Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 38: Artefakte

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Es ist wieder an der Zeit für die spannenden Destiny-Welten. Ich habe mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? Wenden wir uns in dieser Woche einem anderen Thema zu. Artefakte. Was sind das? Artefakte begegneten uns bereits in Destiny 1. Mit der kommenden Erweiterung „Festung der Schatten“ kehren sie zurück. Schauen wir uns also an, was uns damit erwartet.

Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels 38 lautet also: Artefakte.

Bevor wir uns aber mit der Mythologie hinter dem Begriff beschäftigen, schauen wir doch zunächst einmal, wer oder was hinter dieser Bezeichnung verborgen ist. Wo finden wir den Begriff? Wer oder was ist sind Artefakte?

Artefakte
Artefakte: Überbleibsel verlorener Geschichten, die von einer seltenen Kraft durchdrungen sind.

Artefakte in Destiny

Erstmalig fanden Artefakte in Destiny 1 mit der Erweiterung „König der Besessenen“ Einzug ins Spiel. Diese schicken funkelnden Dinger hielten einige Boni für eure Charaktere bereit.

Sie stellten eine weitere Art der Ausrüstung dar, die einen neuen Slot im Charakterbildschirm belegten. Vergleichbar sind sie etwa mit Schmuckstücken oder Juwelen in klassischen MMORPGs. Als nützliches Zusatz-Item gaben sie euch nützliche Boni auf eure Werte und Fähigkeiten.

Beispiel eines Artefakts

Wie oben erwähnt, fanden die ersten Artefakte mit der Erweiterung „König der Besessenen“ ihren Weg ins Spiel. Schauen wir uns das am Beispiel eines Jägerartefakts einmal näher an:

Artefakte
Jäger: Neural Bezoar
ArtefaktNeural Bezoar
KlasseJäger
Levelanforderungen30
SeltenheitSelten
Verteidigung200
BonusBoni auf Stärke und Disziplin variieren je nach ausgewähltem Perk.
ZusatzeffektLeere-Nahkampfangriffe haben die Chance, Sphären zu generieren, wenn ihr Untergebene der Dunkelheit tötet.

Weitere Artefakte

Mit der Erweiterung „Rise of Iron“ hielten weitere Artefakte Einzug ins Destiny-Universum:

Artefakte
Tyra Karn, Kryptarchin. In Destiny 1 fand man sie noch auf dem Felwinter-Gipfel, dem Standort der Eisernen Lords. Heute ist sie auf der Farm beheimatet.

Zu diesem Artefakt: Perun war ein Feldkommandant der Lords. Sie versorgte die Krieger mit wichtigen Informationen. Dies kommt auch euch zugute:

  • Hüter mit voller Super werden Gelb hervorgehoben.
  • Hüter mit geringer Energie werden euch Rot angezeigt.
Artefakte
„Das Artefakt ist ein Teil dieser Philosophie, mit der sichergestellt werden soll, dass unser saisonaler Inhalt in Zukunft ein Gefühl der Dynamik vermittelt.“ – Luke Smith

Artefakte in Shadowkeep

Mit der im Oktober startenden Erweiterung kehren die Artefakte in Destiny 2 zurück, wir hatten darüber berichtet.

Polygon setzte sich mit General Manager Mark Noseworthy und Franchise-Direktor Luke Smith zusammen, um zu diskutieren, wie sich das Artefakt-System verändert hat und was es bedeutet. In jeder neuen Saison legen die Spieler ihr altes Artefakt beiseite und holen ein neues ab. Für die Fiktion des Spiels soll es den Spielern helfen, sich in der Destiny-Erfahrung als Durchbruch an zu fühlen.

Das Artefakt ist neben dem Armor 2.0-System eines der Werkzeuge, mit denen wir experimentieren. Es verändert ihren Charakter und – in einigen Fällen – ihre Fähigkeiten, um leistungsfähiger zu werden. – Luke Smith

Wir sind gespannt, wie sich die Artefakte in Shadowkeep anfühlen werden.

Artefakte – Mythologische Gegenstände

In der Mythologie, in Sagen, Märchen und Legenden gibt es viele Gegenstände, die eine Rolle spielen und eine besondere Bedeutung erfahren. Viele dieser Utensilien begegnen uns sogar in der Alltagssprache, wo sie in Sprichwörtern oder manchen Redewendungen auftauchen und verwendet werden. Schauen wir uns doch einige Beispiele kurz näher an.

Artefakt

Der Ariadnefaden 

Der Ariadnefaden ist ein Gegenstand der griechischen Mythologie. Er wurde dem Theuseus, als er den Minotaurus in seinem Labyrinth aufsuchen und töten wollte, von Ariadne, der Tochter des König Minos, übergeben. Der Faden sollte Theseus dabei helfen, den Ausweg aus dem Labyrinth zu finden, ohne sich dabei zu verirren und elendig umzukommen.

