Ist eSport eigentlich Sport? Destiny 2 bietet die Möglichkeit, an kleinen Turnieren teilzunehmen!

Wir haben uns einmal mit dieser allgegenwärtigen und zermürbenden Frage gewidmet, die man als enthusiastischer Gamer doch hin und wieder mal gestellt bekommt. Argumente, die dafür und dagegen sprechen, sowie einige Einblicke in die Gedanken des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) erhaltet ihr hier. Außerdem haben wir noch spannende Nachrichten, auch mit Destiny 2 in den eSport einzusteigen.

© Pixabay (ChristianaT)

Erst einmal sollten wir wohl darüber aufklären, was laut des DOSB überhaupt als Sport gilt, sodass er auch künftig bei den Olympischen Spielen Anklang finden kann. Etwas ist dann ein Sport, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt wird:

Wenn die Ausübung mit physischer Bewegung zu tun hat, Vereinsstrukturen bestehen oder gewisse ethische Werte vertreten werden.

Zum Thema Bewegung wäre auf den ersten Blick für viele klar, was dafürspräche, dass dieses Kriterium vom eSport nicht erfüllt wird. Allerdings sitzt man beim Zocken schließlich nicht nur reglos im Gaming Chair. Via Controller oder Maus und Tastatur werden Eingaben getätigt, Abläufe verinnerlicht und Armmuskeln angespannt. Natürlich kann man fairerweise nicht sagen, dass dies wirklich viel Bewegung ist, jedoch gilt doch auch Schach als Sport. Schach ist ein Denksport und die meisten der eSports Titel würden wohl auch unter diese Kategorie fallen, doch da tritt das Problem mit den ethischen Werten auf.

Vor allem gegen diesen Aspekt scheint sich der DOSB bisher zu sträuben, da es in vielen Spielen im eSport immerhin üblich ist, seinen Gegner durch das Töten des jeweils anderen zu besiegen. Der Sportbund geht sogar so weit zu sagen, dass diese Akte des Tötens von Menschen oder Tieren eben solche Taten verherrlichen. Das erinnert beinahe an den Leidensweg mit der Debatte, ob „Ballerspiele“ aggressives Verhalten fördern. Natürlich wissen wir Gamer alle, dass das Bullshit ist. Außerdem steht beim eSport nicht das Umlegen der Gegner im Fokus. Vielmehr ist es der Weg, wie man den Sieg erlangt. Denn auch hier muss man egal, ob mit oder ohne Team, Strategien verfolgen, gute Reaktionen aufweisen und sich mit seinen individuellen Fähigkeiten den Sieg erkämpfen. ESportler müssen außerdem ebenso ihr Können täglich Trainieren, um Abläufe verbessern und meistern zu können.

Wetten und eSport – könnten sie dem virtuellen Sport dabei helfen etwas mehr Anklang zu finden?

Viele populäre Sportarten verbindet nicht nur die Aufnahme in den DOSB, sondern auch die Tatsache, dass für diese auf verschiedenen Plattformen Wetten angeboten werden. Natürlich ist dies kein Kriterium des Sportbundes, um weitere Sportarten bei sich aufzunehmen, allerdings könnten die Buchmacher von Sportwetten genau dafür sorgen, dass das Interesse am eSport bei immer mehr Menschen wächst, indem sie verschieden eSports Disziplinen in das Wetten-Portfolio mit aufhnehmen. Immerhin beschäftigt man sich meist mit den Sportarten, auf die man Wetten abschließt. Das könnte Druck auf den DOSB ausüben. Vor allem, da es auch für offizielle Turniere im eSport auch immer mehr namenhafte Sponsoren gibt, die auf den Zug der Games aufspringen. Schließlich ist es auch kein Geheimnis, dass der eSport schon seit Jahren boomt. Dadurch, dass das allgemeine Interesse, nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von namenhaften Sponsoren steigt, wird dieses Thema beim DOSB auf jeden Fall stets für Gesprächsstoff sorgen.

Auch bei Destiny 2 kann man an einigen Turnieren teilnehmen

Obwohl die eSport Turniere bei Destiny 2 eher in etwas kleinerem Rahmen stattfinden, sind sie dadurch nicht weniger sehenswert. Man kann sich und sein Team außerdem ganz einfach selbst eintragen und gegen andere Teams um Geldpreise spielen. Das könnte vor allem für Euch alte Hasen bei Destiny 2 interessant sein. Vor allem dann, wenn ihr sowieso regelmäßige Abende mit dem Zocken des Games gemeinsam mit Freunden verbringt. Bei den Turnieren hat man nichts zu verlieren, da das Antreten immerhin kostenlos ist. Wer weiß, vielleicht wird aus diesen kleinen Turnieren irgendwann auch mehr? Denkbar wäre es allemal, obwohl sie in absehbarer Zukunft wahrscheinlich nicht so groß aufgezogen werden können, wie League of Legends, Counter Strike oder Dota 2 Turniere. Dennoch ist es definitiv ein Trend und eine Entwicklung, die es weiterhin im Auge zu behalten gilt. Deshalb auch unser Appell an euch: Probiert es doch einfach mal aus!

Die Gaming Industrie wird weiterhin wachsen

Egal, ob oder wann der DOSB eSport endlich als Sport anerkennen wird, wir können sagen, dass es sich beim intensiven Zocken definitiv um einen Sport handeln sollte. Vor allem die Tatsache, dass Gaming vor allem im Kopf – und natürlich auch im Herzen – stattfindet, ist doch wohl Grund genug. Neben kräftig Teamwork, welches auch beispielsweise in vielen Ballsportarten gefragt ist, sind auch individuelle Fähigkeiten einzelner Spieler wichtig. Nicht nur spielt es eine fundamentale Rolle, wie viel Zeit ein Spieler in das Ausbauen seiner Fähigkeiten steckt, sondern auch, dass Strategien ausgeführt und angepasst werden können. Außerdem lassen sich im eSport Coaches finden, die ihre Spieler Trainieren, auf ihre Gegner vorbereiten und dafür sorge tragen, dass Abläufe eingehalten werden.

Was ist eure Meinung zu dem Thema?