Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 42: Warlock

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Es ist wieder an der Zeit für die spannenden Destiny-Welten. Ich habe mich wieder hingesetzt und mich auf die Suche nach Interessantem gemacht. Was könnte euch interessieren? Vor einer Weile hatte ich euch um Hilfe gebeten, leider blieb das Feedback dazu noch aus. Schaut doch mal rein, vielleicht habt ihr ja noch die eine oder andere Idee?

In der vergangenen Woche haben wir begonnen, uns mit den Hüterklassen zu beschäftigen. Setzen wir dieses Thema doch in dieser Woche fort. Heute möchte ich mir gern den Warlock vornehmen. Sie sind geheimnisumwoben und mit ungewöhnlichen Kräften ausgestattet. Finden wir doch noch mehr heraus!

Das Thema des heutigen Mythologie-Kapitels lautet also: Warlock.

Bevor wir uns mit der Mythologie und den Geschichten hinter dem Begriff beschäftigen, schauen wir uns zunächst einmal den Warlock im Destiny-Universum näher an.

Destiny
Hexenmeister haben den Reisenden lange studiert und einige seiner arkanen Energien gemeistert. Sein wahrer Zweck bleibt ein großes Rätsel, aber die Entdeckung der Wahrheit hat sie immer ins Unbekannte getrieben. Jetzt stehen nur noch unsere Feinde zwischen ihnen und den verlorenen Wundern unseres Goldenen Zeitalters.
– Klassenbeschreibung

Der Warlock im Destiny-Universum

Wer kennt nicht, die Warlocks im Destiny-Universum: mystisch, geheimnisumwoben, mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet. Der Warlock ist eine der drei Hüterklassen. Sie sind Gelehrte und am besten mit dem Licht des Reisenden gesegnet. Sie nutzen die vom Reisenden gewährten Befugnisse für Angriff und Verteidigung. Warlocks sind spezialisiert auf Fernkampfangriffe und auf das Wirken von Elementarzaubern, um Gegner auszuschalten.

Warlocks waren die ersten, die die Kraft des Reisenden und sein Licht nutzten, als sie sich über die Sicherheit der Mauer hinaus wagten. Sie wissen, dass jede Entdeckung neue Möglichkeiten bietet und sie haben sich dem Verständnis des Reisenden, seiner Macht und dem besseren Kanalisieren dieser Macht verschrieben. Ein Warlock-Geist ist ein Arsenal tödlicher Geheimnisse, das zwischen Gottheit und Wahnsinn ausgewogen ist. Auf dem Schlachtfeld können diese Geheimnisse die Realität selbst zerstören. Sie testen ihre Grenzen aus, um ein Mittel zu finden, die Dunkelheit ein für alle Mal zu besiegen.

Warlocks sind dafür bekannt, die Grenzen des Wissens zu überschreiten, sogar auf gefährlichstem Gebiet. Mindestens zwei Warlocks, Toland, der Zerschmetterte und Osiris, wurden verbannt, weil sie die Schar und die Vex zu genau studiert hatten. Es gibt unter anderem auch eine Reihe von Warlocks namens Thanatonauten, die die Fähigkeit der Hüter nutzen, sich selbst wiederzubeleben, um jedes Mal, wenn sie sterben, Visionen zu erhalten. Ich hatte dieses Thema kurz im Destiny-Lore-Artikel zum Schwarzen Garten angerissen.

Destiny
„Wir haben neue Wege entdeckt, Neugier in eine Waffe zu verwandeln. Wege in die Dunkelheit.“
Destiny-Grimoire

Sub-Klassen der Warlocks

Alle Hüter im Destiny-Universum haben bestimmte Fähigkeiten, von denen einige vom Reisenden gewährt werden, andere, die in der Natur banaler erscheinen können. Alle Hüter haben eine Klassen- und eine Granatentyp-Fähigkeit, deren Auswirkungen von Klasse zu Klasse variieren. Weiterhin münden diese Fähigleiten in einer absoluten Kraft, die Ungeheures vermag und als Super bezeichnet wird.