Der Schatzspiegel

Schatzspiegel oder Schatzglas, der Volkssage nach ein Werkzeug mittelalterlicher Schatzsucher, durch das verborgene Schätze sichtbar werden. Mit dem Erdspiegel konnte man nicht nur durch das Gestein blicken, sondern auch in große Fernen. Tatsächlich dürfte es sich hier um eine Erinnerung an ein der heutigen Goldwaschpfanne ähnliches Gerät der im Mittelalter in deutschen Mittelgebirgen auf Erze prospektierenden Venetianer oder Walen handeln. Einer anderen Theorie zufolge war der Schatzspiegel eine Lupe.

Tarnkappe

  • Siegfried erringt im Nibelungenlied die Tarnkappe von einem Zwerg namens Alberich, der den Hort der Nibelungen bewacht. Im Nibelungenlied ist die Tarnkappe keine Kopfbedeckung, sondern – dem frühmittelalterlichen deutschen Sprachgebrauch entsprechend – ein Mantel oder Umhang, die Cappa (vgl. Cape). In heutigen Nibelungendarstellungen oder -verfilmungen wird die Tarnkappe jedoch fast immer fälschlicherweise als Helm dargestellt.
  • König Laurin nutzt eine Tarnkappe, um ungesehen an einer Maifahrt teilzunehmen, zu der er zu seinem großen Ärger nicht eingeladen wurde.
  • Einen Helm, der seinem Träger Unsichtbarkeit verleiht, fertigen die Zyklopen der griechischen Mythologie dem Unterweltengott Hades, damit er dem Zeus im Kampf gegen die Titanen beistehen kann.
  • Eine weitere Tarnkappe wird Perseus auf seinem Weg zur Gorgone Medusa von den Nymphen überreicht bzw. nimmt sich Perseus diese von den Graien, die er zuvor überlistet hat.
Artefakt
Füllhorn

Füllhorn

Das Füllhorn ist ein trichter- oder tütenförmiger Flechtkorb, der vor allem zur Weinlese Verwendung gefunden haben dürfte. In der griechischen Mythologie gehörte das Füllhorn zuerst zu der mythischen Ziege Amaltheia, die damit Zeus aufzog. Es wird dann aber auch von den Gottheiten der Erde Gaia, des Friedens Eirene, des Schicksals Tyche (Fortuna) und des Reichtums Plutos verwendet. Von den alttestamentlichen Figuren ist es dann vor allem der Prophet Joel, der mit einem Füllhorn gezeigt wird.

Artefakt

Artefakte – Wo wir sie noch finden

Der Begriff „Artefakt“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Handwerk“ bzw. „das Gemachte“. Ein Artefakt ist damit ein Gegenstand, der von Menschen erzeugt wird. Durch diesen sehr allgemeinen Ansatz wird von Artefakten u.a. in der Archäologie, der Diagnostik, der Forensik, aber auch in der Fotografie, der Technik und sogar in der Markt- und Mediaforschung gesprochen. Schauen wir uns doch einmal die verschiedenen Arten an.

Artefakt
Artefakt: Luftblasen bei einer mikroskopischen Kotuntersuchung

Artefakte (Diagnostik)

Artefakt nennt man in der Diagnostik einen scheinbaren, tatsächlich jedoch unbeabsichtigt künstlich herbeigeführten Kausalzusammenhang, zum Beispiel durch Fehler bei der Datenerhebung, -auswertung, -dokumentation oder -interpretation.

Artefakte sind durch menschliche oder technische Einwirkung entstandene Produkte oder Phänomene. Sie sind wissenschaftlich wertlos, weil sie nichts über den eigentlichen Untersuchungsgegenstand aussagen, sondern lediglich eine diagnostische Fehlerquelle darstellen.

Beispiele

  • Merkmale in einem mikroskopischen Präparat, die ursächlich auf die Präparationsmethode zurückzuführen sind, also die erst durch Einfrieren, Trocknen, Fixieren, Färben oder Schneiden entstanden sind und somit natürlicherweise nicht vorhanden waren, sind Artefakte in der Histologie.
  • Bei der bildgebenden Diagnostik versteht man darunter technisch bedingte Strukturen, die sich dem Bild überlagern wie beispielsweise Ringartefakte oder Aufhärtungsartefakte.
  • In der Anatomie bzw. Pathologie die „Lippen“ der Ileozäkalklappe, die erst nach dem Tod in Erscheinung treten, beim lebenden Individuum jedoch nicht auftreten.
  • Bei der Forensik die in der Zeit zwischen Verbrechen und Spurensicherung am Tatort (meist versehentlich) hinterlassenen Spuren, die die Arbeit der Spurensicherung erschweren bzw. deren Ergebnisse verfälschen.
  • Ebenfalls in der Forensik Verunreinigungen von Untersuchungsmitteln z. B. beim Phantom von Heilbronn.
  • In der Statistik kennt man Artefakte wie das Simpson-Paradoxon oder das Will-Rogers-Phänomen.
Artefakt
Faustkeile aus Libyen und Algerien

