auswich. Doch bald begann seine Axt vor Hitze zu schmelzen. Trotzdem war er der Meinung, dass sie immer noch genug Kanten hatte um das Biest zu schneiden. Efrideet versuchte ihn dazu zu bringen, seine Strategie zu überdenken und fragte sich, warum er einen Drachen hatte bekämpfen wollen. Grinsend unter seinem Helm rief er zurück, dass sie Ritter seien und er Drachentöter werden wollte.

Lady Jolder

Der Fall des Eisernen Lords

Schließlich entdeckten Saladin und seine Kameraden SIVA , eine sich selbst replizierende Nanotechnologie, die im Goldenen Zeitalter entwickelt wurde. Sie glaubten, es könnte ihnen helfen, die Menschheit zu schützen, aber es wandte sich gegen sie.

Da Lady Jolder das Virus nicht zerstören konnte und die meisten Eisernen Lords unter der Kontrolle von SIVA gegeneinander antraten, versiegelte sie sowohl das Virus als auch alle Eisernen Lords (mit Ausnahme von Lord Saladin und Lady Efrideet ) tief in ihrem Bunker in den Eingeweiden des Kosmodroms.

Kurze Trivia zu SIVA

war einst ein Durchbruch des Goldenen Zeitalters. Diese selbstorganisierenden, sich selbst replizierenden Nanotechnologie, wurde von Clovis Bray entwickelt, um die Kolonisierung der Menschheit zu beschleunigen.

Die Technologie war in der Lage, nahezu alles zu erstellen, was jemals jemand gebrauchen könnte. Es wurde verwendet um neue Strukturen und Kolonien auf neuen Welten schneller als bei normalen Baumethoden zu schaffen.

Es galt als erstaunlicher technologischer Durchbruch.

 

Verteidiger der letzten Stadt 

Während der Schlacht von Dämmerbruch führte Saladin zusammen mit seinen Schülern Lord Shaxx und Commander Zavala die Verteidigung der Stadt an. Obwohl er weiterhin gute Beziehungen zu Zavala unterhält, hat sich sein Verhältnis zu Shaxx aufgrund seiner Missachtung der Befehle während des Kampfes verschlechtert. Stattdessen führte er einen Gegenangriff auf die Gefallenen durch und warf sie von die Mauern der Stadt.

Die SIVA-Krise

Etwa ein Jahr nach den Ereignissen des Besessenen-Krieges gelang es den Gefallenen und dem Haus der Teufel, SIVA auszugraben. Sie versuchten die Technologie zu nutzen und modifizierten sich zu Spleißern. Saladin war nicht in der Lage, die mutierten Teufel alleine zu besiegen, und suchte nach Hütern, um ihm zu helfen, eine neue Generation der Eisernen Lords zu bilden, die die Bedrohung durch SIVA ein für alle Mal beenden sollte.

Nachdem der Hüter tief in die Pestlande eingedrungen war um SIVA auzuschalten, veränderten sich die Überreste der Eisernen Lords durch den Technovirus-Angriff zur Verteidigung der SIVA-Produktionskammer. Nachdem der Hüter die Überreste und die Kammer zerstört hatte, kehrte er zum Felwintergipfel zurück, wo Saladin ihnen ein neu geschmiedetes Schwert schenkt und ihn als erste einer neuen Generation von Eisernen Lords bezeichnet.

Rückkehr zur Letzten Stadt

Nach dem Roten Krieg kehrte Lord Saladin in den neuen Turm zurück, um erneut das Eisenbanner-Turnier auszurichten, nachdem er zuvor Efrideet während der SIVA-Krise damit beauftragt hatte. Saladin zeigt kürzlich auch Abneigung gegen Osiris aufgrund seines berüchtigten Exils der Letzten Stadt und erklärt weiter, dass es Ikora Rey war, die den Hexenmeister-Orden reformierte, nicht Osiris. Nachdem Rasputin auf dem Mars erwacht war und sich zum Hüter der Menschheit und des Sonnensystems erklärte, zeigte sich Saladin zutiefst besorgt über die Situation. Er sagte dem jungen Wolf, wenn es nach ihm ginge, würde die Vorhut den Kriegsgeist zerstören.

Mythologie und Geschichte

Saladin (arabisch): ‚der siegreiche Herrscher‘

  •  geboren um  1137/1138 in Tikrit
  •  gestorben am 3. oder 4. März 1193 in Damaskus
  •  war ab 1171 der erste Sultan von Ägypten
  • und ab 1174 Sultan von Syrien.
  • Als kurdischstämmiger Führer gründete er die Dynastie der Ayyubiden.