  • Leereläufer „Aus den kleinsten Atomen blühen die größten Explosionen.“ Eine Leere- Unterklasse mit schwerem Schaden, deren Schwerpunkt auf der Wiederherstellung von Gesundheit und Fähigkeitsenergie liegt.
  • DämmerklingeBrunnen des Glanzes: „Es gibt Flammen, die selbst die Dunkelheit nicht löschen kann.“ Eine Support-fokussierte Solar-Unterklasse für sich selbst und den Einsatztrupp.
  • Dämmerklinge: „Breitet Eure Flügel aus und setzt den Himmel in Flammen.“ Eine Solar-gestützte Unterklasse mit einem Schwerpunkt auf Mobilität und Schaden aus der Luft heraus.
  • Sturmbeschwörer „Harmonie im Inneren, Hurrikan draußen.“ Eine vom Arkuslicht betriebene Unterklasse.
Destiny
Warlocks mögen Denker sein, aber die meisten, die ich kenne, können mithalten.
– Lord Shaxx

Warlock – Orden im Destiny-Universum

Wie jede andere Hüterklasse gibt es auch unter den Warlocks verschiedene Vereinigungen, Orden genannt. Hier folgt eine kleine Auflistung dieser bekannten Orden:

Praxianischer Orden

Der Praxianische Orden ist eine Organisation von Warlocks, die zusammen mit der Letzten Stadt gegründet wurde, um Artefakte im Zusammenhang mit der Dunkelheit aus den Händen der Hüter zu halten, um Korruption zu verhindern. Einer der Kernpunkte des Praxianischen Glaubensbekenntnisses ist, dass die Menschen sich nicht um die Natur der Dunkelheit sorgen sollten, sondern sich stattdessen darauf konzentrieren sollten, sie zu bekämpfen. Praxianer legen vor allem Wert auf Tapferkeit und Zusammenhalt. Die tapfersten unter ihnen, die beweisen, dass sie bereit sind, sich für andere zu opfern, werden mit dem Kormoransiegel geehrt.

Bekannte Mitglieder

Thanatonauten

Thanatonauten sind Warlocks, die freiwillig sterben, um aufschlussreiche Visionen zu erleben, bevor sie von ihren Geistern wiederbelebt werden.

Bekannte Mitglieder:

  • Osiris – ein alter Warlock und ehemaliger Befehlshaber der Vorhut, der aus der Letzten Stadt verbannt wurde, weil er von den Vex besessen war. Er erkundet jetzt den Immerforst auf Merkur als Hüter und schützt das Sonnensystem vor allen Anzeichen der Vex.
  • Pujari – ein Warlock, dessen Studien Einblick in die geheimnisvolleren Teile des Universums gaben. Insbesondere erhielt er eine Vision vom Schwarzen Garten, als er an den Ufern der Zeit ertrank.
  • Satomi – Satomi untersuchte die von Osiris und Toland, den Zerschmetterten, durchgeführten Experimente in der Thanatonautik, bevor sie sich ihrer eigenen Todesforschung unterzog. Nachdem Satomi entdeckt hatte, dass die Energie der Leere nach allen Todesfällen verweilt, schuf sie die Maske des Stillen, um den Titanen zu erlauben, sich selbst zu heilen und ihre Fähigkeiten schneller einzusetzen, wenn sie verletzt werden oder die Leere nutzen, um ihre Feinde zu töten. Ihre Arbeit wurde von Satomis Mithütern als dunkel eingestuft und sie verteidigte die Fähigkeiten der Maske und ihre Hörner, indem sie die anderen Wächter beschuldigte, selbst zu dunkel zu sein, indem sie ignorierten, wie sie gelernt hatten, Leere-Energie zu recyceln und sie zu ihrem Nutzen an das Licht zurückzugeben.
  • Toland, der Zerschmetterte – ein Warlock, der die Dunkelheit studierte, schließlich verrückt wurde und die letzte Stadt im Exil verließ.

Gensym-Schriftgelehrte

Die Gensym-Schreiber sind ein in der Stadt ansässiges Kollektiv von Warlock-Wissenschaftlern und -Forschern, die Studien auf verschiedenen Gebieten durchführen. Während praktisch nichts über die Gensym-Schreiber selbst und ihre Funktionsweise bekannt ist, ist ihr einziges bekanntes Mitglied, Asher Mir, einer der führenden Experten für das Studium der Vex und der Besessenen geworden.