Artefakt (Archäologie)

Artefakt (aus lateinisch ars (ursprünglich) „Bearbeitung“ und făcĕre „machen, herstellen“) bezeichnet in der Archäologie und der Anthropologie einen von Menschen hergestellten Gegenstand. In der Regel sind es handliche Objekte aus Holz, Knochen oder Stein und ähnlichen formbaren Materialien, die während einer archäologischen Unternehmung, z. B. einer Ausgrabung, entdeckt oder oberflächig gefunden worden sind. Kulturhistorische Aussagen anhand von Artefakten können vor allem gemacht werden, wenn diese aus einem gesicherten stratigraphischen Kontext stammen und mit anderen Artefakten vergesellschaftet sind.

Beispiele für Artefakte sind unter anderem Silexgeräte, Keramik, Schmuck, Werkzeuge oder Waffen.

Artefakte stehen in Abgrenzung zu Hinterlassenschaften menschlichen Wirkens, die als feste Installationen geschaffen wurden. Also Bauwerke (Straßen, Befestigungen, Siedlungen und Ähnliches) und Befunden (Gruben, Pfostenlöchern etc.). Auf den amerikanischen Anthropologen Lewis Binford geht die Unterscheidung zwischen Artefakten, Geofakten und Biofakten zurück. Biofakte sind zwar ebenfalls von großem archäologischem Interesse. Diese sind aber nicht rein anthropogen, sondern natürlich, zum Beispiel Reste von Pflanzen (Samen, Pollen usw.) oder Tieren (Knochen, Zähne unter anderem). Ein Biofakt kann potenziell lebendig sein (beispielsweise Pilzsporen, die man wieder zum Auskeimen bringen kann). Teilweise sind Biofakte allerdings unter menschlicher Einwirkung entstanden (domestizierte Tiere, verkohlte Pflanzenreste).

Artefakt (Album)

Artefakt ist das dritte Album der deutschen Band Aclys. Es erschien 2004 über Burning Season Records. Stilistisch ist es Metalcore mit Einflüssen aus Death Metal.

Artefakt
Links: Bild mit geringer Komprimierung. Links unter der Linse ist deutlich ein Moiré-Muster zu sehen.
Rechts: Bild mit starker JPEG-Komprimierung. Es sind deutliche Blockartefakte zu sehen.

Artefakt (Computergrafik)

In der Computergrafik versteht man unter einem Artefakt eine sichtbare, unerwünschte Anzeige in digitalen Bildern, die nicht von den Ausgangsdaten herrührt. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die für diese fehlerhafte Darstellung verantwortlich sein können. Die Bezeichnung „Artefakt“ wird auch bei der digitalen Fotografie benutzt, siehe dazu Artefakt (Fotografie).

Arten von Artefakten

Rasterung: Ein unvermeidlicher Auslöser für grafische Artefakte stellt die Rasterung der beliebig genau definierten Objekte in das zweidimensionale Ganzzahlsystem der Bildschirmauflösung dar. Dabei kommt es in allen nichttrivialen Fällen zum Verlust von Information. Die sichtbare Beeinträchtigung kann aber durch Antialiasing minimiert werden.

Kompressionsartefakte: Bei verlustbehafteter Bildkompression wie JPEG oder verlustbehafteter Videokompression wie MPEG treten sichtbare Artefakte (meist Blockartefakte) aufgrund verloren gegangener Information auf. Diese sind unvermeidlich. Jedoch versuchen die Algorithmen, die für den Menschen sichtbaren Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken.

Rundungsfehler bei Grafikkarten: In den ersten Generationen von Grafikkarten, die 3D-Berechnungen durchführen konnten, war die Gleitkomma-Genauigkeit von teilweise lediglich 8 Bit der Grund für Rundungsfehler, die zu deutlich sichtbaren Artefakten führten. Heute ist dieses Problem weitestgehend gelöst.

Shader-Artefakte: Ein weiterer Grund für das Auftreten von Darstellungsfehlern kann eine fehlerhafte oder zu stark übertaktete Grafikkarte sein. Arbeitet der Vertex-Shader nicht korrekt, werden einige der Vertices nicht richtig transformiert und befinden sich daher nicht an der richtigen Position, die gerenderten Objekte sehen verzerrt oder „stachelig“ aus. Funktioniert der Pixel-Shader nicht richtig, werden die Objekte zwar richtig transformiert, aber die Farbe zumindest einiger Pixel ist falsch. Grafikchiphersteller wie AMD oder nVidia veröffentlichen auf ihren jeweiligen Websites Tools zum Überprüfen solcher Fehler.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/

Epilog

Und damit ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Ich freue mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Destiny-Mythen aufzudecken.

Seid also wieder mit dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Und für alle Lore-Interessierten empfehle ich die Reihe

Destiny – Lore

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 38 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 39 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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