Destiny 2 – Destiny, Bungie und die Mythologie – Kapitel 5: Das Gjallarhorn

Destiny, ein einziges Mysterium. Ihr liebt die Geschichte und Mythologie? Was verbirgt sich hinter all den Begriffen und Namen? Eine Geschichte in Kapiteln.

Was? Schon wieder eine Woche herum? Dann wird es Zeit, das nächste Kapitel im Destiny-Universum aufzuschlagen. In Kapitel 5 wollen wir uns dieses Mal mit einem Gegenstand beschäftigen: dem Gjallarhorn. Moment, werden viele von euch denken, sind das nicht diese seltsamen Kekse die Commander Zavala gerade immer verspeisen möchte? Gjallarhörnchen? Nein, nein, die sind damit nicht gemeint. Aber gerade Destiny 1-Spielern wird das Gjallarhorn ein Begriff sein: Es war der stärkste exotische Raketenwerfer im gesamten Destiny-Universum, den es je gegeben hat!

Zunächst, damit wir niemanden im Unklaren lassen, klären wir doch einmal, was das Gjallarhorn genau ist und warum es so besonders ist!

Das Gjallarhorn – Eine Legende

„Wenn in Zerstörung Schönheit liegt, warum nicht auch in ihrer Verbreitung?“ – Feizel Krux

Das Schulter-Raketensystem Gjallarhorn wurde aus den Rüstungen der Hüter geschmiedet, die bei der Schlacht am Dämmerbruch fielen. Es ist ein Geschenk an die Überlebenden dieser Schlacht und ein Symbol der Ehre und des Überlebens.

Das Gjallarhorn ist der wohl begehrteste und am schwersten zu bekommende Raketenwerfer in der gesamten Destiny-Geschichte. Ein Maximalschaden, der alle anderen Raketenwerfer in den Schatten stellt, zielsuchende Geschosse, die Rudelgeschosse, und die sich aufteilenden Cluster-Bomben machen diesen Raketenwerfer so begehrt und gefürchtet.

In der ersten Woche nach Release von Destiny 1 hatte ihn unser lieber Freund, das Tentakelgesicht Xur, mit im Angebot. Wer da nicht die passende Währung parat hatte oder noch nicht wusste, was ihm da entgeht, hatte womöglich Pech, wenn er darauf hoffte, den Raketenwerfer schnell wieder zu Gesicht zu bekommen. Es konnte duchaus ein dreiviertel Jahr dauern, bis man das begehrte Stück endlich in den Händen halten konnte! Die möglichen Fundorte waren sehr begrenzt. Lediglich in Exo-Engrammem, in den Raids „Gläserne Kammer“ und „Crotas Ende“, in den dortigen Exo-Kisten und manchmal (aber eher sehr selten) auch in Strikes oder im Schmelztiegel konnte man diesen wahrhaft prächtigen Meinungsverstärker finden. Im dritten Destiny-Jahr, also mit dem Erscheinen des DLCs „Rise of Iron“, hatte Bungie Mitleid und das Gjallarhorn kehrte im Rahmen einer Questreihe zurück.

Das Mysterium hinter dem Gjallarhorn

Kommen wir nun aber zur Mystik hinter dem Begriff des Gjallarhorns.

Gjallarhorn  ist altnordisch für „laut tönendes Horn“ und ist das Horn des Gottes Heimdall in der germanischen Mythologie beziehungsweise in den mythologischen Schriften der altwestnordischen Edda. Die Darstellung des Gjallarhorns in der Funktion und Nutzung schwankt bei Snorri Sturluson (Gylfaginning) zwischen dem Signalhorn, das die Götter Asgards ruft und dem Gebrauch als Trinkhorn. In der Grímnismál (Strophe 13) wird ebenfalls die Nutzung als Trinkhorn beschrieben.

Heimdall, Wächter der Götter

Heimdall ist ein Schutzgott der nordischen Mythologie und Gott des morgendlichen Sonnen- und Tageslichtes. Er ist Sohn von gleich neun Müttern, den Aegirstöchtern, und wohnt in den Himmelsbergen Himingbjörg (Himmelsburg). Sein Vater ist Odin. Ursprünglich war er vermutlich ein allwissender Himmelsgott. Er wird auch als Widdergott bezeichnet. Ihm ist der Widder heilig (von dessen Kult sich überall im germanischen Bereich Spuren finden). Seine Gemahlin soll Modiv sein und mit ihr soll er folgende Nachkommen haben: Jarl, Karl und Thrall. Heimdall ist wie Balder ein gütiger und lichter Gott. Er ist der Wächter der Götter. Er hütet die himmlische Brücke des Regenbogens Bifröst. Sein Horn Gjallarhorn liegt unter Yggdrasills (der Weltenbaum) Wurzel bewahrt. Einst wird Heimdall durch Blasen des Gjallarhorns den Beginn von Ragnarök (der Weltuntergang) ankündigen.

Übrigens, das Motiv eines Hornbläsers, der den letzten Kampf ankündigt, ähnelt den das Jüngste Gericht ankündigenden Engeln der christlichen Endzeit.

Epilog

Und schon haben wir wieder des Ende des Kapitels erreicht. Heimdall und sein Gjallarhorn, möge er es niemals benutzen müssen … Und falls doch, so könnte er sicher einen Raketenwerfer wie das ebenso benannte Gjallarhorn aus Destiny gebrauchen! In diesem Sinne hoffen wir, dass euch auch dieser Ausflug in die Mythologie gefallen hat.

Seid dabei, wenn sich auch in der nächsten Woche ein weiteres Kapitel öffnet!

Fortsetzung folgt …

Falls ihr die anderen Kapitel verpasst habt oder einfach noch einmal nachlesen wollt: Nachfolgend alle bisher erschienenen Kapitel im Mysterium zum Nachlesen:

Mysterium Destiny

 

Liebe Leserinnen und Leser, nun seid ihr wieder gefragt. Wie hat euch Kapitel 5 gefallen? Welchem Thema sollen wir uns in Kapitel 6 widmen? Ihr könnt gerne wieder mitbestimmen. Schreibt uns eure Wünsche in den Kommentaren, auf Facebook und Twitter. Und nicht vergessen: Das Destiny-Universum steckt noch immer voller Geschichten und Mythen!

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