Destiny
Deshalb schließe ich: Der Grund, warum du mich verfolgst, ist nicht die Symmetrie. Es ist die Wahrheit jenseits der Wahrheit, die du fürchten musstest: Wenn wir die Dunkelheit zerstören könnten, aber wir mussten unser Licht aufgeben … Wenn ja, wie viele von uns würden diesen Handel machen?
– Ulan-Tan 

Bekannte Warlocks im Destiny-Universum

  • Asher Mir – Mitglied der Gensym-Schreiber und ein Freund von Eris Morn. Von den Vex während einer Expedition auf Io gewaltsam modifiziert.
  • Ikora Rey – Vorhut-Vertreterin. Stolz darauf, äußerst fleißig nach Wissen zu streben. Anführerin des Spionagenetzwerks der Verborgenen.
  • Praedyth – verirrt in der Zeit während des frühesten bekannten Überfalles auf die Gläserne Kammer.  Niemand weiß, wie lange er weg war oder wann er starb.
  • Der Sprecher – Stimme des Reisenden, De-facto-Führer der Hüter und der Letzten Stadt und ehemaliger Lehrer von Osiris. Vermutlich nach Folter von Ghaul während der Roten Schlacht verstorben.
  • Taeko-3 – hat beim Bau der Waffe „Zen Meteor“ mitgewirkt. Sie opferte später ihr Leben, um Savathûns Lied zu zerstören.
  • Osiris – Veteran der Schlacht an den sechs Fronten und am Dämmerbruch, ehemaliger Vorhut-Commander und ehemaliger Lehrling des Sprechers. Osiris wurde aus der Stadt verbannt, weil er Ressourcen missbraucht und von den Vex besessen war. Heutzutage ist Osiris eine Wache gegen Bedrohungen durch die Vex und arbeitet mit den Hütern zusammen.
  • Ulan-Tan – Kontroverser Theoretiker über die Dunkelheit und Begründer der Symmetrie-Fraktion und ihrer Überzeugungen. Ulan-Tans These über die Natur der Dunkelheit besagt, dass die Dunkelheit eine notwendige Symmetrie für den Reisenden im kosmischen Gleichgewicht darstellt. Da die inhärente Güte des Reisenden dazu führte, dass er sich selbst opferte, um die Dunkelheit zu stoppen und die Menschheit zu retten, muss die Menschheit diese Güte durch Heilung des Reisenden zurückgeben. Er theoretisierte auch, dass alles Licht über Raum und Zeit miteinander verbunden ist. Aus unbekannten Gründen wurde Ulan-Tan von der Vorhut als Unruhestifter mit gefährlichen Ideen angesehen, die zu viel Angst hervorriefen.

Quellen: https://www.destinypedia.com/ Destiny-Grimoire, Destiny-Lore

The Witcher, Gerald von Riva, aus dem gleichnamigen Computerspiel.

Mythologie und Trivia außerhalb von Destiny

Warlock – Mythologie

Der Begriff Warlock ist ein englisches Wort mit der Bedeutung „Zauberer, Hexer, Hexenmeister“. Es leitet sich vom altenglischen wǽrloga (wǽr ‚Treue; Vertrag‘ [verwandt mit dt. ‚wahr‘] + loga ‚Lügner‘) her, das ursprünglich „Verräter, Schwurbrecher“ bedeutete, daneben aber auch in der Bedeutung „Dämon, Teufel, Ungeheuer“ gebraucht wurde.

Hexer sind laut der frühneuzeitlichen Hexenlehre die männlichen Pendants der Hexen. Zum Teil werden sie auch als Zauberer, Zaubermeister, Drudner, Trudner, Hexerich oder schlicht als „Malefikanten“ (Übeltäter) betitelt. Der Begriff Hexenmeister wird meist im Sinne von Hexer gebraucht. Er kann jedoch auch einen Hexenfinder bezeichnen.

Der Hexer oder die Hexe

Der Anteil der Hexenmeister unter den Opfern der Hexenverfolgungen schwankt in den verschiedenen Regionen Europas, auch in zeitlicher Hinsicht. Zu Beginn der großen Hexenverfolgung, also etwa um 1400, waren zunächst sehr viele Männer Opfer der Hexenverfolgung. Das lag vor allem auch daran, dass sich der Hexereiprozess aus dem Ketzerprozess entwickelt hatte. Er wurde zunächst auch von der kirchlichen Inquisition geführt. In Ketzerprozessen wurden meistens Männer angeklagt, nur selten Frauen.

Zu Beginn der Neuzeit wurde Hexerei als ein gewöhnlicher Straftatbestand betrachtet und zunehmend von der weltlichen Gerichtsbarkeit verfolgt. So nahm der Anteil der Männer unter den Opfern rasch ab. Erst auf dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen, in Deutschland in den 1620er Jahren, wurden auch wieder verstärkt Männer verfolgt. Insgesamt waren im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ungefähr ein Viertel aller wegen Hexerei Angeklagter Männer. In Frankreich lag der Anteil deutlich höher.