Unter dem Namen „Sultan Saladin“ wurde er zu einem Mythos der muslimischen Welt und vorbildhaften islamischen Herrscher.

Er eroberte im Jahr 1187 Jerusalem. Als erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzfahrer wurde er oft verklärt und romantisiert. In der modernen Geschichtsschreibung wird hingegen davon ausgegangen, dass er seine Rolle als Verteidiger des Islams auch zur Legitimation seiner machtpolitischen Ziele verwendete.

Leben und Wirken

Herkunft

Saladin stammte aus einer kurdischen Familie.
Sein Vater Nadschmuddin Ayyub wurde in Dwin im heutigen Armenien geboren und war Gouverneur der Seldschuken in Tikrit. Später diente er zusammen mit seinem Onkel Schirkuh im Heer von Zengi und dessen Sohn Nur ad-Din. Saladin wuchs in Baalbek und in Damaskus auf, wo sein Vater jeweils Gouverneur Nur ad-Dins war. Die zu hohen Posten gekommenen Mitglieder seiner Familie dienten dem Heranwachsenden als Vorbilder: sein Vater Nadschmuddin Ayyub, sein Onkel Schirkuh, der Bruder seiner Mutter Schihab ad-Din al-Harimi, und sein älterer Bruder Turan Schah.

Militärische Aufgaben

  • 1152 wurde Saladin im Alter von vierzehn Jahren von Nur ad-Din in Aleppo in den Militärdienst übernommen und erhielt ein eigenes Lehen. Nur ad-Din, dem 1154 die Vereinigung von Aleppo und Damaskus gelungen war, bestellte ihn 1156 in Damaskus als Nachfolger Turan Schahs zum Leiter einer städtischen Polizeitruppe (Shiḥna).
    • Saladin verließ diesen Dienst aber wieder aus Protest gegen Betrügereien in der Finanzverwaltung und kehrte in den Militärdienst zurück. Kurz danach vertraute ihm Nur ad-Din den Posten eines Verbindungsoffiziers zu seinen Kommandeuren an. Saladin blieb stets an der Seite des Sultans und erhielt dadurch aus erster Hand Einsichten in die Erfordernisse, einer feudalen Militärorganisation vorzustehen. Nur ad-Dins leidenschaftliche Befolgung der religiösen Vorschriften dagegen scheint ihn zu diesem Zeitpunkt noch nicht beeinflusst zu haben, denn er schloss sich den 1157 von seinem Vater sowie 1160 und 1161 von Schirkuh geführten Pilgerkarawanen nach Mekka nicht an.
  • 1163 befahl Nur ad-Din Saladin, seinen Onkel Schirkuh bei einer Militäraktion nach Ägypten zu begleiten. Ziel war es, Schawar als Wesir in Ägypten durchzusetzen. Doch dieser verbündete sich 1164 mit König Amalrich I. von Jerusalem gegen Schirkuh, und Schirkuh war gezwungen, sich aus Ägypten zurückziehen.
    • Bei dieser Aktion führte Saladin erstmals eigenständig ein Kommando. Er konnte die Festungsstadt Bilbais einnehmen und drei Monate lang halten. Nach seiner Rückkehr nach Damaskus übergab ihm Nur ad-Din zum zweitenmal den Posten des Shiḥna. Sein geringer Eifer in diesem Amt brachte ihm die Kritik des obersten Richters Kamal ad-Din ibn al-Sharazuri ein, was seinem Ansehen bei Nur ad-Din aber nicht schadete. Auch auf weiteren Kriegszügen nach Ägypten im Januar 1167 und im Dezember 1168 begleitete Saladin Schirkuh auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin. Im Januar 1169 nahm Saladin Schawar fest, der auf Befehl des Kalifen al-ʿĀdid getötet wurde. Wesir wurde nun Saladins Onkel Schirkuh.