In Bamberg wurde 1627 das Drudenhaus (Malefizhaus, Hexengefängnis) für die Inhaftierung von Hexen erbaut.

Bis zu 60.000 Menschen landeten im 16. und 17. Jahrhundert auf dem Scheiterhaufen, verurteilt als Hexen oder Hexenmeister. Legitimiert wurde die Hexenverfolgung mit dem Werk „Hexenhammer“ des Dominikaners Heinrich Kramer.
Quelle: WELT/Thomas Laeber

Die berühmtesten europäischen Hexer

Wenn von schwarzer oder weißer Magie die Rede ist, denken die meisten im ersten Moment automatisch an Hexen, die über geheimnisvolle Kräfte verfügen, magische Formeln murmeln, Zaubertränke anrühren, auf Besen reiten und vor allem im Alter nicht mehr ganz so attraktiv aussehen. Aber die Hexerei ist keineswegs nur dem weiblichen Geschlecht vorbehalten.

Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder auch Männer, die sich selbst Hexer nannten oder von ihrem Umfeld als solche bezeichnet wurden.

Abraham von Worms, 1362,

Abraham von Worms war ein jüdischer Mann, der vermutlich aus Worms stammte.

Von der überaus geheimnisvollen Person sind bis heute zahlreiche magische Texte erhalten, die im Laufe der Zeit immer wieder neu interpretiert wurden und die nach wie vor magische Zirkel weltweit beeinflussen.

Seine Werke werden dabei der weißen Magie zugeordnet. Es wird angenommen, dass Abraham als Berater von Päpsten und Kaisern tätig war. So handelt es sich bei seinen magischen Texten beispielsweise um Anleitungen dafür, wie Engel angerufen oder dienstbare Geister und Dämonen gebändigt werden können. Aber auch Rezepte für Zaubertränke sind enthalten.

Johann Georg Faust, etwa 1480 bis 1541

Johann Georg Faust dürfte zu den berühmtesten Hexern überhaupt gehören. Auch wenn er erst lange nach seinem Tod unter anderem durch Goethes Faust und die Werke anderer Schriftsteller und Maler weltweiten Ruhm erlangte.

Bekannt war Faust aber schon zu Lebzeiten. Er reiste durch Süddeutschland und trat auf Marktplätzen und in Wirtshäusern auf. Dabei löste er sehr unterschiedliche Reaktionen aus. So hielten ihn die Gelehrten für einen Hochstapler und Scharlatan, während er das Publikum mit seinen Künsten als Sterndeuter, Alchemist, Wahrsager, Magier und Wunderheiler begeisterte.

Für eine kleine Sensation sorgte Fausts Tod. So experimentierte er eines Tages in einem Hotel in Staufen mit verschiedenen Chemikalien, da er Gold herstellen wollte. Der Versuch misslang und es kam zu einer Explosion mit tödlichen Folgen für Faust. Augenzeugen zufolge war sein Leichnam in einem derart erbärmlichen Zustand, dass angenommen wurde, der Teufel persönlich habe dem Hexer die Seele aus dem Körper gerissen. 

John Dee, 1527 bis 1608

John Dee war eine Person aus England, um die sich viele Geheimnisse, Mythen und Legenden ranken.

Auf der einen Seite war John Dee ein überaus angesehener Mann, der zu den engsten wissenschaftlichen Beratern von Königin Elisabeth I. gehörte. Er verfügte über herausragende Kenntnisse in Fächern wie Mathematik, Philosophie oder Geographie und war nach seiner eigenen Einschätzung einer frommer Christ. Auf der anderen Seite interessierte er sich schon sehr früh für das Außengewöhnliche und untersuchte beispielsweise die magischen Fähigkeiten von Edelsteinen. Das führte regelmäßig zu Differenzen mit der Kirche.

Je länger und intensiver John Dee die Naturwissenschaften erforschte, desto mehr wuchs sein Frust, keine Erklärungen für die Geheimnisse des Lebens zu finden. Also widmete er sich in seinen letzten Lebensjahren verstärkt den übersinnlichen Kräften. Vor allem die Anrufung von Engeln beschäftigte ihn sehr. Daraufhin stempelte ihn die Kirche als Schwarzmagier ab. Nachdem sich auch das Königshaus von ihm abwandte, verstarb er schließlich als armer Mann.

Flugblatt mit der Darstellung einer Hexenverbrennung in Derenburg, 1555 

Matthias Perger, etwa 1587 bis 1645

Gerichtsakten belegen, dass Matthias Perger, ein Hexer aus Südtirol und Titelgestalt vieler Sagen aus dieser Region, tatsächlich gelebt hat.