Herrschaft über Ägypten und Syrien

Kairo im 12. Jahrhundert, Karte aus Stanley Lane-Pooles The Story of Cairo mit Zitadelle (Saladin’s Citadelle)und Stadtmauer (Saladin’s Wall)

Im März 1169

erhielt Saladin nach dem Tod Schirkuhs den Oberbefehl über Ägypten, zuerst noch als Wesir des letzten Fatimidenkalifen al-ʿĀdid. Nach dessen Tod 1171 herrschte Saladin allein als Sultan von Ägypten. Er stellte die sunnitische Orthodoxie in Ägypten wieder her. Beispielsweise gründete er theologisch-juristische Hochschulen, setzte den obersten Richter ab und installierte stattdessen einen sunnitischen Rechtsgelehrten.
Den Handel und die steuerlichen Abgaben richtete er nach dem sunnitisch-islamischen Recht aus und auch persönlich zog er Konsequenzen, indem er schon als Wesir das Weintrinken und andere Vergnügungen aufgab und ein eher bedürfnisloses Leben führte.
Kairos Zitadelle und Stadtmauer ließ er ausbauen, ein strategisches und ideologisches Zeichen für die sunnitisch ausgerichtete Macht der Ayyubiden über Ägypten.
Nur ad-Din, Saladins Herr und Förderer, auf einer französischen Miniatur des 13. Jahrhunderts.

 Im Jahr 1174

überwarf er sich mit Nur ad-Din.
Nach dessen Tod ergriff Saladin noch im selben Jahr gegen dessen von ihm zunächst anerkannten, minderjährigen Erben auch die Herrschaft über Syrien – außer Aleppo.

Zwischen Ende 1174 und Mitte 1176

führte er mehrere erfolgreiche Kriegszüge gegen seine islamischen Nachbarn. So nahm er im Dezember 1174 Hama, im März 1175 Homs und Baalbek ein und besiegte die Zangiden im April 1175 bei den Hörnern von Hama und im April 1176 in Tall as-Sultan. Im Mai und Juni 1176 nahm er Buzāʾa und Aʿzāz ein. Im Feldlager von Aʿzāz war ein zweiter, wieder erfolgloser Versuch von Fidāʾiyyīn der Assassinen, ihn zu ermorden, gescheitert. Kurz danach, im August 1176, belagerte Saladin die assassinische Festung Masyaf, ohne sie einnehmen zu können.

Anfang September 1176

heiratete er Ismataddīn Khātūn, die Witwe Nur ad-Dins. Damit betonte er seine Legitimation als Nachfolger Nur ad-Dins. Damaskus war nun Saladins bevorzugter Aufenthaltsort. Das wirtschaftlich starke Ägypten dagegen blieb der ungeliebte, aber reiche Geldgeber für Saladins ständige Kriege. An al-Qadi al-Fadil schrieb Saladin, Ägypten sei für ihn nicht mehr als eine Hure, die beim Versuch, ihn von seinem treuen Weib Syrien zu trennen, gescheitert sei.
Die Schlacht bei Hattin: Saladin entreißt dem fliehenden König Guido das Heilige Kreuz, das seither verschollen ist. Darstellung aus der Chronica maiora des Matthäus Paris, um 1250.

Erweiterung des Herrschaftsgebietes, Sieg bei Hattin und Eroberung Jerusalems

Mit der Angliederung von Aleppo im Jahr 1183 und – nach schwerer Krankheit auch von Mossul im Jahr 1186 hatte Saladin die Macht, das Königreich Jerusalem anzugreifen und sein propagandistisch größtes Ziel zu erreichen, die Rückeroberung von dessen Hauptstadt und darüber hinaus die Wiederherstellung des islamischen Großreiches unter seiner Führung. Voraussetzung dafür war auch der entscheidende Sieg über die Kreuzfahrer unter Guido von Lusignan in der Schlacht bei Hattin am 4. Juli 1187.
Bei der Bewertung dieser Schlacht und deren Folgen spielte Saladins Eroberung des von den Christen mitgeführten Heiligen Kreuzes eine wichtige Rolle. Der arabische Geschichtsschreiber Ibn-al-Aṯīr begründete Saladins Heiligen Krieg (Dschihad) gegen die als Ungläubige bezeichneten Kreuzfahrer unter anderem mit deren Götzendienst durch die Verehrung und Anbetung des Heiligen Kreuzes.
Saladin eroberte am 2. Oktober 1187 Jerusalem und setzte damit der christlichen Herrschaft über die Stadt nach 88 Jahren vorerst ein Ende. Dort ließ er viele christliche Kirchen in Moscheen umwandeln. Alle an die Christen erinnernden Inschriften wurden beseitigt. Die Kirche St. Anna wurde zu einer schafiitischen Madrasa, das Haus des Patriarchen zu einem Sufi-Kloster.
Die Grabeskirche allerdings blieb unangetastet. In der al-Aqsa-Moschee ließ er Nur ad-Dins für diese Moschee vorgesehenen Minbar aufstellen. In welcher Rolle sich Saladin selbst dabei sah, zeigt die am Minbar neu angebrachte Inschrift, in der er sich als „Freund Gottes“ bezeichnen ließ, was im Islam eigentlich Heiligen vorbehalten ist.
Legendärer Kampf zwischen Richard Löwenherz (links) und Saladin (rechts) vor Jaffa. Darstellung aus dem Luttrell-Psalter (1325–1335).[29] In Wirklichkeit begegneten sich die beiden Kriegsherren nicht persönlich.

Letzte militärische Erfolge und der Kampf gegen Richard Löwenherz

Richard Löwenherz oder auch bekannt als Richard I. König von England.

Bis 1189 eroberte er weite Teile der Kreuzfahrerstaaten Jerusalem, Tripolis und Antiochia. Erst der Dritte Kreuzzug konnte ihn daran hindern, die Kreuzfahrerstaaten vollständig zu vernichten. Während diesem verlor er 1191 die wichtige Hafenstadt Akkon und erlitt Niederlagen gegen Richard Löwenherz bei Arsūf und 1192 bei Jaffa.

1192 kam es zum Waffenstillstand zwischen ihm und seinem Gegner, dieser dauerte drei Jahre und acht Monate. Im dazugehörigen Vertrag garantierte Saladin den Zugang nach Jerusalem für christliche Pilger. Zudem ließ er nachträglich zu, dass zwei lateinische Priester in der Grabeskirche ihren Dienst versehen.
Saladin selbst begab sich am 11. September 1192 nach Jerusalem. Dort belohnte er treue Anhänger, die auch in kritischen Situationen der Kriegsjahre stets loyal geblieben waren. So berief er Baha ad-Din als Professor an die schafiitische Hochschule, die er wiedereröffnet hatte.
Saladins Wunsch, um die Jahreswende 1192/1193 den Haddsch, die islamische Pilgerfahrt nach Mekka, durchzuführen, ging nicht in Erfüllung. Wahrscheinlich hielten ihn Auseinandersetzungen mit dem Kalifen in Bagdad und Probleme in seinem Herrschaftbereich davon ab. Sowohl Saladins Privatsekretär und Minister al-Qadi al-Fadil als auch Baha ad-Din hatten ihm davon abgeraten.
Illustration von 1403/1404 zu Le chevalier errant von Thomas III. de Saluces. Links Saladin mit seinen Rittern, rechts von der Brücke Richard Löwenherz mit seinen Rittern.

Tod und Nachfolge

Saladin kehrte im November 1192 nach Damaskus zurück, wo sein Sohn al-Afdil zu ihm stieß. Dieser übernahm während Saladins im Februar 1193 offenbar werdender, zum Tod führender Krankheit immer mehr administrative Aufgaben von seinem Vater.

Saladin starb am 3. oder 4. März 1193 im Alter von 55 Jahren in Damaskus. Maimonides, sein Leibarzt, war damals nicht anwesend.

Das Mausoleum Saladins befindet sich in Damaskus

Seine letzte Ruhestätte fand er erst im Dezember 1195 in einem eigens für ihn gebauten Mausoleum nahe der Damaszener Umayyaden-Moschee. Nach Saladins Willen erhielten seine drei ältesten Söhne Damaskus, Kairo und Aleppo, Saladins Bruder al-Adil den Rest.

Saladins Reich drohte bald zu zerfallen, da 17 Söhne, 35 Neffen, der Gatte seiner Tochter und einige seiner Brüder sich um das Erbe stritten. Um 1200 gelang es al-Adil, die alleinige Herrschaft zu erringen und bis zu seinem Tod im Jahre 1218 zu sichern. Auch seine Söhne kämpften um die Nachfolge, und das ayyubidische Reich überdauerte nur noch etwa drei weitere Jahrzehnte.

 

 

Quelle: de.wikipedia.org

Epilog

Und damit ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Sultan Saladin, ein Herrscher seiner Zeit. Lord Saladin, einer der letzen Eisernen Lords. Beide Kämpfer für die Gerechtigkeit. Sie sind Urgesteine und Relikte vergangener Tage …

Und in diesem Sinne freue ich mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Destiny-Mythen aufzudecken.

Seid also wieder mit dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 32 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 33 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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