Bekannt ist er dort als Lauterfresser, wobei ihm seine angebliche Vorliebe für Lauter, also flüssige oder weiche Nahrung, diesen Spitznamen eingebracht hat.

Perger war hauptberuflich als fahrender Händler tätig, arbeitete nebenbei aber auch als Astrologe. Zudem konnte er lesen und schreiben, was für seine Schicht ungewöhnlich war und ihn von vorneherein verdächtig machte.

1645 wurde Perger verhaftet. Wie und weshalb die Anschuldigungen entstanden sind, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren, aber Perger wurde unterem vorgeworfen, gemeinsame Sache mit dem Teufel zu machen und das Wetter zu beeinflussen. Unter Folter wurde Perger schließlich zu einem Geständnis gezwungen und in der Folge Ende 1645 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Seine Geliebte erwartete zu diesem Zeitpunkt einen Sohn von ihm, aber da er ihren Namen nicht verriet, ist nicht bekannt, ob nicht auch heute noch Nachkommen von Perger leben.

Urbain Grandier, 1590 bis 1634

Urbain Grandier war ein katholischer Priester, der im französischen Loudun wirkte und als der Teufel von Loudun in die Geschichte einging.

Zum Verhängnis wurden dem Geistlichen seine angeblichen Frauengeschichten, von denen es zahlreiche gegeben haben soll. 1632 bezichtigten ihn einige Nonnen aus der Umgebung, von Grandier verhext worden zu sein. Aus heutiger Sicht war vermutlich die Mischung aus Eifersucht und einer Massenhysterie Ursache für die Anklage. Trotzdem wurde der Priester nach einer kurzen Haftstrafe freigesprochen.

Der Prozess hatte aber die Aufmerksamkeit von Kardinal Richelieu, seinerzeit einer der mächtigsten Kurfürsten, erregt, weshalb Grandier ein Jahr nach dem Freispruch erneut verhaftet wurde. Die Nonnen wurden noch einmal in den Zeugenstand gerufen und obwohl sie ihre Vorwürfe nicht wiederholten, wurde der Geistliche verurteilt. Nachdem er gefoltert worden war und ein Schuldeingeständnis unterschrieben hatte, wurde Urbain Grandier lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt.    

Arndt Bottermann, Geburtsjahr unbekannt, verstorben 1647

Der Legende nach soll der aus dem Ruhrgebiet stammende Bauer Bottermann dafür gesorgt haben, dass sieben schwarze Katzen einen mit Wein beladenen Wagen einen Berg hinaufziehen.

Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges soll der Bauer das Pferd einer Nachbarin verhext haben, woraufhin das Tier gestorben war. Auch das Pferd einer Marktfrau soll kurze Zeit später infolge seiner Zauberkräfte gestorben sein. Von da an galt der wohlhabende Landwirt in Witten als Hexenmeister.

Nachdem der öffentliche Druck zunehmend gewachsen war, stellte sich Bottermann freiwillig dem Richter. Den Gerichtsakten zufolge, die bis heute auszugsweise erhalten sind, soll der Bauer um ein Wasserexperiment gebeten haben, um auf diese Weise zu beweisen, dass er keine übersinnlichen Fähigkeiten habe. Also wurde der Bauer gefesselt ins Wasser geworfen. Da der Bauer aber nicht unterging, galt seine Zusammenarbeit mit dem Teufel als nachgewiesen. Trotz aller Beteuerungen, kein Hexer zu sein, wurde Bottermann so lange verhört und gefoltert, bis er schließlich einräumte, den Teufel zu kennen. Daraufhin starb er am Galgen, sein Leichnam wurde verbrannt. 

Quellen: http://www.stammbaum-vorlage.de , https://de.wikipedia.org

Epilog

Und damit ist das Ende dieses Mythologie-Kapitels erreicht. Ich hoffe sehr, euch wieder ein wenig Hintergrundwissen vermittelt zu haben.

Ich freue mich schon auf die kommende Woche und darauf, die nächsten Destiny-Mythen aufzudecken.

Seid also wieder mit dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel in der Reihe Mysterium Destiny öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium Destiny zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

Destiny – Lore

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 42 meiner Mythologie-Reihe gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 43 widmen? Ihr könnt natürlich gerne wieder mitbestimmen. Schreibt mir eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

Weitere Beiträge
Destiny 2 – Destiny-Lore – Kapitel 16: Zavala